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Energetische Stadterneuerung

Das Handlungsfeld der energetischen Stadterneuerung vereint vor dem Hintergrund von Energieeinsparung und Erhöhung der Energieeffizienz multidimensional stadtplanerische, technische und ökonomische Aspekte der Stadtentwicklung.

Projektlaufzeit: November 2007 - November 2011

Ausgangslage

Das Spektrum der im Handlungsfeld der energetischen Stadterneuerung anstehenden Maßnahmen ist weit gefächert und umfasste u.a. folgende Inhalte:

  • die Umsetzung kleinteiliger Maßnahmen der Energieeinsparung in der Gebäudesanierung und im Neubau auf der Gebäudeebene,
  • effizienzsteigernde Maßnahmen der zentralen Energieerzeugungs- und Versorgungsanlagen auf städtischer oder regionaler Ebene,
  • die energetische Optimierung von Verkehrsströmen in städtischen Räumen,
  • die energetische Optimierung regionaler Stoff- und Wirtschaftskreisläufe und
  • die Einbindung regenerativer Energien in Stadtentwicklungsprozesse.

Besonders in den neuen Bundesländern bietet sich mit dem Stadtumbau Ost die Chance, Vorhaben der energetischen Stadterneuerung breitenwirksam umzusetzen. Der Stadtumbau löst vielerorts erhebliche Veränderungen aus, durch die sich wichtige Potenziale für die Energieeinsparung und Energieeffizienzerhöhung ergeben können. Nicht alle der mit hoher Dynamik im Stadtumbau umgesetzten Maßnahmen sind mit den Zielen der energetischen Stadterneuerung vereinbar. Teilweise stehen die Folgen des Stadtumbaus den Zielen der energetischen Stadterneuerung entgegen. Daraus ergibt sich ein konzeptioneller Handlungsbedarf.

Ziel

Ziel war es, das Programm "Stadtumbau Ost" für beispielhafte Maßnahmen der energetischen Stadterneuerung zu nutzen und daraus Erfahrungen für eine breitenwirksame Umsetzung einer energetischen Stadterneuerung im Zuge von Stadtumbaumaßnahmen zu sammeln. Dabei standen Maßnahmen zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und Anwendung erneuerbarer Energien im Mittelpunkt.

Mit der Verbindung von Maßnahmen der energetischen Stadterneuerung mit den Strategien des Stadtumbaus in Modellvorhaben beschritt das Forschungsprojekt einen neuen Weg. Durch die praktische Erprobung wurden Erfahrungen zu Chancen und Grenzen von Konzepten und Maßnahmen einer energetischen Stadterneuerung gesammelt. Neben der energetischen und städtebaulichen Komponente befasste sich das Projekt auch mit weiterreichenden Effekten - etwa Auswirkungen auf die Attraktivität der geförderten Städte als Lebensmittelpunkte.
Die Forschungsleistung beinhaltete neben der wissenschaftlichen Begleitung der Modellvorhaben die Moderation des forschungsfeldinternen Erfahrungsaustausches. Zweiter Schwerpunkt war die Ausarbeitung von Empfehlungen für die Rahmensetzungen des Bundes und der Länder sowie die Unterstützung des Transfers von Erfahrungen und Ergebnissen für andere Akteure in Stadtumbau- bzw. -entwicklungsprozessen.

Leitziele des Projekts waren:

  • die praktische Erprobung der Verknüpfung des Programms "Stadtumbau Ost" mit beispielhaften Maßnahmen der energetischen Stadterneuerung in Modellvorhaben. Dabei standen Maßnahmen zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und Anwendung erneuerbarer Energien im Mittelpunkt.
  • die Ermittlung der Chancen und Grenzen von Konzepten und Maßnahmen einer energetischen Stadterneuerung. Die energetische Stadterneuerung soll die Ziele des Stadtumbaus Ost hinsichtlich Ressourceneinsparung und Kostensenkung verwirklichen helfen. So wird zugleich ein städtebaulicher Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels geleistet und die Attraktivität der geförderten Städte für die Bewohner und als Wirtschaftsstandort gesteigert.
  • die Beschreibung erfolgreicher Kooperationsformen und Förderinstrumente und deren Anreizwirkung zur energetischen Gebäudesanierung sowie zur Steigerung der Standortqualität.
  • die Beschreibung geeigneter einsatzfähiger Technologien und deren Wirkungen auf den Arbeitsmarkt, auch bezogen auf Nachnutzungsmöglichkeiten vorhandener Anlagen und Leitungsnetze sowie Brachflächen, Synergieeffekte und Wechselwirkungen in Bezug auf den Einsatz regenerativer Energieträger und die erreichbaren Kohlendioxid–Einsparungen.

Das Projekt wurde vom Lehrstuhl Stadttechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Koziol durchgeführt .

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Lars Porsche
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-2351