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Modellvorhaben Freie Hansestadt Bremen: Naherholungspark Bremer Westen

Naherholungspark Bremer Westen Naherholungspark Bremer WestenQuelle: Georg Heinemann

Ausgangslage

Seit Jahren befinden sich die großen Kleingartengebiete im Bremer Westen im Umbruch. Es zeigen sich einige Missstände: Leerstand, Verwahrlosung, illegale Müllablagerungen, schlechte Anbindung an die bebauten Ortsteile, unklares Wegenetz, mangelnde Attraktivität. Auf der anderen Seite bietet das Gebiet ein hohes Potenzial für die Naherholung, insbesondere für die angrenzenden Stadtteile Walle und Gröpelingen, die unzureichend mit öffentlichen Grünflächen versorgt sind: Gärtnern auf der Parzelle, Baden im Waller Feldmarksee, Erholung und Wassersport am Maschinenfleet, Spazierengehen und Fahrradfahren auf Wegen abseits des Straßenverkehrs.

Zwischenergebnisse

Seit Juli 2017 treibt eine Mitarbeiterin des Fachamts beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Gebiet voran. Die Akteure haben großes Interesse, sich an der Sicherung und Aufwertung des Gebietes zu beteiligen Inzwischen trägt das Gebiet den Namen „Grüner Bremer Westen“ mit eigenem Logo und Webauftritt. Gemeinsame Aktionen wie das erste Frühsommerfest Anfang Juni 2018 stärken den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Mitwirkenden.

Neben diesen aktivierenden Maßnahmen hat die Stadt auch erste bauliche Maßnahmen realisiert: Rundwege und Zugänge, Obstbaumwiesen und Aufenthaltsmöglichkeiten erhöhen die Attraktivität des Gebietes für die Bewohner der angrenzenden Stadtteile.

Außerdem zeigte eine erste Untersuchung der Fleete durch die Hochschule Bremen, dass der Grüne Bremer Westen Rückzugs- und Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna ist: hier konnten bedrohte Fischarten nachgewiesen werden. Dies gilt als ein wichtiges Qualitätskriterium für die angestrebte ökologische Aufwertung.

Ziele und Konzept

Die Stadt Bremen will langfristig einen Naherholungspark im Bremer Westen entwickeln. Das Gebiet soll von Bebauung freigehalten, die Qualitäten der großen Freiräume gesichert und herausgearbeitet werden. Ein multifunktionaler Freiraum soll entstehen, in dem sich die Funktionen synergetisch ergänzen oder überlagern:

  • Flächen für urbanes Gärtnern und urbane Landwirtschaft
  • Projekte für die soziale Integration und Teilhabe
  • Freiflächen für Begegnung, Erholung, Gesundheitsvorsorge und Sport
  • Naturräumliche Elemente für die Naturerfahrung, v.a. Gewässer und Wald
  • Biotopvernetzung und Biodiversität

Beteiligte

  • Verwaltung der Freien Hansestadt Bremen
  • Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V.
  • private Akteure und Initiativen
  • Naturschutzverbände
  • Umweltbildungsakteure
  • Bremer Flüchtlingsrat
  • Früh- und Schulbildung, Kitas, Schulen sowie außerschulische Bildung (Quartiersbildungszentrum)


Ansprechpartner

Freie Hansestadt Bremen, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Lisa Hübotter
Tel.: 0421/3619582
E-Mail: lisa.huebotter@umwelt.bremen.de

Thomas Knode
Tel.: 0421/36196045
E-Mail: thomas.knode@bau.bremen.de

Zusatzinformationen

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Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308