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Drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales

"Nachhaltige Entwicklung" wurde als internationale politische Zielsetzung erstmals 1992 in Rio de Janeiro bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung - UN Conference on Environment and Development (UNCED) ("Earth Summit") - festgelegt.
Fachbeitrag

Hierzu wurden

  • eine Kommission der Vereinten Nationen zur Nachhaltigen Entwicklung gegründet,
  • 27 Grundsätze zur Unterstützung verabschiedet,
  • einem Plan zur Umsetzung der Ziele der Agenda 21 zugestimmt und eine Empfehlung an alle Länder ausgesprochen, nationale Strategien zur nachhaltigen Entwicklung auszuarbeiten.

Die Grundsätze des Nachhaltigen Bauens finden sich in den drei Säulen wieder, die im Leitfaden "Nachhaltiges Bauen" beschrieben und fachlich hinterlegt sind.

Ökologische Säule des Nachhaltigen Bauens

Die ökologische Säule des Nachhaltigen Bauens hat zum Ziel,

  • die Minimierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs,
  • die Reduzierung des Flächenverbrauchs,
  • die möglichst geringe Belastung des Naturhaushalts

im gesamten Lebenszyklus (Bau, Nutzung und Rückbau) eines Gebäudes zu erreichen.

Ökonomische Säule des Nachhaltigen Bauens

Darstellung des BBR Logos zur Nachhaltigkeit

Die ökonomischen Säule des Nachhaltigen Bauens beinhaltet die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Gebäudes:

  • Optimierung der Gesamtkosten (Bau- und Baunutzungskosten)
  • Wirtschaftliche Optimierung der Zeitpunkte für Investitionen, Erneuerungs- und Wartungszyklen.

Soziale Säule des Nachhaltigen Bauens

Darstellung des BBR Logos zur Nachhaltigkeit

Die soziale Säule des Nachhaltigen Bauens beschreibt die soziokulturellen Auswirkungen eines Gebäudes:

  • städtebauliche bzw. landschaftsräumliche Integration
  • denkmalpflegerische Aspekte
  • funktionale und andere den Menschen berührende Aspekte

Diese Säule wird häufig fälschlich als der Bereich mit den "weichen Faktoren" des Nachhaltigen Bauens angesehen, tatsächlich jedoch lassen sich auch diese Aspekte objektiv darstellen und bewerten. Soziale Aspekte sind z.B. Barrierefreiheit, Sicherheit, Erreichbarkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Zufriedenheit mit den physischen Gegebenheiten am Arbeitsplatz, etc.

Zusatzinformationen

Kontakt

Nicolas Kerz
Referat II 5 - Nachhaltiges Bauen
Tel.: +49 30 18401-3402