Innovationen für Innenstädte
Modellvorhaben
Projektaufruf und Auswahlverfahren
Im Sommer 2011 startete das BBSR den Projektaufruf für das Forschungsfeld "Innovationen für Innenstädte". Über ein Interessenbekundungsverfahren bewarben sich 133 Städte und Gemeinden um die Aufnahme als Modellvorhaben. Aufbauend auf der Bereisung einer engeren Auswahl durch das BBSR zusammen mit der Forschungsassistenz wählte das BMVBS acht Modellvorhaben aus. Bei der Beurteilung und Auswahl der Projektvorschläge wurden folgende Kriterien zugrunde gelegt:
- breite Betrachtung der Themen des Weißbuch Innenstadt
- innovativer Umgang mit den Themen des Weißbuch Innenstadt
- bedeutender Beitrag zur Innenstadtentwicklung
- kreativer und innovativer Strategieansatz
- intensive Auseinandersetzung mit den Forschungsleitfragen
- breit aufgestellte Akteurskonstellation
- realistische Umsetzbarkeit mit Erfolgsaussichten
- erfolgsversprechende Übertragbarkeit des Modells auf andere Städte
Bei der Auswahl wurde darüber hinaus auf eine breite thematische und räumliche Streuung geachtet. Ziel war es, Modellvorhaben in Städten und Gemeinden unterschiedlicher Größe auszuwählen, die unterschiedliche Themen in unterschiedlichen räumlich-regionalen Zusammenhängen betrachten. Darüber hinaus sollten möglichst unterschiedliche Konzepte, Pilot- und Impulsprojekte für die verschiedenen Nutzungstypen leerstehender innerstädtischer Großstrukturen behandelt werden.
Modellvorhaben
Als Modellvorhaben wurden die Städte Bocholt, Dessau-Roßlau, Elmshorn, Mülheim a.d.R., Nürnberg, Offenbach, Peine und die Gemeinde Illingen ausgewählt. Somit umfasst das Forschungsvorhaben drei Großstädte, vier Mittelstädte und eine Kleinstadt / Gemeinde in sieben Bundesländern. Vier Modellvorhaben beschäftigen sich mit leerstehenden Kauf- und Warenhäusern und vier Modellvorhaben mit leerstehenden Gewerbe- bzw. Verwaltungsgebäuden. Die Dauer des Leerstands ist sehr unterschiedlich. Teilweise stehen die Gebäude schon über Jahre hinweg leer, teilweise wird der Leerstand erst in absehbarer Zukunft erfolgen. Der bauliche Zustand unterscheidet sich auch schon deshalb sehr stark.
Auch hinsichtlich der angestrebten Nutzung ist der Diskussionsstand sehr unterschiedlich. Bei einigen Modellvorhaben ist die künftige Nutzung noch offen, andere haben bereits konkrete Vorstellungen. Bei der Revitalisierung bzw. Umnutzung werden ganz unterschiedliche Ansätze und Strategien verfolgt. Das angestrebte Nutzungsspektrum reicht von kulturellen und gewerblichen Nutzungen über Wohn- bis zur Mischnutzung. Dabei werden renditeorientierte, betriebswirtschaftliche Modelle genauso verfolgt wie öffentlich und privat finanzierte kulturelle und gemeinnützige Nutzungen.
Übersichtskarte
Übersichtskarte zu den Modellvorhaben im Forschungsfeld Innovationen für Innenstädte
Quelle: IMORDE Projekt- und Kulturberatung GmbH
Steckbriefe
Folgende acht Städte wurden als Modellvorhaben aufgenommen:
| Kommune | Projekt | Thema |
|---|---|---|
| Bocholt (75.000 EW) | Wer investiert schon in Langeweile? Inspirierende Quartiers-Stories gegen Großleerstand >> zum Steckbrief | Leerstand Einzelhandel (Hertie, SinnLeffers, C&A) |
| Dessau-Roßlau (87.000 EW) | Quartier Lange Gasse >> zum Steckbrief | Leerstand Gewerbebau (Brauerei) |
| Elmshorn (49.600 EW) | Kulturnetzwerk Neue Mitte Elmshorn >> zum Steckbrief | Leerstand Gewerbebau (Teppichfabrik) |
| Illingen (17.400 EW) | Von der Fabrik in der Stadt zu mehr Innenstadt >> zum Steckbrief | Leerstand Gewerbebau (Brauerei / Fleischwarenfabrik) |
| Mülheim an der Ruhr (168.000 EW) | Quartier Untere Schlossstraße >> zum Steckbrief | Leerstand Einzelhandel (Kaufhof) |
| Nürnberg (508.000 EW) | Ein neues Herz für den Nürnberger Süden >> zum Steckbrief | Leerstand Einzelhandel (Kaufhof) |
| Offenbach (120.000 EW) | Probewohnen und Arbeiten >> zum Steckbrief | Leerstand Bürogebäude (IHK) |
| Peine (49.000 EW) | CityCenter: Handeln für städtische Vielfalt >> zum Steckbrief | Leerstand Handel (Hertie) |
Alle Steckbriefe der Modellvorhaben als PDF:
Download (pdf/2011-KB)

