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Green Urban Labs

Konzept

Modellvorhaben

Herzstück des Projekts sind Modellvorhaben in verschiedenen Städten. Auf lokaler Ebene und in kommunaler Trägerschaft erproben die Modellvorhaben innovative Ansätze und kreative Konzepte, die das Stadtgrün stärken. Und das in vielerlei Hinsicht: Sie setzen sich mit Themen wie "grüner Infrastruktur", "Multicodierung" und "Umweltgerechtigkeit" auseinander. Sie knüpfen neue Partnerschaften und testen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Sie widmen sich übergeordneten Verfahren der Planung oder sind direkt im Stadtteil angesiedelt. Sie stellen sich Herausforderungen wie der Finanzierung. Und sie nehmen neue Nutzungen und Funktionen des Stadtgrüns sowie die Bedürfnisse der Stadtbewohnerinnen und -bewohner in den Blick. Thematisch sind sie also breit angelegt. Was die Modellvorhaben eint, ist ihr experimenteller Ansatz. In den "grünen Stadtlaboren" ist es ausdrücklich erwünscht, innovative Ansätze auszutesten.

Leitfragen

Die einzelnen Modellvorhaben sollen zusammen folgende Forschungsleitfragen beantworten:

  1. Welchen Stellenwert hat urbanes Grün im Kontext der integrierten Stadtentwicklung?
  2. Wie kann die grüne Infrastruktur Städte für ihre künftigen Herausforderungen qualifizieren?
  3. Wie lässt sich die Position urbanen Grüns in städtischen Abwägungs- und Aushandlungsprozessen verbessern?
  4. Wie kann die Umweltgerechtigkeit in benachteiligten Stadträumen verbessert werden?
  5. Wie können Grün- und Freiräume multicodiert gestaltet werden?
  6. Wie wirken sich finanzielle Rahmenbedingungen der Kommune auf urbanes Grün aus?
  7. Welche Rolle können zivilgesellschaftliches Engagement und das Wechselspiel privater und öffentlicher Verantwortung bei der Entwicklung und Unterhaltung von Grün- und Freiräumen spielen?

Die "Green Urban Labs" stehen in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten des Bundes zur Stärkung des Stadtgrüns. Sie sind eine Maßnahme im Weißbuch "Stadtgrün" und Teil des Forschungsclusters "Grün in der Stadt". Die Entscheidungen über die konkrete Umsetzung der Grünraumentwicklung liegen maßgeblich auf kommunaler Ebene. Im Projekt sind die Kommunen aufgefordert, praxisnahe und anwendungsorientierte Lösungen zu formulieren und zu erproben und damit weitere Impulse zu setzen, die urbanes Grün auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene fördern.

Ablauf und Wissenstransfer

Mittels eines öffentlichen Projektaufrufs waren Kommunen aufgefordert, sich für Modellvorhaben zu bewerben. Es wurden 26 Interessenbekundungen eingereicht. In zwei Runden wählte das Projektteam zwölf Modellvorhaben aus.

In ihrer etwa dreijährigen Laufzeit werden die Modellvorhaben nicht nur konzeptionell arbeiten. In allen "grünen Stadtlaboren" haben die praktische Erprobung von innovativen Ansätzen sowie der (öffentliche) Dialog mit verschiedenen Akteursgruppen einen hohen Stellenwert. Neben ihrer Arbeit vor Ort sollen sich die Modellvorhaben miteinander vernetzen und den Austausch untereinander pflegen. Hierzu führt das Projektteam Erfahrungswerkstätten durch, die es ermöglichen, voneinander zu lernen und die Fortschritte und Schwierigkeiten zu reflektieren. In mehreren Veranstaltungen werden (Zwischen-)Ergebnisse präsentiert und mit der Fachöffentlichkeit diskutiert. Zum Abschluss des Projekts bereitet das Projektteam die Ergebnisse in einer Publikation auf.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308