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Engagement im Quartier

Dem freiwilligen Engagement von Bürgerinnen und Bürgern kommt in Deutschland eine zentrale Bedeutung für die Bewältigung von Zukunftsaufgaben zu. In der Studie wurde vor diesem Hintergrund untersucht, welchen Beitrag freiwilliges Engagement zur Förderung von Integration und Bildung in sozial benachteiligten Quartieren leisten kann.

Projektlaufzeit: August 2013 - März 2015

Ausgangslage

Keine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen (Demografischer Wandel, Integration von Zuwanderern, Reform des Bildungssystems, Stärkung der lokalen Demokratie) kann ohne die aktive Beteiligung und das freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger erfolgreich bewältigt werden. Diese Erkenntnis spiegelt sich inzwischen in vielen Konzepten und Strategien des Bundes wider, vom Nationalen Integrationsplan (2007) über den Nationalen Aktionsplan Integration (2011) bis zur Demografiestrategie der Bundesregierung (2012). In der Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung (2010) wird das Leitbild einer "lebendigen Bürgergesellschaft" entworfen, der eine Schlüsselbedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft, die Gewährleistung von Chancengleichheit und die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zugeschrieben wird.

Konzepte, Strategien und Programme der Stadtentwicklungspolitik wie insbesondere das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" sehen einen hohen Grad an Engagement und Beteiligung der lokalen Akteure vor. Studien zur lokalen Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in sozial benachteiligten Stadtteilen zeigen zudem, wie intensiv und vielfältig das Engagement ist. Sie zeigen aber auch, dass viele Formen des Engagements ein hohes Maß an Eigensinn haben und sich vorrangig auf die eigene Lebenswelt beziehen. Trotzdem trägt lokales Engagement wesentlich zur soziokulturellen Stabilisierung und Entwicklung benachteiligter Stadtteile bei. Und es bildet die Grundlage für Steigerungen des Engagementpotenzials. Es zeigt sich aber auch, wie wichtig begünstigende Rahmenbedingungen und lokale Ermöglichungsstrukturen für die Erschließung von Engagementpotenzialen und die Verstetigung des Engagements sind.

Ziel

Vor diesem Hintergrund sollte in einer Studie untersucht werden, welche Bedeutung bürgerschaftliches Engagement vor Ort insbesondere in den Bereichen Integration und Bildung für die Entwicklung von sozial benachteiligten Quartieren hat Welches Engagement kann in diesen Bereichen besonders hilfreich sein und zugleich die Stadt(teil)entwicklung sinnvoll ergänzen? Außerdem sollte es in der Untersuchung um die Frage gehen, ob und wie durch bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund diese stärker gesellschaftlich integriert werden können.

Auftragnehmer war Dr. Frank Gesemann vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI).

Zusatzinformationen

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Kontakt

Juliane Wagner
Referat I 4 - Städtebauförderung, Soziale Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2335