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Innovationen für Innenstädte

Mit dem Weißbuch Innenstadt hat das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Herbst 2011 eine breite öffentliche Diskussion zu den Perspektiven deutscher Innenstädte und den damit verbundenen Herausforderungen an eine Nationale Stadtentwicklungspolitik angestoßen. Im Forschungsfeld "Innovationen für Innenstädte" wurden unterschiedliche Themen des "Weißbuch Innenstadt" in Modellvorhaben wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Ziel war es, eine höhere Aufmerksamkeit für die Innenstädte in Politik und Gesellschaft zu erreichen und konkrete Vorschläge für attraktive Innenstädte einzuholen.

Projektlaufzeit: Juni 2011 – September 2015

Ausgangslage

Im Herbst 2010 hat das damalige BMVBS den Entwurf eines Weißbuchs Innenstadt zur Diskussion gestellt. Die breite Öffentlichkeit war eingeladen, Anregungen und neue Vorschläge in den Diskussionsprozess einzubringen. Es wurden Konferenzen zu den verschiedenen Handlungsfeldern der Innenstädte durchgeführt und eine Onlinebeteiligung ermöglicht. Das Weißbuch hat ein hohes Interesse in der Öffentlichkeit erzeugt: Kommunen, Landkreise, Länder, Kirchen, Verbände und Vereine, Wissenschaftler, Firmen und Beratungsbüros, aber auch viele kleinere Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger haben ihre Forderungen und Vorschläge eingereicht. Auf dieser Basis wurde der Weißbuchentwurf überarbeitet.

Das Weißbuch Innenstadt bündelt den Stand der politischen und fachlichen Debatte. Gleichzeitig benennt es die Herausforderungen und Trends der nächsten Jahre. Schlussfolgerungen und potenzielle Maßnahmen richten sich dabei vor allem an die Städte und Gemeinden. Bei der Umsetzung leisten Bund und Länder Unterstützung. Bundesminister Dr. Peter Ramsauer hat im Juni 2011 das Weißbuch Innenstadt als vorläufiges Ergebnis vorgestellt und damit eine Plattform geschaffen, auf der die Diskussion über die Innenstädte und Ortszentren fortgeführt werden konnte. Im Anschluss sollten die Ergebnisse mit allen Beteiligten umgesetzt werden.

Ziel

Mit dem Forschungsfeld "Innovationen für Innenstädte" und seinen verschiedenen Bausteinen stellte sich der Bund den zentralen Fragen der Weißbuchdiskussion zur Stärkung der Innenstädte. Im Baustein „Kommunale Weißbücher“ wurden Kommunen unterstützt, für die zukünftige Entwicklung ihrer Zentren integrierte Innenstadtkonzepte bzw. Weißbücher auf lokaler Ebene zu erstellen. Untersucht wurden vor allem geeignete Verfahren, Akteurskonstellationen und Formen der Kommunikation. Mit dem Baustein "Nachnutzung leerstehender Großstrukturen" stand eines der zentralen Handlungsfelder des Weißbuchs Innenstadt im Mittelpunkt: Das Forschungsfeld konzentrierte sich auf Um- und Nachnutzungsstrategien für leerstehende Warenhäuser und brachgefallene Büro- und Gewerbebauten. Mit individuellen Revitalisierungsstrategien sollten an diesen Standorten neue Anziehungspunkte zum Beispiel für Handel, Gewerbe und Kultur entstehen. Über den Projektaufruf "Händler machen Stadt" wurden Händlergemeinschaften ausgezeichnet, die sich mit kreativen Stadtentwicklungsprojekten für ihre Innenstadt stark machten.

Durch den Aufruf sollte das Engagement von Privaten, insbesondere Einzelhändlern in Kooperation mit Partnern aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, sichtbar werden.

Im Rahmen des Forschungsfeldes mit seinen verschiedenen Bausteinen sollten insgesamt innovative und übertragbare Strategien für die kommunale Praxis entwickelt werden.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2267
Fax: +49 228 99401-2129
Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308

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