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München - Ackermannbogen: Modul 7

Jugendliche im Stadtquartier – Modellvorhaben

Im IFAS Modellvorhaben wurden im Neubaugebiet "Ackermannbogen" Jugendliche gezielt über Medienarbeit aktiviert, sich mit ihrem Viertel auseinander zu setzen. So wurden die Grundlagen für weiteres Engagement der Jugendlichen, beispielsweise für die Beteiligung zum vierten Bauabschnitt gelegt.

Angaben zu Projekt und Ort
StadtMünchen (1.322.000 Einwohner), Bayern
OrtSchwabing, Ackermannbogen
ProjektebeneQuartier
TrägerAckermannbogen e.V
Kooperationspartner/
Akteure
NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen
Zielgruppe(n)jugendliche Bewohner des Quartiers
MethodenWorkshops mit neuen Medien
BezugspunkteFreiraumplanung, Quartiersaufwertung

Konzept

Die soziale Randstellung von Jugendlichen bildete sich im Neubaugebiet Ackermannbogen auch räumlich ab. Jugendliche (Frei)Rauminteressen sind unterrepräsentiert und haben bislang im wörtlichen und übertragenen Sinn wenig Platz im Quartier. Mit Hilfe zielgruppenadäquater aktivierender Beteiligungsformen sollten diese Defizite abgemildert und in Potenziale umgewandelt werden. Jugendliche wurden durch ihre Vorliebe für neue Medien motiviert, sich thematisch dem neuen Stadtteil zu nähern. Über diese mediengestützte Stadtteilerkundung sollten Jugendliche dafür gewonnen werden, sich mit ihren Mitteln und ihrer Sprache für ihre Belange im Stadtteil einzusetzen. Durch das Schaffen einer stadtteilbezogenen Online-Community sollten Möglichkeiten der Jugendkommunikation und Jugendinformation auf der Quartiersebene und mit Quartiersbezug geschaffen werden.

Jugendliche Reporter interviewen Bewohner des QuartiersJugendliche Reporter interviewen Bewohner des Quartiers Quelle: Projektteam Modul-7

Umsetzung und Methoden

Durch den Aufbau von frei zugänglichen temporären Aktionszelten, die auf der zentralen Wiese in der Mitte des Quartiers aufgestellt waren, wurden in einem ersten Schritt von Jugendlichen selbst Bild- und Tonaufnahmen (z.B. Handyclips und Interviews) über Treffpunkte und Nischen sowie Wünsche und Anliegen produziert. Moderne technische Geräte und die entsprechende medienpädagogische Betreuung durch ein geschultes Team motivierte interessierte Jugendliche, sich mittels grob vorgegebener Leitfragen und Ideen mit ihrem unmittelbaren Lebensraum auseinanderzusetzen. So entstanden kurze Filme über den Ackermannbogen - Meinungsumfragen von "Stadtteil-Reportern", aber auch eigene Geschichten. Zudem fotografierten die Jugendlichen ihre Lieblingsplätze und verarbeiteten sie anschließend zu einem Plakat, einer Comic-Story oder einer Fotostory. Außerdem wurden digitale Memory-Spiele, die aus selbst eingefangenen Bildern oder Tönen bestanden, hergestellt. Eine erfolgreiche Methode die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Stadtquartier anzuregen, war die "Talk-Box". Dabei handelte es sich um einen abgetrennten Zeltabschnitt, in dem eine Kamera aufgestellt war und die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, sich zu verschiedenen Fragen, die sich auf das Quartier oder das Projekt bezogen, zu antworten oder sich frei zu äußern.

Jugendliche beim FilmerstellungZur Vermittlung werden kleine Filme und Trickfilme erstellt Quelle: Projektteam Modul-7

Damit die durch das Modul-7-Projekt entstandene Gruppe weiterbesteht und neue Jugendliche angesprochen werden können, werden die wöchentlichen Treffen von einer Sozial- und Medienpädagogin im Rahmen ihres Auftrags der mobilen Jugendarbeit am Ackermannbogen betreut. Für das Frühjahr 2010 ist geplant, zu diesen Terminen einen Kurs "Computer- Führerschein" für 13 bis18-jährige anzubieten, um so auch Jugendliche anzusprechen, die bislang mit dem Projekt nicht erreicht werden konnten. Der Medienraum der KreativGarage könnte sich somit auch zu einem Treffpunkt und medialen Aktionsraum für Jugendliche entwickeln, zumindest so lange es keine anderen Räume für Jugendliche am Ackermannbogen gibt.

Weitere Informationen

Ackermannbogen e.V.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308
Stephan Willinger
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1275