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Ausweitung des kommunalen Wohnungsbestandes als wohnungspolitische Strategie

Ergebnisse

Auswahl der Fallstudien

Im Vorfeld der Fallstudienuntersuchungen wurde eine Kurzbefragung zu kommunaler Wohnungspolitik und Ausweitungspraxis der kommunalen Wohnungsbestände durchgeführt. Adressaten der Kurzbefragung waren wohnungspolitisch aktive Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten. Die Befragung diente einerseits der Gewinnung und Verifizierung von Informationen zu wohnungspolitischen Strategien und Maßnahmen. Andererseits wurde die Bereitschaft zur Teilnahme an der Fallstudienuntersuchung abgefragt.

Von den 72 angeschriebenen Kommunen beteiligten sich 39 an der Umfrage. Auf Basis der zusammengetragenen Informationen wurden die 20 Fallstudien ausgewählt (siehe Karte unten). Die Auswahlkriterien setzen sich aus Anforderungen an die einzelne Kommune sowie Anforderungen an die Gesamtauswahl zusammen. Dazu zählen:

  • Ausgewogene Verteilung der Kommunen über das Bundesgebiet:
    Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Strategien unterschiedlicher Kommunen und kommunaler Wohnungsunternehmen zu identifizieren und strukturieren. Eine möglichst gleichmäßige Verteilung über das Bundesgebiet ist deswegen elementar, um regionale Sondereffekte ausschließen zu können.
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Stadtgrößen:
    Im Sinne des Wissenstransfers sollen zudem große, mittelgroße und kleine Städte betrachtet werden, um für eine Bandbreite von Kommunen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zu können.
  • Aktive Wohnungs- oder Stadtentwicklungspolitik:
    Die Kommunen versuchen auf verschiedenen Wegen, den Wohnungsmarkt zu beeinflussen. Nur Kommunen mit aktiver Wohnungs- oder Stadtentwicklungspolitik können auch über die Wirksamkeit und ihre Erfahrungen mit Instrumenten und Ansätzen berichten.
  • Betrachtung von kleinen Städten und Städten mit geringen kommunalen Wohnungsbeständen:
    Gerade recht kleine Städte oder Städte mit geringen kommunalen Wohnungsbeständen sehen sich häufig mit geringen Einflussmöglichkeiten am Wohnungsmarkt konfrontiert. Da hier in den letzten Jahren erhebliche Wohnungsmarktdynamiken zu verzeichnen sind, erhalten die Erfahrungen der aktiven Kommunen eine zunehmende Relevanz als Orientierung für andere Kommunen.
  • Neugründung eines kommunalen Wohnungsunternehmens:
    Es ist zu früh, von einer neuen Gründungswelle kommunaler Wohnungsunternehmen zu sprechen, aber die Zahl der Neugründungen nimmt stetig zu. Damit bieten die kommunalen Erfahrungen in der Umsetzung – aber auch die Reflektion der politischen Entscheidungen im Vorfeld – einen wichtigen Einblick.

Die Fallstudien fungieren als Quelle von Praxiswissen und -erfahrungen zu Steuerung und Wirkung kommunaler Wohnungsbestände in den lokalen Wohnungsmärkten. Von September 2018 bis Februar 2019 finden die Untersuchungen in den Fallstädten statt. Es werden vertiefende Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalverwaltung, der kommunalen Wohnungsunternehmen sowie weiteren Wohnungsmarktakteuren geführt.

Deutschlandkarte mit Lage der 20 Fallstudienstädte FallstudienLage der 20 Fallstudienstädte Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik

Zusatzinformationen

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Kontakt

Gudrun Claßen
Referat II 13 - Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
Tel.: +49 228 99401-1505

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