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Ausweitung des kommunalen Wohnungsbestandes als wohnungspolitische Strategie

Konzept

Forschungskonzeption

Für die Untersuchung wird ein differenziertes Methodenset angewendet:

  • Dokumentenanalysen (Aufbereitung des Wissens-/Forschungsstands zu kommunalen Strategien der Wohnungsversorgung, zu Gemeinwohlorientierung und zu Strategien der Bestandserweiterung der Kommunen)
  • quantitative Auswertungen (Kommunalbefragung des BBSR und flankierende Erhebungen zur Identifizierung von Wohnungsmarktsituationen und Wohnungsmarktstrategien und zur Beschreibung der Maßnahmen der Bestandserweiterung)
  • Vor-Ort-Erhebungen (leitfadengestützte Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen und der Wohnungsunternehmen)
  • qualitative empirische Sozialforschung (Validierung/Vertiefung der abgeleiteten Erkenntnisse)

Das "Herz" des Projektes ist die Untersuchung von 20 Fallstudienstädten, in denen die Erhebung von vergleichbaren Fakten mit der Aufzeichnung von praktischen Erfahrungen verbunden wird. Dadurch sollen grundsätzliche Strategien der Ausweitung kommunaler Wohnungsbestände herausgearbeitet werden. Ebenso soll der Umsetzungsprozess transparent aufbereitet werden.

In dem Forschungsansatz werden Kommunen und kommunale Wohnungsunternehmen gleichermaßen betrachtet. Insbesondere letztere werden – in Abgrenzung zu anderen Wohnungsvermietern – meist als eine homogene Gruppe angesehen. Wie alle Unternehmensformen weisen sie aber deutliche Binnendifferenzierungen auf, die für die Frage der Übertragbarkeit von Strategien, der Kultur der Zusammenarbeit oder auch der Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle spielen.


Projektstufen

Ablaufschema mit den einzelnen Projektstufen ProjektstufenQuelle: Deutsches Institut für Urbanistik / Regiokontext


Forschungsleitfragen

Die Leitfragen des Forschungsvorhabens richten sich einerseits auf die Rahmenbedingungen, unter denen Bestandsausweitungen kommunaler Wohnungsbestände stattfinden, und deren konzeptionelle Einbettung. Andererseits wird der konkrete Ausweitungsprozess untersucht.

Rahmenbedingungen, Strategien und Handlungsweisen der Kommunen:

  • Welche Charakteristika – hinsichtlich des Wohnungsmarktes, aber auch der konzeptionellen Vorarbeiten – weisen die Kommunen auf, die ihren kommunalen Mietwohnungsbestand ausweiten? Gab es Veränderungen in Umgang und Bedeutung der kommunalen Wohnungsbestände in den letzten Jahren? (Volatilität des Themas, auch Neugründung von kommunalen Wohnungsunternehmen)
  • Welche Ziele und Begründungen werden angegeben? Wie werden Ausweitungsziele operationalisiert? (Anteil am Gesamtwohnungsbestand, Orientierung an Nachfrage)
  • Welche Voraussetzungen müssen geschaffen, welche Qualitäten gefordert werden? (aktive Bodenpolitik, Förderprogramme, Mietpreise, Zielgruppen, Bindungen)
  • In welchem Verhältnis steht die Ausweitung kommunalen Wohnraums zu anderen Strategien der Kommune wie Belegungsrechtsankauf oder auch der Kooperation mit anderen Wohnungsanbietern?
  • (Wie) Ist die Ausweitung des kommunalen Wohnungsbestands in übergreifende Strategien und Konzepte wie bodenpolitische Beschlüsse, Wohnraumversorgungskonzepte, Demografiekonzept, Strategieplan Wohnen etc. eingebettet?

Prozess der Bestandsausweitung:

  • In welchem Umfang wird der kommunale Wohnungsbestand ausgeweitet? Welche Rolle spielen die verschiedenen Formen der Bestandausweitung?
  • Wie arbeiten Kommune und Wohnungsunternehmen zusammen?
  • Welche Charakteristika weisen konkrete Bestandsausweitungen auf? (Art der Ausweitung, Verortung, Zielgruppen und Marktsegmente, Mietpreisniveau, Anteil Belegungs-/Mietpreisbindungen)
  • Wie werden Bestandsausweitungen finanziert? Welche Rolle spielen Fördermittel?

Zusatzinformationen

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Kontakt

Gudrun Claßen
Referat II 13 - Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
Tel.: +49 228 99401-1505