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Aktivierungsstrategien zur Inwertsetzung städtebaulicher Brachenpotenziale (Brachflächenrecycling)

Konzept

Zur Verwirklichung der flächenpolitischen Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist eine stringente Innenentwicklung unter Nutzung von Brachflächen traditionellen und neuen Typs notwendig. Dazu erfolgte

  • eine Erfassung und Bewertung des aktuellen Stands der Praxis in der Brachflächenaktivierung,
  • die Durchführung von sechs Fallstudien in unterschiedlichen Siedlungsstrukturtypen und räumlichen Ebenen zur Identifizierung planerischer, rechtlicher und finanzieller Chancen und Hemmnisse einer Inwertsetzung von Brachflächen.

Für eine bessere Ausschöpfung von vorhanden Siedlungspotenzialen bzw. zur Reduzierung der Bevorzugung der Standorte auf der "Grünen Wiese" sind eine Vielzahl von Faktoren relevant und bestehen unterschiedliche Ansatzpunkte für eine Veränderung der Strategien.

Aus Sicht des Auftragnehmers sollten folgende Aspekte für eine Aktivierungsstrategie berücksichtigt werden:

  • wirtschaftliche Entwicklungsdynamik der Region und der Akteure,
  • Entwicklungsrestriktionen der Fläche,
  • verschiedene Handlungsebenen,
  • Zusammenspiel formeller und informeller Ansätze.

In den Arbeitsschritten wurden unter anderem konsekutiv Fallstudienstädte ausgewählt, städtisch-regionale Gesamtstrategien untersucht, Expertengespräche mit professionellen Verwertern durchgeführt, Einzelstandorte und -lagen untersucht, die stadtwirtschaftliche Kostenbilanz vertieft ermittelt sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse rechtlicher, planerischer und ökonomischer Instrumente durchgeführt.

Abbildung: Visualisierung der wesentlichen UntersuchungsbausteineVisualisierung der wesentlichen Untersuchungsbausteine


Forschungsleitfragen

In der Expertise wurden unter anderem Antworten auf folgende Fragen gesucht:

  • Welche aktuellen, regional zu differenzierenden Hemmnisse existieren beim Recycling von Brachflächen? Welche Konzepte, Strategien und Instrumente führen zu erfolgreicher und zügiger Reaktivierung? Welche Kooperationskonstellationen von Akteuren begünstigen die Reaktivierung?
  • Wie kann die Verfügbarkeit von Informationen über Brachenpotenziale und unterausgelastete Flächen verbessert werden?
  • Können Brachflächen anhand ausgewählter Indikatoren nach ihrer Marktnähe unterschieden werden? Welche Marketingstrategien zeigen Erfolge?
  • Wie werden Revitalisierungskonzepte in ein stadtregionales Flächenmanagement eingebunden?
  • Welche Maßnahmen können helfen, um alte Brachflächen - jenseits der Filetstücke und außerhalb der Regionen mit hohen Baulandpreisen - einer neuen Nutzung zuzuführen?

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Fabian Dosch
Referat I 5 - Verkehr und Umwelt

Tel.: +49 228 99401-2307
fabian.dosch@bbr.bund.de

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