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Klimaangepasstes Bauen

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Eine zentrale Aufgabe des Bauwesens ist der Schutz des Menschen und seiner natürlichen Lebensgrundlagen sowie der Schutz von großen Sachwerten. Bei den zukünftig zu erwartenden Naturgefahren sind an das Klima angepasste Bauweisen oder nachträgliche verstärkende Maßnahmen erforderlich.

Fachbeitrag: 2018

Rekordsommer, Überschwemmungen und Wirbelstürme: Das Klima ist im Wandel. Mit dem Klimawandel nehmen auch die Schäden durch Naturkatastrophen ständig zu. Bei den zukünftig zu erwartenden Naturgefahren sind an das Klima angepasste Bauweisen oder nachträgliche verstärkende Maßnahmen erforderlich.

Zahlreiche Klimaanpassungsstrategien bieten Städten und Gemeinden Hilfestellungen und dienen als Handlungsempfehlungen. Das BBSR nimmt sich mit dem Klimaangepassten Bauen der Gebäude und Bauwerke an. Mit ganzheitlichen Konzepten werden nicht nur bauliche Schutzmaßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels erarbeitet, sondern auch die sogenannten aktiven Umwelt- und Klimapotenziale der Gebäude herausgestellt und systematisch zugeordnet. Langfristig sollen diese Klimaschutzpotenziale als Planungsempfehlungen für zukunftsweisende Bauweisen dienen, die bauliche Schutz- und Wirkweisen für Gebäude gegen die Folgen des Klimawandels herausstellen.

Mit einer modularen Darstellung werden Handlungsempfehlungen zum Klimaangepassten Bauen (KLIBAU) dargestellt und konkrete Antworten auf die Folgen des Klimawandels erarbeitet und präsentiert. Die wesentlichen Folgen des Klimawandels auf Bauwerke, Gebäude und die bauliche Infrastruktur werden mit Starkregen- und Hochwasserereignissen, Hagel, Sturm aber auch Hitze und Trockenheit dargestellt.
Beginnend mit den Starkregeneinflüssen auf die bauliche Infrastruktur wird als eine Lösung für diese Herausforderungen eine Rückbesinnung auf einen natürlicheren Wasserhaushalt nicht nur in der Stadt sondern auch auf der Liegenschaft eingefordert. Dies bedeutet konkret, dass vermehrt Wasser in der Fläche oder in speziellen Speichern zurückgehalten wird.

Neben dem Objektschutz werden daher Maßnahmen zum Speichern, Versickern und Verdunsten von einem definierten Starkregenereignis auf Liegenschaftsebene in der Broschüre vorgestellt. Ein computerbasiertes Rechenmodell weist die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen an einer Beispielliegenschaft nach, um es anschließend mit den zu erwartenden Kosten zu bewerten (Kosten-Wirksamkeit-Analyse). Die Bewertung der Maßnahmen erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener örtlicher Gegebenheiten, wie z.B. der Topographie oder den Bodenverhältnissen, sodass eine Übertragbarkeit möglich ist.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Forschungsinitiative "Zukunft Bau" des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Weitere Module, wie Objektschutz gegen Hitze, Minderung der Feinstaubbelastung u.a. befinden sich in der Bearbeitung und rücken dabei das Gebäudegrün in den Fokus, welchem bei der Bewältigung dieser Klimafolgen eine zentrale Funktion zugesprochen wird.

Mit diesem Beitrag werden bautechnische Handlungsempfehlungen als Konkretisierung zu der eher übergeordneten Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel, kurz DAS für das Handlungsfeld Bau-, und Wohnungswesen erarbeitet.

Die DAS versteht sich mit Zielvorgaben gegen die zu erwartenden bzw. bereits eingetroffenen Folgen des Klimawandels für unterschiedliche Handlungsfelder Empfehlungen zur Minderung der Folgen auszusprechen.

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Bernhard Fischer
Referat II 6 - Bauen und Umwelt
Tel.: +49 228 99401-1522

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