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Infrastruktur und Daseinsvorsorge in der Fläche

IzR 1/2.2008, Hrsg.: BBR

Andreas Beivers, Martin Spangenberg
Ländliche Krankenhausversorgung im Fokus der Raumordnung

Der Beitrag befasst sich mit der Bedeutung ländlicher Krankenhäuser zur Sicherstellung einer flächendeckenden stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland. Neben Zielkonflikten der Sicherstellung einer angemessenen, flächendeckenden Krankenhausversorgung der Bevölkerung mit der wirtschaftlichen Leistungserbringung werden Fragestellungen aus Sicht der Raumordnung untersucht. Erreichbarkeitsanalysen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zufolge erreichen fast 98% der Bevölkerung innerhalb eines 20-Minuten-Radius das jeweils nächste Krankenhaus der Grundversorgung. Der strukturelle Umbruch in der deutschen Krankenhauslandschaft wirkt sich jedoch direkt auf die regionale Krankenhausversorgung aus und zwingt immer mehr zur Schließung von Standorten. Hinzu kommen der demographische Wandel sowie Urbanisierungstendenzen. Dies gefährdet die Tragfähigkeit von Zentren und deren Krankenhäusern. Vor diesem Hintergrund wird das Problem der Sole-Provider-Krankenhäuser diskutiert und auf drohende Erreichbarkeitsverschlechterungen hingewiesen. Neben der reinen Bedeutung der Krankenhäuser als Versorgungseinrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge wird auch deren raumordnerische Bedeutung als regionale Entwicklungskerne hervorgehoben. Durch einen Ausblick auf die Organisation der flächendeckenden Versorgung in den Vereinigten Staaten werden Lösungsansätze für Deutschland abgeleitet.

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IzR 1/2.2008

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