Feststellung des Handlungsbedarfs im Städtebaulichen Denkmalschutz in den alten und neuen Ländern
Konzept
Das Erkenntnisinteresse zielte besonders auf drei Aspekte:
- auf die Rahmenbedingungen in den Städten im Hinblick auf den Handlungsbedarf im Städtebaulichen Denkmalschutz,
- auf den Stand der Sanierung in den Fördergebieten des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz in den Städten der neuen Länder sowie
- auf den vorhandenen Handlungs-, Maßnahmen- und Finanzierungsbedarf im Städtebaulichen Denkmalschutz differenziert nach den Städten und Gebieten der alten und neuen Länder.
Das Bearbeiterteam des Forschungsprojekts verknüpfte quantitative und qualitative methodischer Ansätze, um den Handlungsbedarf im Städtebaulichen Denkmalschutz zu ermitteln: eine schriftliche Städtebefragung und eine qualitativ orientierte Gebietsbegehung und –erfassung.
Grundlage der Befragung war eine Liste von 1179 Gebieten mit hoher Denkmalbedeutung in Deutschland, die von der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VdL) erarbeitet wurde. Nach einer Zufallsstichprobe ist jedes dritte Gebiet in die Städtebefragung einbezogen worden. Die Gebiete eint zwar ihre hohe Denkmalbedeutung; sie unterscheiden sich aber in ihrer städtebaulichen Struktur und Eigenart sowie ihren baulichen Besonderheiten. Sie sind sechs unterschiedlichen Gebietstypen zuzuordnen, mehrheitlich Stadtkernen, aber auch Siedlungsbauten des 20. Jahrhunderts oder Satellitenstädten.
Bei der Auswertung und Analyse der Befragungsergebnisse wurden regressionsanalytische Ansätze genutzt, mit denen der Einfluss der den Handlungsbedarf bestimmenden Faktoren statistisch gesichert ermittelt werden konnte.
Das Bearbeiterteam beging anschließend je 15 der in die Städtebefragung einbezogenen Gebiete in den alten und neuen Ländern. Die Gebiete sind nach gleichen Kriterien systematisch in Augenschein genommen und vergleichend bewertet worden. Auf dieser Grundlage wurde der Handlungsbedarf qualitativ ermittelt, differenziert nach den Gebieten in den alten bzw. neuen Ländern.
Aus dem Abgleich der quantitativen Ergebnisse der Städtebefragung mit denen der qualitativen der Gebietsbegehung und –einschätzung sind thesenartig zusammengefasste Ergebnisse zum Handlungsbedarf im Städtebaulichen Denkmalschutz in den alten und neuen Ländern abgeleitet worden.
