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Smart Cities – Entwicklung eines stadtentwicklungspolitischen Handlungsrahmens

In diesem Projekt wurde untersucht, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die künftige Stadtentwicklung haben kann, welche Chancen sich bieten und welche Risiken bestehen. Auf Basis von vier wissenschaftlichen Expertisen zu ausgewählten Themen und unter Einbindung eines interdisziplinären Arbeitskreises aus Wissenschaft, Wirtschaft und kommunaler Praxis wurden Leitplanken für die künftige Entwicklung von "Smart Cities" abgeleitet.

Projektlaufzeit: September 2015 – Juli 2017

Ausgangslage

Die Digitalisierung verändert rasant alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Smart Phones und Tablets erobern Deutschlands Haushalte. Online-Shopping und Online-Banking ist in der breiten Bevölkerung angekommen. "Allways On" und "Social Media" führen zu neuen Formen von Kommunikation und Unterhaltung. Big-Data-Analysen und "Internet-of-Things" bieten noch ungeahnte Möglichkeiten hinsichtlich Zugang und Nutzung von Daten und Informationen. Disruptive Geschäftsmodelle bedrohen und ersetzen traditionelle Strukturen und stellen Unternehmen aus allen Branchen und zunehmend auch kommunale Politik und Verwaltung vor große Herausforderungen.

So verändert die Digitalisierung auch das Stadtbild: der Einzelhandel leidet unter der Online-Konkurrenz, der öffentliche Nahverkehr wird durch Car- und Ride-Sharing-Modelle ergänzt, Privatwohnungen werden durch Angebote wie z.B. airbnb zur Konkurrenz für Hotels, stehen andererseits dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Digitale Technologien schaffen zudem neue Wege für bürgerschaftliches Engagement für die Städte wie Crowdfunding-Projekte oder FabLabs zeigen.

Viele deutsche Städte und Gemeinden haben die Bedeutung der Digitalisierung für Ihre Zukunftsfähigkeit erkannt. Die strategische Verankerung in der Stadtentwicklung erfolgt jedoch kaum. Es fehlten strategische Leitplanken, an denen sich die Stadtentwicklung auf dem Weg zur Smart City orientieren kann.

Ziel

Ziel des Projekts ist es daher, Eckpunkte für eine "Smart-City-Charta für Deutschland" zu entwickeln, die als ein stadtentwicklungspolitischer Handlungsrahmen für die Zukunft von Städten und Gemeinden dazu beitragen kann, eine qualifizierte und umsetzungsorientierte Fachdebatte zu initiieren.

Es sollte ein Diskurs jenseits des Tagesgeschäfts und unter enger Einbindung von Verbänden, ausgewählten kommunalen Vertretern sowie Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft initiiert werden. Als Zeithorizont wurde das Jahr 2040 zu Grunde gelegt. Im Vordergrund standen dabei die Auswirkungen der Digitalisierung sowie sich daraus ergebende Potenziale und Handlungsmöglichkeiten für Städte in den Bereichen Stadtgesellschaft, Technologie und Stadtökonomie.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Dr. Peter Jakubowski
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2150