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ExWoSt Kleingartenparks – Gärtnern, Begegnen, Bewegen, Entspannen und Natur erleben (10.04.04-20.110)

Erscheinungstag 23.04.2020
Abgabefrist 28.05.2020 10:00 Uhr

Ausgeschriebene Leistungen

Das Kleingartenwesen ist im Wandel. Kleingartenanlagen werden zusehends für die Allgemeinheit geöffnet, ihre Nutzungsmöglichkeiten werden angereichert und innovativ gestaltet. Ihre Bedeutung als Bestandteil städtischer Grün- und Freiraumsysteme steigt dabei spürbar und sichtbar für die gesamte Stadtbevölkerung. Der Trend geht hin zu Kleingartenparks: „Wenn Kleingartenanlagen in den immer dichter werdenden großen Städten viel stärker als zuvor spezifisch nutzbarer Bestandteil im Spektrum der grünen Infrastruktur werden, in Grün- und Freiraumnetze eingebunden sind, mehr Öffentlichkeit zulassen als bisher und auch für Außenstehende interessante Aufenthalts- und Erholungsbereiche darstellen, dann ist damit bereits der Kern, den ein Kleingartenpark ausmacht, getroffen.“ (BBSR 2019, S. 47). Experten gehen davon aus, dass die Relevanz von Kleinartenparks in Zukunft weiter steigen wird. Kommunen können sowohl der verstärkten Nachfrage nach urbanem Gärtnern begegnen als auch den Anforderungen an eine Qualifizierung städtischer Grün- und Freiflächensysteme gerecht werden. Unter Wachstumsbedingungen können die Parks dazu beitragen, lebenswerte und gesunde Städte zu erhalten. In strukturschwachen Gebieten, in denen es Kleingartenanlagen mit hohen Leerstandsquoten gibt, können freie Parzellen flexibel eingebunden und mit ergänzenden Nutzungen belegt werden. Die Umnutzung brachgefallener Flächen kann so die Attraktivität der Gesamtanlagen erhöhen. Möglich sind unterschiedliche Konzepte jenseits von Patentlösungen oder standardisierten Modellen. Das ExWoSt-Projekt liefert einen weiteren Beitrag zur Umsetzung des Bundeskleingartengesetzes und des Weißbuchs Stadtgrün, indem Ergebnisse der in 2019 abgeschlossenen Studie „Kleingärten im Wandel – Innovationen für verdichtete Räume“ zugrunde gelegt und für das Thema „Kleingartenparks“ vertieft werden. Die Ergebnisse haben Empfehlungscharakter. Aus der Studie sind Kommunen bekannt, in denen es bereits Kleingartenparks gibt oder in denen sie geplant sind. Zunächst sollen diese Informationen aktualisiert werden und auf der Basis der gewonnenen Übersicht die eruierten Kleingartenparks hinsichtlich ihrer Größe, ihrer Einbettung in die Grün- und Freiflächensysteme, ihrer Erreichbarkeiten, ihrer Nutzungen, ihrer Nutzergruppen und ihrer (klima-)ökologischen Funktionen erhoben und systematisiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Kooperationsformen (rechtlich, organisatorisch) zwischen Kleingartenvereinen, Stadtverwaltung und weiteren Organisationen. Kombinationen aus öffentlich und privat werden somit nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Finanzierung und die Besitzverhältnisse relevant. Auf diese Weise sollen unterschiedliche Konzepte von Kleingartenparks modellhaft und unter Berücksichtigung der notwendigen Voraussetzungen aufbereitet und weiterentwickelt werden, so dass übertragbare Prototypen entstehen. Integriert werden sollen Pflege- und Finanzierungskonzepte. Hier stellt sich auch die Frage, welchen Betrag die Programme der Städtebauförderung leisten können.

Adresse

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Forschungsverwaltung

Deichmanns Aue 31-37
53179 Bonn

Ausschreibungsunterlagen