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Evaluierung des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz in den neuen Ländern

Ergebnisse

Die Evaluierung besteht aus den Bausteinen

  • Kommunalbefragung
  • Fallstudien
  • Schlüsselpersonengespräche
  • Expertenworkshops.

Von Februar bis Mai 2010 wurde die Kommunalbefragung der 178 Programmstädte in den neuen Ländern durchgeführt. Mit einer Beteiligung von 96 % haben nahezu alle Programmstädte an der Kommunalbefragung teilgenommen und den umfangreichen Fragebogen ausgefüllt. Die Ergebnisse werden derzeit noch ausgewertet und mit den Erkenntnissen aus den Fallstudien abgeglichen.

Von September bis November 2010 wurden 18 vertiefende Fallstudien vorgenommen. Unterschiedliche Kriterien wurden für die Auswahl der Fallstudienstädte zu Grunde gelegt: gleichmäßig Verteilung auf die neuen Länder, ungleiche Einwohnerzahlen (3.400 - 3,4 Mio. EW), verschiedene Programmgebietsgrößen (18 - 146 ha), unterschiedliches Jahr der Programmaufnahme (1991 - 2005), verschiedenartige Standortfaktoren (strukturschwach - strukturstark).

Mit Hilfe der Studien sollen sowohl die Wirkungen, die der Fördermitteleinsatz auf die Gesamtstadt gehabt hat, als auch die Wirkungen für das Programmgebiet untersucht werden. Darüber hinaus wurde für jede Fallstudie ein zusätzliches Schwerpunktthema gewählt. Die Wahl der Themen resultierte aus den Schwerpunkten, die u. a. Gegenstand der Kommunalbefragung waren: Äußere Einflussfaktoren, Hemmnisse bei der Pro-grammumsetzung, Sicherung und Erhaltung, Modernisierung und Instandsetzung, Öffentlicher Raum, Struktur, Funktionsstärkung, Handlungsstrategie, Identität.

Folgende Städte wurden in den Fallstudien untersucht:

Berlin

  • Spandauer Vorstadt, Themenschwerpunkt: Schwierige Eigentumsverhältnisse
  • Victoriastadt/Kaskelstraße, Themenschwerpunkt: Öffentlicher Raum

Brandenburg

  • Luckau, Themenschwerpunkt: Landesgartenschau
  • Fontanestadt Neuruppin, Themenschwerpunkt: Identität
  • Potsdam, Themenschwerpunkt: Investitionsdruck
  • Treuenbrietzen, Themenschwerpunkt: Öffentlicher Raum

Mecklenburg-Vorpommern

  • Hansestadt Güstrow, Themenschwerpunkt: Stadtstruktur
  • Röbel/Müritz, Themenschwerpunkt: Identität
  • Hansestadt Stralsund, Themenschwerpunkt: Modernisierung/Instandsetzung

Sachsen

  • Görlitz, Themenschwerpunkt: Handlungsstrategie
  • Grimma, Themenschwerpunkt: Funktionsstärkung und Hochwasser
  • Lößnitz, Themenschwerpunkt: Modernisierung/Instandsetzung

Sachsen-Anhalt

  • Bernburg, Themenschwerpunkt: Handlungsstrategie
  • Halle, Themenschwerpunkt: Sicherung
  • Osterwieck, Themenschwerpunkt: Stadtstruktur

Thüringen

  • Heilbad Heiligenstadt, Themenschwerpunkt: Funktionsstärkung
  • Kahla, Themenschwerpunkt: Sicherung
  • Meiningen, Themenschwerpunkt: Fehlende Nachfrage

Die Schlüsselpersonengespräche werden im Zeitraum Januar bis Februar 2011 durchgeführt. Sie dienen der Vervollständigung der Erkenntnisse, die aus der Auswertung der Fragebögen und der Fallstudien gewonnen wurden. Um möglichst qualifizierte und umfangreiche Ergebnisse zu gewinnen, werden die Schlüsselpersonen aus unterschiedlichen Akteurskreisen ausgewählt. Die Gruppengespräche werden in interdisziplinärer Zusammensetzung geplant. Einbezogen waren Vertreter des Bundes, der Länder und Programmstädte, Mitglieder der ehemaligen und aktuellen Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz, das Forschungsinstitut IRS, welches über lange Zeit auch die Aufgaben der Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz wahrgenommen hat, sowie engagierte Personen aus der Wissenschaft, von Stiftungen und Vereinen.

Parallel zur Kommunalbefragung und den Fallstudien fand eine fortlaufende Abstimmung zur Evaluierung mit der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz und den Ländern statt. Zur Erörterung und Diskussion von Zwischenergebnissen begleiten zudem zwei Expertenworkshops den Evaluierungsprozess. Zu den ganztägigen Veranstaltungen werden jeweils Vertreter des Bundes, der Länder, ausgewählter Kommunen und deren Spitzenverbände sowie die Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz eingeladen.

Der 1. Expertenworkshop wurde im Mai 2010 durchgeführt und diente der Darstellung der Ergebnisse aus der Kommunalbefragung. Die endgültigen Ergebnisse der Evaluierung sowie die abzuleitenden Handlungsempfehlungen werden im Anschluss an die Schlüsselpersonengespräche auf einem 2. Expertenworkshop vorgestellt.

Die Evaluierung wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 zum Abschluss kommen.

Zusatzinformationen

Kontakt

Ricarda Ruland
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz

Tel.: +49 228 99401-2301
ricarda.ruland@bbr.bund.de

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