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Integration und Stadtteilpolitik

Zur Förderung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hat das Quartier eine wesentliche Bedeutung. Neben kommunalen Integrationskonzepten existieren auf Quartiersebene oftmals bereits integrierte Handlungsansätze, z. B. durch das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt – Investitionen im Quartier. Gesamtstädtische integrationspolitische Strategien und lokale Handlungskonzepte haben sich aber bislang eher losgelöst voneinander entwickelt und werden getrennt umgesetzt. Das Forschungsfeld untersucht, inwieweit eine Zusammenführung der beiden Ebenen die Wirkung steigert.

Projektlaufzeit: November 2009 - November 2012

Ausgangslage

Das Thema Integration hat sowohl in der Fachdiskussion als auch in der Politik in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund wird auch in Zukunft eine Schlüsselaufgabe für Bund, Länder und Kommunen bleiben.

Kommunen nehmen bei der Gestaltung von Integration eine besondere Rolle ein, denn der Erfolg von Integration zeigt sich im Zusammenleben der Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld, in den Quartieren, im öffentlichen Raum, in Schulen oder auch in anderen Institutionen wie etwa der Verwaltung. Dies wurde im Nationalen Integrationsplan wie auch im Nationalen Aktionsplan Integration bestätigt. Das Engagement in der Integrationspolitik ist groß. Zahlreiche Kommunen haben bereits gesamtstädtische Integrationskonzepte aufgelegt. Zielgenaue, auf die entsprechende Wohnbevölkerung abgestimmte Stadtteilkonzepte für Integration fehlen aber häufig noch.

Mit dem Forschungsfeld wurde eine der Selbstverpflichtungen des BMVBS im Rahmen des Nationalen Integrationsplans von 2007 umgesetzt, Modellvorhaben zur Erarbeitung von Integrationskonzepten auf Stadtteilebene zu unterstützen und durchzuführen. Dem Forschungsfeld "Integration und Stadtteilpolitik" mit einer Laufzeit von 2009 – 2012 liegt folgender Leitgedanke zugrunde: Integrationskonzepte auf Stadtteilebene ergänzen gesamtstädtische Integrationsstrategien wirkungsvoll, wenn sie sich an den sozialräumlichen Bedingungen orientieren und die lokalen Potenziale aufgreifen.

Ziel

Zentrales Anliegen des Forschungsfeldes war es, die Rahmenbedingungen und Chancen für eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund vor allem in sozial benachteiligten Stadtquartieren zu verbessern. Dabei schließt Integration auch immer die einheimische Bevölkerung mit ein.

Das Forschungsfeld sollte dazu beitragen, Konzepte und Maßnahmen zu erproben, die auch unter Bedingungen sozialräumlicher Segregation die Entwicklungs- und Partizipationschancen von Migrantinnen und Migranten in städtischen Quartieren verbessern. Neben Aspekten der Partizipation, der interkulturellen Öffnung und der Vernetzung lag der Fokus besonders auf einer verbindlichen kommunalen Quartiersplanung und deren Einbindung in eine gesamtstädtische Entwicklungsstrategie.

Die sechs Modellvorhaben Hamburg-Nord, Jena, Mülheim an der Ruhr, Nürnberg, Quakenbrück und Trier haben mit externer Begleitung in zwei Jahren die Rahmenbedingungen und Potenziale für eine Verbesserung der Integration vor Ort ermittelt, einen Überblick über die laufenden und geplanten Projekte aus unterschiedlichen Zuständigkeiten gewonnen und davon ausgehend quartiersbezogene Integrationskonzepte entwickelt.

Auftragnehmer des Projekts waren STADTRAUMKONZEPT GmbH in Kooperation mit ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Martina Kocks
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-2321