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Vorsorgendes Risikomanagement in der Regionalplanung

Ergebnisse

Für die Planungsregion Köln sowie ausgewählte Teilräume sind Gefahren-, Empfindlichkeits- und Risikokarten entstanden, in denen eine Detailbetrachtung auf größerer Maßstabsebene stattfand. Diese Ergebnisse werden von der Bezirksregierung für die anstehende Fortschreibung des Regionalplans genutzt. Besondere Bedeutung werden diese Grundlagen auch für die Umweltprüfung haben, da innerhalb dieser zukünftig (vgl. UVP Änderungsrichtlinie 2014/52/EU) sowohl die Minderung des Klimawandels und die Anpassung an diesen als auch der Umgang mit Katastrophenrisiken zur gesetzlichen Pflichtaufgabe werden.

Zudem wurden für die Regionalplanfortschreibung Vorschläge für mögliche Plansätze erarbeitet, die sich als Abwägungsgrundlage verstehen. Dabei wurden sowohl allgemeine risikobezogene Regelungen vorgeschlagen, die die Leitvorstellung der Resilienz etablieren, als auch die besondere Schutzwürdigkeit kritischer Infrastruktur herausgestellt. Zudem wurden für jeden der bearbeiteten vier Gefahrenkomplexe spezifische Regelungsvorschläge formuliert.

Auf Basis der Ergebnisse entstand ein "Fahrplan" für ein integriertes Risikomanagement in der Regionalplanung. Dieser wie auch die Erkenntnisse aus der regionalen Fallstudie sind Grundlage für die Konkretisierung der Forschungsschwerpunkte für das geplante MORO "Risikovorsorge in der Regionalplanung".

Zur Auswahl der Modellregionen wird empfohlen, die unterschiedlichen institutionellen Voraussetzungen der Regionalplanung in den Bundesländern ebenso zu berücksichtigen wie die verschiedenen Gefahrenprofile (Küste, Gebirge), die im Raum Köln nicht betrachtet werden konnten. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass eine Zusammenarbeit von Regionalplanung und Fachplanungen gewährleistet werden kann und formelle wie informelle Planungen einbezogen werden.

Vermieden werden sollte ein primärer Fokus auf die Erhebung von Datengrundlagen zur Abbildung von Gefahren. Die Analyse von Risiken sowie eine differenzierte Schutzzielbestimmung sollten den Schwerpunkt der Betrachtung bilden. Kritischen Infrastrukturen ist dabei ein besonderes Gewicht beizumessen.

Download des ausführlichen Endberichts

Zusatzinformationen

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Kontakt

Thomas Pütz
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2300
Fax: +49 228 99401-2356

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