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Stadt-Land-Partnerschaften: großräumig – innovativ – vielfältig

Modellregionen

Nach einer beschränkten Ausschreibung wurden von einer Expertenjury die folgenden fünf Regionen mit ihren konkreten Projekten für die Förderung als Modellprojekte ausgewählt.

Karte mit Modellregionen des MORO Stadt-Land-PartnerschaftenModellregionen des MORO Forschungsfeldes Stadt-Land-Partnerschaften

Projektpartnerschaft Nord: Land-Stadt-Allianzen

Region

Der Raumzuschnitt des Projekts entspricht dem der Projektpartnerschaft Nord (vormals MORO Nord). Dieser Raumzuschnitt entspricht dem "weiteren metropolitanen Verflechtungsraum" um die Metropolregion Hamburg und umfasst

  • die Metropolregion Hamburg (MRH): Stadt Hamburg und sechs Kreise in Schleswig-Holstein und acht in Niedersachsen sowie
  • Teilräume in Schleswig-Holstein: Landesteil Schleswig, Kiel Region, Region Lübeck
  • Teilräume in Mecklenburg-Vorpommern: Planungsregionen Westmecklenburg und Mittleres Mecklenburg/Rostock

Projektbeschreibung

Das Projekt "Land-Stadt-Allianzen" in der Projektpartnerschaft Nord führt die im Rahmen des Modellvorhabens "Großräumige Partnerschaft Norddeutschland/Metropolregion Hamburg" (im Weiteren kurz MORO Nord) erfolgreich begonnenen Land-Stadt-Partnerschaft mit den Projekten "Position beziehen", "Aus der Region – Für die Region" und "Heranrücken" fort.

Die in der Modellregion MORO Nord erarbeiteten Inhalte werden wieder aufgegriffen, vertieft und konkretisiert. Ergänzend zur inhaltlichen Weiterentwicklung der Land-Stadt-Partnerschaften wird ein Netzwerkmanagement für Land-Stadt-Kooperationsprojekte aufgebaut.

Regionalökonomische Kreisläufe und Wertschöpfungsketten zwischen ländlichen und städtischen Teilräumen sollen durch die Entwicklung von konkreten Projekten und durch die Erarbeitung eines strategischen Projektes "Netzwerkmanagement für regionale Kooperationsprojekte" gestärkt werden. Wichtigste Inhalte des Projekts "Land-Stadt-Allianzen" sind die Umsetzung von ausgewählten Kooperationsthemen sowie die Bildung von regionalen themenübergreifenden Netzwerken.

Ansprechpartner
Dr. Friedhelm Budde (Referatsleiter 302 Raumordnung u. Landesentwicklung)
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Tel.:0511 120-5951
Fax:0511 120-5967
E-Mail: Friedhelm.Budde@ml.niedersachsen.de

Harald Ottmar (Projektleitung)
Leiter der Regierungsvertretung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
Tel.:04131 15-1301
Fax: 04131 15-1302
E-Mail: Harald.Ottmar@rv-lg.niedersachsen.de

Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg: 100% erneuerbar + effizient:
Ein Energiekonzept der Metropolregion - Kooperation von Stadt und Land

Region

In der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg leben knapp vier Millionen Menschen in zwanzig Landkreisen und kreisfreien Städten. In den 431 Gemeinden der Region lebt knapp die Hälfte der Landesbevölkerung auf etwa einem Drittel der Fläche Niedersachsens. Im Jahr 2005 wurde die Region als lose Kooperation gegründet und dann von der deutschen Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) als Metropolregion von europäischer Bedeutung anerkannt. Im Juni 2009 erfolgte der organisatorische und inhaltliche Neustart als Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg GmbH. Die Gesellschaft wird von derzeit 49 Kommunen, dem Land Niedersachsen, dem Verein Wirtschaft und dem Verein Hochschulen getragen.

Projektbeschreibung

Die Metropolregion verfolgt das Ziel, bis spätestens 2050 den Energieverbrauch zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien zu generieren (100%-EE-Region). Hierdurch sollen nationale und europäische Ziele des Klimaschutzes unterstützt werden. Die EE-Region sieht ihre besondere Stärke im Zusammenspiel von urbanen und industriellen Ballungsräumen sowie von ländlichen Räumen mit großen Potenzialen für eine erneuerbare Energieversorgung.

Das MORO-Projekt "100% erneuerbar + effizient: Ein Energiekonzept der Metropolregion Kooperation von Stadt und Land" entwickelt gemeinsam mit den städtischen und ländlichen Teilräumen in der Metropolregion einen strategischen Ansatz für die lokale Energieplanung und den Ausbau erneuerbarer Energien sowie Energieeffizienz, v.a. im Rahmen von Raumordnungsplanung, Stadtentwicklung und Bauleitplanung.

Das MORO-Projekt

  • identifiziert zunächst alle handlungsrelevanten Akteure für die EnergieRegion,
  • entwickelt eine regionale Planungsvision für die EnergieRegion,
  • untersucht Stärken und Schwächen der Teilräume für den Ausbau von regenerativer Energiegewinnung,
  • bildet Netzwerke und Verantwortungsgemeinschaften der Energieakteure in den Teilräumen, um Planungs- und Umsetzungsebenen frühzeitig in konstruktiven Austausch zu bringen,
  • organisiert den Erfahrungsaustausch
  • untersucht Entwicklungspotenziale für regionale Energieplanung, insbesondere im Hinblick auf die Einbindung unternehmerischer Verantwortung,
  • entwickelt einen Handlungsleitfaden für regionale Energieplanungen,
  • findet sachgerechte Antworten auf die Forschungsleitfragen der MORO-Ausschreibung.

Ansprechpartner
Raimund Nowak (Geschäftsführung
Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH
Herrenstr. 6
30159 Hannover
Tel.:0511 898586-10
Fax:0511 898586-22
E-Mail: Raimund.Nowak@metropolregion.de

Metropolregion Mitteldeutschland: Partnerschaft der Stadtregionen

Region

Der Raumzuschnitt orientiert sich an der Gebietskulisse der themen- und projektbezogenen Zusammenarbeit in der Metropolregion Mitteldeutschland. Die Teilräume und Partner der Modellregion sind in die Arbeitsgruppen der Metropolregion Mitteldeutschland eingebunden, und die Leiter der Arbeitsgruppen besitzen Stimmrecht im Lenkungsausschuss der Metropolregion Mitteldeutschland. Die so gestaltete Zusammenarbeit in der Partnerschaft ist flexibel und zielorientiert, unabhängig vom politischen Tagesgeschäft.

Im Gemeinsamen Ausschuss, dem Gremium der politischen Spitzen der Metropolregion, vertreten die Städte Chemnitz, Dessau-Roßlau, Dresden, Gera, Halle, Jena, Leipzig, Magdeburg und Zwickau die eigenen Interessen und die ihrer jeweiligen Stadtregion. So vertritt die Stadt Jena beispielsweise mit Stimmrecht zugleich die Städte Erfurt, Weimar und den Landkreis Weimarer Land.

Projektbeschreibung

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Weiterentwicklung des überregionalen Steuerungsansatzes der mitteldeutschen Partnerschaft. Im Anschluss an das Modellvorhaben "Überregionale Partnerschaften" (2008-2010) verfolgen die politischen Spitzen der verschiedenen Teilregionen und Gebietskategorien weiterhin den Ansatz der "Partnerschaft der Stadtregionen". Sie haben sich damit für eine Integration unterschiedlicher Gebietskategorien auf der Ebene der Stadtregionen sowie auf der Ebene der überregionalen Partnerschaft entschieden, wobei beide Ebenen eng miteinander verknüpft sind. Im Zeitraum des abgeschlossenen Modellvorhabens wurden mit dem Beschluss zur Namensänderung, der Aufnahme neuer Mitglieder, der Änderung der Geschäftsordnung, einem neuen Corporate Design und Web-Auftritt der Partnerschaft und der themenbezogenen Zusammenarbeit von Akteuren aller Gebietskategorien bereits wesentliche Schritte auf diesem Weg gemacht. Im Rahmen des Modellvorhabens "Stadt-Land-Partnerschaften" soll nun ein überregionales Schlüsselprojekt mit besonderem Schwerpunkt auf drei regionalen Maßnahmen erfolgen:

Überregionales Schlüsselprojekt: Weiterentwicklung der Governancestruktur der Metropolregion Mitteldeutschland vor dem Hintergrund der Anforderungen an eine überregionale Partnerschaft der Stadtregionen.

Maßnahme 1: Sinnvolle Verknüpfung der ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena und der Metropolregion Mitteldeutschland als Vorreitermodell für eine Partnerschaft der Stadtregionen.

Maßnahme 2: Integration und Qualifizierung bestehender Kooperationsansätze um die Oberzentren Halle und Leipzig mit Blick auf die politische Verankerung einer die Landesgrenzen überschreitenden Stadtregion.

Maßnahme 3: Entwicklung eines regionalen Konzeptes und Aufbau eines Netzwerkes öffentlicher und privater Akteure (Regionale Governancestruktur) zur Nutzung der regionalen Potentiale im Bereich der Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen.

Ansprechpartner
Reinhard Wölpert
Stadt Leipzig
Martin-Luther-Ring 4-6
04092 Leipzig
Tel.:0341 123-4891
Fax:0341 123-4930
E-Mail: Reinhard.Woelpert@leipzig.de

Europäische Metropolregion Nürnberg: Spitzencluster Medizintechnik als Stadt-Land-Netzwerk zur Bewältigung des demographischen Wandels in der Metropolregion Nürnberg

Region

Die Europäische Metropolregion Nürnberg wurde 2005 gegründet. Dort arbeiten 33 Gebietskörperschaften im nordbayerischen Raum gleichberechtigt zusammen. Die Partnerschaft besteht aus einem Kern kreisfreier Städte und dicht besiedelter Landkreise sowie einem Netz ländlicher Kreise. Ziel der strategischen Allianz ist eine nachhaltige Entwicklung und Wohlstandsmehrung der Region.

Projektbeschreibung

Das Modellprojekt nutzt die Ergebnisse des BMBF-Spitzenclusters Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg, um die Teilhabe ländlicher Räume an Kompetenz-Netzwerken zu erhöhen und eine bezahlbare Daseinsvorsorge in den Teilräumen zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang werden der Einsatz und die Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien immer wichtiger. Stichworte sind hier e-health-Lösungen und altersgerechte Assistenzsysteme. Diese bedarfsorientierten Lösungen werden im Dialog mit der Wohnungswirtschaft und lokalen sozialen Netzwerken entwickelt.

Das wesentliche Ziel des Projektes ist es, über eine gezielte Stadt-Land-Partnerschaft einen Beitrag zur Daseinsvorsorge und damit gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Metropolregion Nürnberg zu leisten. Damit begegnen die Akteure auf Projektebene den Herausforderungen des demografischen Wandels mit neuen Lösungen in der medizinischen Versorgung und in der Gestaltung des Wohnumfeldes. Die dauerhafte Betreuung und Unterstützung älterer Menschen wird schon heute größtenteils von Angehörigen oder anderen Nahestehenden wahrgenommen. Unterstützend wirken Projekte von lokalen und teilregionalen sozialen Netzwerken wie "Alt werden zu Hause" oder "Wohnen in der Heimat", die ein längeres, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. In jedem Fall kommt dem "Gesundheitsstandort Haushalt" eine ganz besondere Bedeutung zu.

Technisch-organisatorischer Lösungen verbreiten sich in ländlichen Räumen wesentlich langsamer als in städtischen Räumen. Dies resultiert u.a. aus der dortigen hohen Wohneigentumsquote und der Tatsache, dass größere Wohnungsunternehmen als eine wichtige Nachfrager- und Multiplikatorengruppe hauptsächlich in urbanen Räumen agieren. Deshalb sind für ländliche Räume andere Ansätze notwendig, um vorhandenes Wissen z.B. bei der Wohnungsanpassung zu verbreiten.

Das Projekt SOPHIA ist ein Beispiel, welches ein in ländlichen Räumen besonders ausgeprägtes nutzt: das hohe ehrenamtliche Engagement. SOPHIA ist ein Projekt, das neben einem Hausnotruf durch Überwachung ausgewählter Körperfunktionen auch soziale Betreuung anbietet. SOPHIA folgt einem Geschäftsmodell, das nicht gewinnorientiert ist und durch die Einbeziehung ehrenamtlicher Tätigkeiten bezahlbare Daseinsvorsorge ermöglicht. Hier gibt es Handlungsbedarf bei der Kommunikation und Vermittlung solcher Modelle in die Fläche. Dies kann über das geplante MORO-Projekt erfolgen.

In ländlichen Räumen existieren zudem spezifische Anforderungen an e-health-Lösungen und altersgerechte Assistenzsysteme, die artikuliert und in die Entwicklungsprozesse eingebracht werden müssen. Mit dem Modellprojekt "Spitzencluster Medizintechnik als Stadt-Land-Netzwerk zur Bewältigung des demografischen Wandels in der Europäischen Metropolregion Nürnberg" soll ein intensiver Dialog von Anwendern und Anbietern bzw. Entwicklern von e-Health-Lösungen und altersgerechten Assistenzsystemen initiiert werden, um den Menschen ein längeres selbstbestimmtes Leben im eigenen zu Hause zu ermöglichen. Schon bei der Produktentwicklung können ganz spezifische Gegebenheiten von ländlich strukturierten Räumen rückgekoppelt werden.

Ansprechpartner
Dr. Christa Standecker
Geschäftsstelle der Metropolregion Nürnberg
Stadt Nürnberg
Rathausplatz 2
90403 Nürnberg
Tel.:0911 231-7971
Fax:0911 231-7972
E-Mail: metropolregion@stadt.nuernberg.de

Metropolregion Stuttgart:
Konzeption eines Taktfahrplan-basierten Gesamtschienenpersonenverkehrsangebot in der Europäischen Metropolregion Stuttgart

Region

Die Europäische Metropolregion Stuttgart (EMRS) ist eine von zwei Europäischen Metropolregionen im Land Baden-Württemberg. Sie umfasst die Regionen Stuttgart und Heilbronn-Franken, Ostwürttemberg, Neckar-Alb und Nordschwarzwald. Die EMRS hat ca. 5,3 Mio. Einwohner, von denen ca. 2,7 Mio. in der Region Stuttgart leben. Die übrigen Einwohner verteilen sich auf die vier weiteren Mitgliedsregionen. Damit lebt in der Region auf 43 Prozent der Landesfläche etwa die Hälfte der Einwohner Baden-Württembergs. Zwanzig Stadt- und Landkreise und mehr als 300 Städte und Gemeinden bilden die Region. Raumstrukturell bildet die EMRS die gesamte Bandbreite vom hochverdichteten Kernbereich Stuttgart bis hin zum dünner besiedelten ländlichen Raum in Hohenlohe oder auf der Schwäbischen Alb ab.

Projektbeschreibung

Das Modellvorhaben der EMRS im Rahmen des MORO "Stadt-Land-Partnerschaften: großräumig – innovativ – vielfältig" greift mit dem Schienenpersonenverkehr ein Schwerpunktthema der EMRS die Gateway-Funktion der Metropolregion auf. Sie vertieft die dazu bereits im MORO "Überregionale Partnerschaften" begonnene Diskussion.

Aufgrund bestehender Unzulänglichkeiten bei Infrastruktur und Angebot strebt die Metropolregion einen Stundentakt als Mindestangebot zwischen den regionalen Zentren, d.h. den Ober- und Mittelzentren, und wichtigen Bahnknotenpunkten an. Dieser soll für die ganze Region einheitlich auf Basis eines vernetzten Taktverkehrs erfolgen. Das garantiert die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land in der Metropolregion durch eine verlässliche und hohe Erreichbarkeit. Ein Taktfahrplan-basiertes Gesamt-Schienenverkehrsangebot erfordert zudem eine enge Verknüpfung von Fernverkehren mit den regionalen Verbindungen sowie zu anderen Metropolregionen und ins benachbarte Ausland.

Mit dem Modellprojekt entwickelt die EMRS ihre ersten Überlegungen und Ziele und die Ergebnisse ihres gemeinsamen "Bahntags" im Mai 2010 weiter und verknüpft sie mit dem im Koalitionsvertrag der Bundesregierung für die 17. Legislaturperiode formulierten Anspruch, alle bundesdeutschen Schienenverkehre besser zu vertakten und auszuweiten.

Ansprechpartner
Thomas Kiwitt (Leitender Technischer Direktor)
Verband Region Stuttgart
Kronenstraße 25
70174 Stuttgart
Tel.:0711 22759-49
Fax:0711 227559-71
E-Mail: Kiwitt@region-stuttgart.org


Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Kontakt

Dr. Rupert Kawka
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1314

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