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Regionale Baukultur und Tourismus

Regionale Baukultur und Tourismus sind bisher weitgehend zwei Welten, zwischen denen es nur wenig Kommunikation und Austausch gibt. Das ist erstaunlich, denn beide könnten viel von einer strukturierten und zielgerichteten Zusammenarbeit profitieren. Wie das genau aussehen könnte, war Gegenstand dieses Forschungsprojektes.

Projektlaufzeit: Januar 2014 – März 2015

Ausgangslage

Regionale Baukultur ist ein wichtiges Thema und eine Chance: Sie ist ein Konzept gegen Beliebigkeit, Austauschbarkeit und Banalisierung in Architektur und Städtebau und Teil einer erstarkenden Qualitätsdebatte für unsere Städte, Dörfer und Kulturlandschaften. Erstaunlich selten wird aber regionale Baukultur im Zusammenhang mit Tourismus und Destinationsmanagement betrachtet. Gerade die ländlichen Regionen in Deutschland besitzen ein großes touristisches Potenzial. Dieses Potenzial ist allerdings nicht überall ausreichend wahrgenommen und aktiviert worden (vgl. Ressortforschungsstudie "Baukultur in ländlichen Räumen"), während man im Bereich des Städtetourismus die Potenziale längst erkannt hat.

Dabei sprechen viele gute Gründe dafür, dies zu ändern, denn gerade in ländlichen Räumen kann ein lebendiger Tourismus die Lebensqualität erhöhen und die wirtschaftliche Wertschöpfung in bzw. aus der Region bewahren. Doch welche Rolle kann dabei (regionale) Baukultur spielen?

Dächer des historischen Dorfkerns in Vals, Kanton Graubünden in der SchweizHistorischer Dorfkern (Vals, Kanton Graubünden in der Schweiz) Quelle: HJP Planer

Ziel

In diesem Forschungsprojekt wurde untersucht, wie das Zusammenspiel von Baukultur und Tourismus neue Impulse für die Entwicklung des ländlichen Raums setzen könnte. Regionale Baukultur kann eine doppelte Funktion erfüllen: Zum einen wird die Attraktivität von Destinationen gesteigert, zum anderen kann Nachfragedruck aus dem Tourismus als Impuls genutzt werden, um bauliche Qualität zu erzeugen. Bestehende Kooperationen von Tourismusfachleuten bzw. Baukulturexperten wurden gesammelt und ausgewertet, um zu analysieren, was man daraus lernen kann und wie eine gewinnbringende Zusammenarbeit entsteht.

Den Kern der Studie bildet die tief gehende Untersuchung ausgewählter gelungener Beispiele für gutes Planen und Bauen in ländlichen Regionen in Deutschland, die touristisch genutzt bzw. in Wert gesetzt worden sind.
Das qualitätsvolle, neue Bauen auf dem Land soll mit dieser Studie gefördert werden.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes waren Heinz Jahnen Pflüger – Stadtplaner und Architekten Partnerschaft, Aachen (HJPplaner) und COMPASS GmbH, Köln.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Anca-Maria Carstean
Projektgruppe ZIP: Zukunftsinvestitionsprogramm
Tel.: +49 228 99401-1653