Tourismusentwicklung in ausgewählten Städten des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz - unter besonderer Berücksichtigung der UNESCO -Welterbestätten
Konzept
Für diese Studie wurden in Absprache zwischen BMVBS, BBR und dwif zehn ostdeutsche Städte ausgewählt, anhand derer die möglichen Effekte des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz auf die Tourismusentwicklung nachgewiesen werden sollten: Stralsund, Wismar und Malchow in Mecklenburg-Vorpommern, Neuruppin und Potsdam in Brandenburg, Tangermünde und Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, Görlitz und Zittau in Sachsen sowie Mühlhausen in Thüringen.
Ausgehend von der Auswertung einer aktuellen Grundlagenuntersuchung des Deutschen Tourismusverbands (DTV) zum Städte- und Kulturtourismus in Deutschland aus dem Jahr 2006 wurden die statistischen Rahmendaten der zehn Referenzstädte analysiert.
Im Juli und August 2006 fand in diesen Städten eine Befragung von Touristen statt. Pro Stadt wurden 100 Interviews durchgeführt. Dabei wurden Ausflügler als auch Übernachtungsgäste erfasst. Als Übernachtungsgäste zählten diejenigen Personen, die in der Stadt selbst oder in der Region übernachteten. Ausflügler waren diejenigen Besucher, die von ihrem Heimatort aus einen Tagesausflug in die Stadt unternahmen.
Um die Auswirkungen des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz und der Ausweisung von UNESCO-Welterbestätten auf die Standortentscheidung, Umsatzentwicklung und das Investitionsverhalten von Betrieben zu überprüfen, wurde in Zusammenarbeit mit den IHKn von Schwerin, Rostock, Magdeburg, Potsdam und Neubrandenburg eine Online-Unternehmensbefragung von Tourismus- und Einzelhandelsbetrieben sowie weiteren Dienstleistungsunternehmen in sieben der zehn Referenzstädte durchgeführt. Es wurden über 1.000 Betriebe angeschrieben, teilgenommen haben 94 Betriebe.
Um auch die Einschätzungen der Verantwortlichen vor Ort aus den Bereichen Tourismus, Denkmalschutz und Planung in die Analyse einfließen zu lassen, wurde in den Referenzstädten eine telefonische Expertenbefragung durchgeführt. Kontaktiert wurden jeweils die lokale touristische Marketingorganisation, der touristische Regionalverband, Verantwortliche der Stadtverwaltung aus den Bereichen Denkmalschutz und/oder Planung, der Sanierungsträger und ggf. weitere Personen.
