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Internationale Bauausstellung (IBA) im Wandel – ein Stadt- und Regionalentwicklungsformat mit (internationaler) Zukunft

Internationale Bauausstellungen (IBA) sind Experimentierfelder der Stadt- und zunehmend auch der Regionalentwicklung und gelten als Markenzeichen nationaler Baukultur. IBA sollen zeigen, wie sich nachhaltige gesellschaftliche Lösungen in qualitätsvoller Weise in den Städtebau und die Stadt- und Regionalentwicklung einbringen lassen – und realisiert werden können. Die Akteure einer IBA experimentieren mit neuen Verfahrenswegen und schaffen Lösungen, die den politischen Raum fordern und fachliche Innovation erzeugen.

Projektstart: September 2018

Ausgangslage

IBA haben eine über 100-jährige Geschichte und dienen besonders in den letzten beiden Dekaden zunehmend nicht mehr nur als Städtebau- und Architekturausstellung, sondern als Format für Prozesse der Stadt- und Regionalentwicklung im Kontext gesellschaftspolitisch relevanter Fragen. National wie auch international steigt die Nachfrage nach innovativen Planungsstrategien und Projekten, die das Label "Internationale Bauausstellung" tragen und so vor Ort und darüber hinaus beispielgebend sind.

Gerade die Zunahme an IBA führt dazu, dass herausragende Anliegen und Kriterien bei ihnen aus dem Blick geraten können und die hohen Qualitätsstandards vor Ort teilweise nicht erfüllt werden. Bei aller Offenheit und Komplexität, die das Format zulässt, ist es gleichermaßen notwendig, sicherzustellen, dass IBA auch als Qualitätslabel mit herausragenden Anliegen und Kriterien erhalten bleibt und als "Königsformat" der Stadt- und Regionalentwicklung promoviert wird.

Hierfür braucht es stets neue Maßstäbe, denn viele Aufgaben der Stadt- und Regionalplanung sind komplexer als früher und eignen sich nicht mehr zum plakativen Aufzeigen von Veränderungen.

Zur Weiterentwicklung von IBA als weiterhin erfolgversprechendes Format der Stadt- und Regionalentwicklung müssen ihre Ansprüche und ihr Grundanliegen, innovativ und experimentell zu sein, stets von neuem diskutiert und ausgehandelt werden.

Ziel

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, das Format und die Marke IBA weiterzuentwickeln und herauszuarbeiten, was sie in Abgrenzung zu anderen Stadt- und Regionalentwicklungsformaten auszeichnet, was sie verspricht und was sie von den Akteurinnen und Akteuren einfordert. Ein diskursiver Erkenntnisgewinn zu Entwicklungsstand und Zukunftsperspektive Internationaler Bauausstellungen soll die langfristige Qualitätssicherung auch einzelner IBA unterfüttern. Als zentraler Baustein dafür dient eine Konferenz am 14. und 15. November 2019, die Themen und Inhalte zur Zukunft der IBA weiter voranbringen soll.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Martina Kocks
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-2321