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Beteiligungsverfahren für Zuwanderer

Mit dem Forschungsvorhaben "Beteiligungsverfahren für Zuwanderer" wurde ein bedeutsames Thema der integrierten Stadtentwicklung ins Blickfeld gerückt. Im Mittelpunkt der Studie standen die Quartiere des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt". Es wurde den Fragen nachgegangen, wie Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte besser an der Stadt(teil)entwicklung beteiligt werden können und wie es gelingt, dass unterstützende Bildungs- und Beratungsangebote kommunaler und freier Träger von ihnen gleichberechtigt genutzt werden.

Projektlaufzeit: Oktober 2015 – April 2017

Ausgangslage

Die Partizipation der Bewohnerschaft an den Entwicklungsprozessen benachteiligter Stadtquartiere und die Mitwirkung an Planungs- und Entscheidungsverfahren sind wesentliche Elemente einer sozialräumlich und ressortübergreifend angelegten Stadtentwicklungspolitik. So sind sie im städtebaulichen Förderprogramm Soziale Stadt als zentrale Ziele ausgewiesen.

Seit 1999 haben Kommunen, Quartiersmanagement und lokale Akteure im Programm Soziale Stadt eine differenzierte und unterschiedlich weitreichende Beteiligungskultur erarbeitet, die sie in einem breiten Repertoire von Beteiligungsverfahren und Mitwirkungsformen umsetzen.

Gleichwohl macht der Blick in die Vor-Ort-Praxis deutlich, dass nicht alle sozialen Milieus erreicht werden und insbesondere die Partizipation der Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte (im Folgenden vereinfacht Zuwanderer) noch zu wenig gelingt. Beratungs- und Unterstützungsangebote nehmen sie nicht selbstverständlich wahr, in den Entscheidungsprozessen über ihr Wohn- und Lebensumfeld sind sie nicht angemessen vertreten.

Ziel

Wie vor Ort auf diesen Umstand reagiert wird, welche Wege zu mehr Teilhabe und Beteiligung von Zuwanderern in der Quartiersentwicklung erprobt werden und welche übertragbaren Empfehlungen sich daraus ableiten lassen, wurde im Rahmen der ExWoSt-Studie untersucht. Dabei standen zwei Aspekte im Fokus des Erkenntnisinteresses: Zum einen fragte das Projektteam, wie Einflussnahme und Mitwirkung von Zuwanderern an den Entwicklungs- und Veränderungsprozessen im Quartier gestärkt werden können, zum anderen ging es um die gleichberechtigten Zugänge zu lokalen Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen.


Auftragnehmer der Studie waren das Urbanizers Büro für städtische Konzepte (Marie Neumüllers, Corinna Kennel, Phillip Koller, Pantelis Lekakis–Kerkyraios) und das Büro für Stadtforschung + Sozialplanung (Dr. Ingeborg Beer, Nico Grunze).

Zusatzinformationen

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Kontakt

Dr. Karin Veith
Referat I 4 - Städtebauförderung, Soziale Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2140