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Aktive Mobilität in städtischen Quartieren

Konzept

Das Studiendesign ist in drei Stufen unterteilt:

Entwicklung von Schwerpunkten, Aufruf und Auswahlkonzept für die Modellvorhaben

Wesentliche Ziele des ExWoSt-Forschungsfeld sind die Verbesserung der Lebens- und Umweltqualität in Stadtquartieren, die Erleichterung von Multimodalität, ein stadtverträgliches Miteinander unterschiedlicher Mobilitätsformen, die Aufwertung benachteiligter Quartiere, die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie die Gesundheitsförderung durch aktive Mobilitätsformen.

Der Schwerpunkt der Modellvorhaben soll auf der Umsetzung liegen. Investive Maßnahmen sollen entsprechend der Ausschreibung explizit möglich sein. Räumlich sollen sich die Modellvorhaben auf zentrumsnahe Quartiere konzentrieren. Ferner stellen quartiersbegrenzende Hauptverkehrsstraßen eine Herausforderung im Hinblick auf die Durchlässigkeit und Querungsfähigkeit für Fußgänger und Radfahrer dar und sollen unter diesem Aspekt in die Modellvorhaben eingebunden werden.

Aufbauend auf diesen Zielen und Schwerpunkten soll das Konzept für die Modellvorhaben – einschließlich eines Wirkungsmodells, das auch für Evaluationszwecke herangezogen werden kann – konkretisiert und verfeinert werden. Es soll dabei Beteiligte, Betroffene, Maßnahmenvorschläge und angestrebte Wirkungszusammenhänge benennen sowie spezielle akteursbezogene Handlungsansätze und deren Effekte qualitativ und (falls empirisch belegbar) quantitativ abschätzen können. Dabei soll der Experimentiergrad hoch sein. Neben kostengünstigen, schnell umsetzbaren Maßnahmen sind flankierend auch die Schaffung neuer Mobilitätsangebote sowie die Durchführung infrastruktureller Maßnahmen gefragt. Sie können dazu beitragen, die Wirkungen solcher Ansätze zu steigern. Bei der Bewertung der Modellvorhaben wie auch im Wirkungsmodell sind diese Komponenten abzuprüfen und zu integrieren, um die Wirkungsbeiträge sowie fördernde und hemmende Konstellationen erkennen zu können.

Vorbewertung der Modellvorhabenkonzepte

Auf Basis der in Formularform eingegangenen Konzepte, der erarbeiteten Ziele und Kriterien, sowie des erarbeiteten und mit BBSR sowie BMUB abgestimmten Bewertungs- und Auswahlkonzeptes erarbeitet die Forschungsassistenz ein Raster für die Vorbewertung und stimmt dieses mit BBSR und BMUB ab. Die eingegangenen Bewerbungen der Städte werden dann nach einer Vorbewertung und Bereisung durch eine Jury abschließend bewertet und ausgewählt.

Betreuung, Erfahrungsaustausch und Coaching von Modellvorhaben

Die Forschungsassistenz wird ab dem Jahr 2017 in engem Kontakt zu den Modellvorhaben stehen und die Modellvorhaben neben der administrativen Betreuung vor allem inhaltlich mit praxisorientierten, wissenschaftsbasierten Hinweisen und Anregungen zur Anwendung der StVO und den zugehörigen Verwaltungsvorschriften sowie zu einschlägigen Regelwerken beraten.

Forschungsleitfragen (Auswahl)

  • Wie können Stadtentwicklungs- und Verkehrsplanung auf Stadtteil- und Quartiersebene im Sinne der Leipzig Charta und einer integrierten Stadtentwicklungs- und Mobilitätsplanung derart verknüpft werden, dass maßgebliche Effekte zur Verbesserung von Lebens- und Umweltqualität entstehen?
  • Wie kann aktive Mobilität gestärkt werden, um die Lebensqualität in Stadtquartieren zu verbessern?
  • Wie können bestehende Quartiere effizient und kostengünstig umgestaltet werden, um aktive Mobilität besser zu fördern?

Zusatzinformationen

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Kontakt

Melanie Schade
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2235