Stadtumbau - die Fortsetzung
IzR 7.2009, Hrsg.: BBSR im BBR
Marion Kamp-Murböck, Carsten Schäfer
Wie die Prinzipien des Stadtumbaus Einzug in die Praxis halten. Fortschritt und Verstetigung am Beispiel ExWoStStadtumbau West
Fünf Jahre lang erprobten 16 westdeutsche Kommunen vor dem Hintergrund sich verändernder demographischer und sozioökonomischer Rahmenbedingungen neue Vorgehensweisen in der Stadtentwicklung. Gegenstand des ExWoSt-Forschungsfelds Stadtumbau West war die Umsetzung einer Stadtentwicklung, die nicht mehr das kontinuierliche Wachstum, sondern vielmehr den strukturellen Wandel von Städten gestaltet. Nicht nur der finanzielle Einsatz von insgesamt rund 30 Mio. Euro, sondern vor allem die Erfahrungen im Umgang mit neuen Themen und Verfahren waren Anlass für eine analysierende Betrachtung des Erreichten.
Bereits nach den ersten Praxisjahren lassen sich Standards für erfolgreiche Stadtumbauprozesse benennen, so z.B. die gesamtstädtische Analyse als Basis für alle weiteren Maßnahmen. Auch bestimmte Verfahrensqualitäten lassen sich als allgemeingültig bezeichnen, u.a. kooperatives und kommunikatives Handeln. Die Fortschrittsuntersuchung hat ihr Augenmerk darauf gelegt, inwieweit diese Standards des Stadtumbaus bereits ihren Niederschlag im Handeln der Pilotkommunen gefunden haben. Sichtbar geworden ist dabei, dass durch das ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West wichtige Anstöße für eine zukunftsfähige Entwicklung innerhalb der Pilotkommunen gegeben werden konnten. Die realisierten Impulsprojekte sind wichtiger Ausgangspunkt für weitere Projekte zur Stabilisierung der Stadtumbauquartiere. Zudem wurden Lerneffekte für die beteiligten Handlungsebenen identifiziert, die zu einer weiteren Qualifizierung des Stadtumbaus West beitragen können.

