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Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten

Konzept

Die Ausrichtung des ExWoSt-Forschungsfeldes "Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten" basiert auf der Vorstudie "Nachhaltige Entwicklung von Gewerbegebieten im Bestand" und der anschließend erarbeiteten Forschungsfeldkonzeption. Diese ist die Arbeitsgrundlage für die neun ausgewählten Modellvorhaben, die im Dezember 2015 starteten und sich fortan mit Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterentwicklung der bestehenden Gewerbegebiete auseinandersetzen werden.

Nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Gewerbegebiete reicht von der zukunftsfähigen Strukturanpassung in (Klein)Gewerbegebieten über die integrierte Weiterentwicklung von Gewerbemischgebieten bis zum Strukturwandel in Gewerbe- bzw. Industriegebieten. Angesichts komplexer Problemlagen in den Gewerbegebieten sind integrierte Projektansätze gefragt, die die unterschiedlichen Herausforderungen im Bereich des Nutzungswandels, der städtebaulichen Integration, des Umweltschutzes und Klimawandels, der lokalen Wertschöpfung und Beschäftigung sowie sozio-kultureller Angebote umfassend angehen.

Die Handlungsansätze sind aufgrund der integrativen Ausrichtung des Forschungsfeldes breit gefächert:

Handlungsansätze
1. Übergreifende Handlungsansätze
1.1 Stadtregionale und gesamtstädtische Integration: Einbindung der Überlegungen / Planungen zur Weiterentwicklung des Gewerbegebiets in ein regionales und/oder gesamtstädtisches Konzept
1.2 Städtebauliche Erneuerung: Städtebauliche Qualifizierung und (Re)Integration des Gebietes, Freiraumentwicklung, Vernetzung der Freiräume bzw. mit angrenzenden Quartieren
1.3 Flächenentwicklung: Optimierung der Nutz- und Verfügbarkeit von Flächen im Gebiet, Flächen- und Leerstandsmanagement bzw. -monitoring

2. Sektorale Handlungsansätze
2.1 Wirtschaftliche Entwicklung: Stärkung der Wirtschaftsstruktur des Gebiets, Ansiedlungsstrategie, Anpassung an zukünftige Bedarfe, Standortprofilierung, Image- und Markenbildung
2.2 Verkehr: Verbesserung der verkehrlichen Anbindung, Reduktion der Verkehrsbelastung, Verbesserung der Erreichbarkeit
2.3 (Nah-)Versorgung und soziale Infrastruktur: Stärkung von Nahversorgung, gastronomischem Angebot und sozialer Infrastrukturen
2.4 Informations- und Telekommunikationsinfrastruktur: Verbesserung der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur
2.5 Ressourceneffizienz und Klimaschutz: Reduzierung des Energieverbrauchs, Förderung des Einsatzes bzw. der Gewinnung regenerativer Energien im Gebiet, Reduzierung des Abfallaufkommens im Gebiet; Erhöhung der Wiederverwendungsquote
2.6 Risikovorsorge und Klimaanpassung: Risikovorsorge vor den Folgen des Klimawandels sowie im Hinblick auf Störfallrisiken, Anpassung an den Klimawandel
2.7 Umwelt- und Naturschutz: Entschärfung von Nutzungskonflikten Reduzierung von Geruchs-, Lärmbelastung oder Luftverschmutzung, Umgang mit Altlasten

3. Prozess- und akteursbezogene Handlungsansätze / Governance
3.1 Politische Einbindung und verwaltungsinterne Kooperation: Stellenwert und Einbindung in die Stadt(entwicklungs)politik
3.2 Kommunikation und Beteiligung: Beteiligung von Unternehmen / Eigentümern, Beschäftigten, Be-/ Anwohnern, Schlüsselakteuren bei Planungen und Maßnahmenentwicklung
3.3 Kooperation und Netzwerke: Aktivierung von Unternehmern / Eigentümern sowie von Schlüsselakteuren, Netzwerkaktivitäten
3.4 Gebietsmanagement: Koordination zentraler Handlungsfelder und Akteure


Von den Modellvorhaben werden gebietsbezogene Vorarbeiten, Analysen und konzeptionelle Zugänge erwartet, die dem integrativen Entwicklungsansatz Rechnung tragen und möglichst viele Handlungsansätze zu einer Gesamtstrategie für das betreffende Gewerbegebiet zusammenführen. Daraus sind operative Maßnahmen abzuleiten, die im Rahmen des Forschungsfeldes durchzuführen und auszuwerten sind.

Die prozessbegleitende Kommunikationsarbeit umfasst forschungsfeldinterne Projektwerkstätten sowie fachöffentlichen Fachtagungen und Publikationen. Die ein- und anderthalbtägigen Projektwerkstätten finden ein- bis zweimal im Jahr an wechselnden Orten von Modellvorhaben statt. Fachtagungen sind abhängig vom inhaltlichen Fortschritt des Forschungsfeldes zu Beginn und am Ende geplant. Publikationen zum Forschungsfeld werden nach Bedarf und zum Abschluss, die kurzen ExWoSt-Informationen werden regelmäßig herausgegeben.

Die Forschungsfeldkonzeption steht Ihnen hier als Download zur Verfügung:

Zusatzinformationen

  • Logo zum ExWoSt-Forschungsfeld Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten

Kontakt

Bernd Breuer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2268
Mechthild Renner
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2323