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Lebenswerte Innenstädte

Innenstädte sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der Identifikation. Daher müssen durch Funktionsverluste geschwächte Innenstädte und Zentren stabilisiert und mit neuem Leben gefüllt werden. Sie sind als Orte für Arbeiten, Bildung, Wohnen und Freizeit, mit Raum für Handel und Kultur, für Aufenthalt und Begegnung weiterzuentwickeln. Gesucht und aufbereitet wurden besonders innovative Projekte und Aktivitäten lokaler Träger.
Projektlaufzeit Juli 2005 - Juli 2007

Ausgangslage und Anlass

Nachhaltige Stadtentwicklung, qualitätsfördernde Stadtgestaltung und bestandssichernde Stadterneuerung tragen zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entfaltung der Gesell-schaft bei. Dabei spielen unsere Innenstädte eine herausragende Rolle als Zentren der Gesellschaft, des Handels, der Dienstleistung und Kultur einer Stadt.

In den letzten Jahren haben die städtischen Zentren dynamische Entwicklungen durchlaufen und dabei teils erhebliche Funktionsverluste hinnehmen müssen. Beispielsweise ist in großem Umfang zusätzliche Verkaufsfläche entstanden. Zu den Folgen gehören sinkende Flächenproduktivität, eine Verschärfung der Konkurrenz und schließlich eine Verdrängung des mittelständischen Facheinzelhandels. Im Ergebnis verlieren die Innenstädte an Funktions- und Angebotsvielfalt.

Zielsetzung

Vor diesem Hintergrund sind neue und verstärkte Anstrengungen nötig, die Standorte in Innenstädten und Nebenzentren mit neuem Leben zu erfüllen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Vielfalt und Attraktivität der Zentren zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Zusammenhalts der Stadt als Gemeinwesen müssen öffentliche Hand, Wirtschaft und Bürger zusammen wirken. Neue Impulse für die Innenstadtentwicklung sind erforderlich.

In der Praxis zeichnen sich bereits Aktivitäten für lebenswerte Innenstädte ab. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) initiierten den Projektaufruf „Lebenswerte Innenstädte – Initiativen, die bewegen!“, um gute Beispiele der Innenstadtentwicklung zusammenzutragen. Die Initiative wurde unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft der für das Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen zuständigen Minister der Länder (ARGEBAU), dem Deutschen Städtetag (DST), dem Städte- und Gemeindebund (DStGB), dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels e.V. (BAG).

Ein besonderes Augenmerk wurde auf solche lokalen Initiativen und Aktivitäten gerichtet, die verschiedene Handlungsschwerpunkte miteinander verknüpfen, aber mindestens einem der folgenden Aktionsfelder zuzuordnen sind:

  • Einzelhandel, Innenstadt- und Standortmarketing
  • Kultur und Bildung
  • Öffentlicher Raum und Sicherheit
  • Regionale Kooperation

Die Aufbereitung nachahmenswerter Beispiele soll dem Informations- und Erfahrungstransfer dienen. Auf diese Weise werden Kenntnisse über Art, Ziele, Vorgehen, Akteure und Wirksamkeit der Innenstadtprojekte gewonnen und Anregungen aus der Praxis für die Praxis der Innenstadtentwicklung vermittelt. Die Projektdokumentation mit 25 guten Beispielen gibt einen Überblick über innovative Ansätze auf lokaler Ebene und übertragbare Schlussfolgerungen für lebenswerte Innenstädte.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war die FIRU mbH.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Mechthild Renner
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2323
Bernd Breuer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2268