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Überregionale Partnerschaften – Innovative Projekte zur stadtregionalen Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen großräumigen Verantwortung

Ergebnisse

Mit dem Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) "Überregionale Partnerschaften" untersuchte die Bundesraumordnung ein zentrales Strategieelement der 2006 von Bund und Ländern verabschiedeten Leitbilder der Raumentwicklung. In bundesweit sieben Modellregionen wurden seit Ende 2007 innovative Ansätze zu den Inhalten und zur Steuerung überregionaler Partnerschaften entwickelt und erprobt. Die Modellregionen decken etwas mehr als die Hälfte des Bundesgebietes ab, in ihnen lebt knapp die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands. Städte, Kreise, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Modellregionen arbeiteten im großräumigen Maßstab bei über vierzig Einzelprojekten zusammen, um die Potenziale ihrer Regionen und Teilräume für Wachstum und Innovation zu erschließen. Die Bandbreite der regionalen Ausgangsbedingungen ist ebenso groß wie diejenige der Organisationsmodelle und Schwerpunktthemen. Die jetzt nach nur zweieinhalb Jahren vorliegenden Ergebnisse belegen eindrucksvoll, dass diese neue Kooperationskultur dazu beiträgt, die Entwicklungschancen aller Teilräume zu verbessern.

Es hat sich eindrucksvoll bestätigt, dass sich das Konzept der "Großräumige Partnerschaft" in der Praxis bewähren konnte. Zu dessen Sicherung und Weiterentwicklung, das bestätigen die Erfahrungen aus allen Modellprojekten, bedarf es einer organisatorischen Grundausstattung, die über die übliche Projektorganisation deutlich hinausgeht. Eine Projektorganisation, auch das bestätigen die Erfahrungen des Modellvorhabens, ist bereits deswegen nicht tragfähig, weil die zeitliche Begrenztheit nicht für Überregionale Partnerschaften gelten kann, da diese langfristig angelegt sind. Nur so gelingt es, Partnerschaften zu gestalten, die im Sinne des Leitbildes eins öffentliche und private Interessen für Wachstum und Innovation zusammen führen.

Anders als mancherorts befürchtet, haben die Überregionalen Partnerschaften keinesfalls dazu geführt, in den Regionen bestehende Konkurrenzen zu verschärfen oder neue zu schaffen. Im Gegenteil können Überregionale Partnerschaften durch ihren großräumigen Ansatz zu sach- und ebenengerechten Lösungen beitragen und die Handlungs- und Gestaltungsspielräume der Akteure erhöhen. Gute Beispiele dazu sind in der nur zweieinhalbjährigen Laufzeit des Modellvorhabens in allen Modellprojekten des Forschungsfeldes entstanden. Jetzt kommt es darauf an, die Prozesse zu verstetigen, um auch außerhalb der Sondersituation "Modellvorhaben" die Belastbarkeit und Zukunftsfähigkeit dieses Ansatzes weiter zu überprüfen. Mehrere der Modellregionen sind auf dem Wege, diese Verstetigung vorzubereiten, wobei sie eine weitere Begleitung begrüßen würden.

Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Kontakt

Dr. Rupert Kawka
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1314