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Mieten und Preise: Wohnimmobilien

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Eine zeitnahe Analyse der Mieten und Immobilienpreise hat in der Wohnungs- und Immobilienmarktbeobachtung hohe Relevanz - bilden diese Indikatoren Überschuss und Angebotsknappheit am Wohnungsmarkt doch sehr präzise ab.

Mieten und Immobilienpreise von Wohnungen und Wohngebäuden sind wichtige Indikatoren, mit denen sich die Entwicklungen von Wohnungsmärkten regional differenziert beschreiben lassen. Sie liefern Einblicke in Strukturen und Verhältnisse der Angebots- und Nachfrageseite. Diese wiederum ergeben sich aus einem komplexen Wirkungszusammenhang von demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, politischen und planerischen Rahmenbedingungen, Wohnlagen und Nachbarschaften.

Das BBSR arbeitet daran, flächendeckend regional und sektoral differenzierte Informationen zu Mieten und Immobilienpreisen in Deutschland aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und auszuwerten. Sie bilden die Basis für die Beschreibung aktueller Trends und Zusammenhänge der Wohnungs- und Immobilienmärkte. Gerade die Mieten- und Preisindikatoren bilden wie kaum ein anderer Indikator Verhältnisse zwischen Angebot und Nachfrage in den regionalen und sektoralen Teilmärkten ab.

Die Wohnungs- und Immobilienmärkte werden zunehmend vielfältiger. So steigen die Mieten und Immobilienpreise am stärksten in den ohnehin teuren süd-, nord- und westdeutschen Wachstumsregionen wie etwa in den Metropolen München, Frankfurt/Main oder Hamburg. Dort zeigen sich bereits Engpässe im Niedrigpreissegment. Diese Regionen ziehen auch die meisten professionellen Investoren an, was der Entwicklung von Neubauten zugute kommt. Dagegen stagnieren die Mieten und Preise – ebenso wie die Bauinvestitionen – in schrumpfenden Regionen. Dies betrifft große Teile Ostdeutschlands, das Ruhrgebiet und Teile Nord- und Ostbayerns sowie Niedersachsens. Schrumpfungsbedingte Folgen sind Leerstände oder Wohnungs- und Gebäudeabrisse. Es bestehen erhöhte Risiken von Sanierungsstaus mangels finanzieller Rücklagen oder Rentabilität.

Die Wohnnebenkosten sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Ausgaben für das Gut Wohnen. In den letzten Jahren haben sie eine größere Dynamik erfahren als die Nettokaltmieten. Die Verfügbarkeit regionalisierter Daten ist sehr eingeschränkt, so dass man Informationen über aktuelle und regional differenzierte Entwicklungen, ebenso wie bei den Mieten und Immobilienpreisen, nur durch die Kombination verschiedener Datenquellen erhält.


Weiterführende Informationen:

>> über Mieten
>> über Immobilienpreise
>> über Wohnnebenkosten

Zusatzinformationen

Kontakt

Matthias Waltersbacher
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte

Tel.: +49 228 99401-2610
matthias.waltersbacher@bbr.bund.de

Alexander Schürt
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte

Tel.: +49 228 99401-2239
alexander.schuert@bbr.bund.de

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