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Kreativ aus der Krise

Konzept

Bei der Entwicklung von Modellen zum kreativen Umgang mit Schrumpfung sind Diskurse und real umgesetzte Praktiken eng miteinander verwoben. Der Forschungsansatz war daher von einem kontinuierlichen Austausch und Abgleich zwischen Diskurs und Praxis geprägt.

Zur Sondierung des Forschungskontexts wurden zunächst relevante Konzepte, Diskurse und Studienergebnisse ausgewertet, die Informationen zum intensiv beforschten Feld des Schrumpfens von Städten und Regionen liefern. Außerdem erfolgte eine Querauswertung alternativer Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte in Hinblick auf Stadtentwicklung.

Die darauf basierenden Praxisansätze und -strategien wurden auf ihre Relevanz für schrumpfende Kommunen überprüft. Zudem lieferte ein Expertengespräch wichtige Anregungen für den weiteren Umgang mit den Zwischenergebnissen dieser Recherche. Die aus diesen Arbeitsschritten gewonnenen Erkenntnisse waren Gegenstand eines kontinuierlichen Dialogs mit Fachleuten im Rahmen von leitfadengestützten Interviews und von diskursiven Bereisungen der Städte Dessau, Goslar, Hersbruck, Loitz, Witzenhausen und Wuppertal.

Zeichnung einer abstrahierten Stadtsilhouette von Wuppertal mit Ressourcen und Werkzeugen der Veränderung. Lokale Transformationsansätze in WuppertalLokale Transformationsansätze in Wuppertal Quelle: Urban Catalyst studio

Diese Arbeitsschritte und Statements von Experten mit unterschiedlichem Hintergrund dienten der Vorbereitung einer "Zukunftsplattform", in deren Rahmen mit Transformationsagenten aus den untersuchten Orten und anderen Kontexten sowie Forschern untersucht wurde, wie die Reflexion der vorhandenen Prozesse in die Produktion von Handlungsansätzen und überführt werden könnte.

Empirisches Material lieferten dafür die Forschungsergebnisse aus den Ortsbegehungen sowie die Diskurs- und Praxisscheibe. Ausgehend von der Diskussion einer Fülle von Werkzeugen, die potenziell für das "Planen des Neuen" verfügbar sind, entstanden Ideen für beispielhafte Entwicklungspfade, die auf den jeweiligen Ressourcen fiktiver Modellkommunen basierten.

Anhand dreier fiktiver Modellstädte wurden Ausblicke auf eine Stadtentwicklung jenseits des klassischen Wachstumspfades gewagt. Dabei steht die Verbindung zwischen den endogenen Potenzialen und dem Repertoire an kommunalen Steuerungsmöglichkeiten im Fokus.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Dr. Peter Jakubowski
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2150
Stephan Willinger
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1275