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Zwischenevaluierung des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt"

Ergebnisse

Die Ergebnisse der bundesweiten Zwischenevaluierung zeigen, dass das Programm Soziale Stadt notwendig und in seiner grundsätzlichen Orientierung richtig ist. Den Städten bietet sich mit dem Programm ein Instrumentarium, das über die klassische Städtebauförderung hinausgeht und integrierte Ansätze zur Quartierspolitik ermöglicht. Die Kommunen haben dieses Angebot zum großen Teil in innovativer und produktiver Weise aufgegriffen. Zwar kann das Programm die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in den betroffenen Stadtteilen allein nicht lösen, doch wird übereinstimmend aus den Ländern und Kommunen berichtet, dass überall dort, wo das Programm eingesetzt wird, erkennbar etwas in Bewegung gekommen ist.

Die Städte haben neue Formen der Ressortkooperation und Vernetzung sowie der Beteiligung und Aktivierung von Bewohnern entwickelt. Als wesentlich und unverzichtbar haben sich nach Auffassung der Gutachter die Quartiersmanagements erwiesen, deren Arbeit verstetigt werden sollte. Verbesserungen konnten zudem im Bereich des Wohnumfelds und der sozialen Infrastruktur erreicht werden, was zugleich positive Auswirkungen auf das Image und die Selbstwahrnehmung in den Gebieten hatte.

Die Zwischenevaluierung zeigt jedoch auch Hemmnisse der Programmumsetzung und Ansatzpunkte zur Verbesserung der zukünftigen Programmgestaltung auf. Nach der erfolgreichen Implementierung des Programms gilt es, mit neuen Aktivitäten in Bund und Ländern den integrativen Programmansatz zu optimieren, um die quartiersbezogene Koordinierung aller stadtentwicklungspolitisch relevanten Politikfelder und Förderungsprogramme zu verbessern. Dabei sollten zukünftig die Handlungsfelder Bildung, Integration sowie Lokale Ökonomie und Beschäftigung deutlicher in den Mittelpunkt gestellt werden. Das Programm Soziale Stadt sollte weiterhin als ein "lernendes Programm" organisiert werden. Neben einer fundierten Strategieentwicklung gewinnt hierfür ein kontinuierliches Monitoring an Bedeutung.

Die Ergebnisse der Zwischenevaluierung wurden veröffentlicht und stehen als Download zur Verfügung (siehe Veröffentlichungen).

Ebenso liegt die Stellungnahme der Experten-/Steuerungsgruppe als Download vor. Sie wurde im Rahmen des zweiten Fachpolitischen Dialogs zur Sozialen Stadt im Oktober 2004 vorgestellt.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Martina Kocks
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-2321

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