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Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe

Modellregionen

Modellregionen

An dem MORO Lebendige Regionen nehmen insgesamt 12 Modellregionen teil (siehe Karte). Die Modellregionen bearbeiten u.a. die Themenfelder interkommunale Verwaltungskooperationen, Fachkräftesicherung, Wohnen, Integration von Flüchtlingen, Mobilität und Nachhaltigkeit sowie Flächen- und Leerstandmanagement aus integrierter Perspektive.

Die Karte zeigt die in der ersten, zweiten und dritten Runde des Modellvorhabens "Lebendige Regionen" ausgewählten Regionen. Karte der Modellregionen im MORO Lebendige RegionenKarte der Modellregionen im MORO Lebendige Regionen Quelle: BBSR

Die Modellvorhaben sind:

  1. Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen Regionale Wohnungsmarktbeobachtung und -strategie
  2. Kiel Region und Stadt Neumünster "Wohnen-Arbeiten-Lernen – Interkommunale Kooperationen zur Integration von Geflüchteten"
  3. Coburger Land im Wandel - Verantwortungsgemeinschaftliche Steuerung in der kommunalen Integrationspolitik
  4. indeland – Raum schaffen durch Ressourceneffizienz – Mehr aus weniger machen
  5. Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Kommunen im Gleichgewicht – Resiliente Strukturen sichern Zukunft
  6. Wirtschaftsraum Spreewald – Mobilitätsmanagement für bessere Daseinsvorsorge und wirtschaftliche Entwicklung
  7. Vernetzt denken, interkommunal handeln. Integrierte Lösungen für die Regiopolregion Bielefeld
  8. Nachhaltiger Barnim
  9. Kreis Bergstraße: Interaktive Kreisentwicklungsstrategie Bergstraße
  10. Region Stuttgart: Integration durch Information – neue Wege für die Regionalentwicklung
  11. Fachkräftesicherung in der Metropolregion Nürnberg
  12. Region Halle - Intelligente und multifunktionale Infrastruktursysteme


Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen Regionale Wohnungsmarktbeobachtung und -strategie

  • Region: 28 Kommunen, Städte, Gemeinden, Samtgemeinden und Landkreise
  • Bundesland: Niedersachsen/Bremen
  • Projektträger: Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V.
  • Gebietsfläche: 3.030 km²
  • Einwohneranzahl: 1,05 Mio.

In der Region Bremen wird unter Federführung des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen e.V. im MORO-Forschungsfeld Lebendige Regionen auf Basis einer regionalen Wohnungsmarktbeobachtung eine regionale Wohnungsmarktstrategie erarbeitet.

Übergeordnetes Ziel ist es, eine regional abgestimmte Strategie für die künftige Siedlungsentwicklung zu entwickeln: um den Flächenverbrauch zu reduzieren, Wachstum der Region durch eine intelligente Flächenentwicklung/Innenentwicklung zu steuern und die Wohnraumbedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen zu befriedigen. Diese Strategie wird der Politik in der Region zum Beschluss für die anschließende verbindliche Umsetzung vorgelegt.

Das Vorhaben leitet sich aus dem aktuellen Leitbild der Region ab, sodass eine Verzahnung mit Vorarbeiten und anderen regional bedeutsamen Handlungsfeldern (Mobilität, Daseinsvorsorge, Freiraum, Klima & Energie sowie regionale Kooperation) gegeben ist. Die Besonderheit einer Länder- und Regionalplanungsgrenzen überschreitenden Kooperation lässt auch auf andere stadtregionale Verflechtungsräume übertragbare Erkenntnisse bezüglich der Ausgestaltung eines regionalen Nutzen-Lasten-Ausgleichs erwarten.

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Kiel Region und Stadt Neumünster "Wohnen-Arbeiten-Lernen – Interkommunale Kooperationen zur Integration von Geflüchteten"

  • Region: Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie die Landeshauptstadt Kiel und die Stadt Neumünster
  • Bundesland: Schleswig-Holstein
  • Projektträger: Kiel Region GmbH
  • Gebietsfläche: 3.434 km²
  • Einwohneranzahl: 720.000 Einwohner

Das hier beschriebene Modellvorhaben "Wohnen-Arbeiten-Lernen – Interkommunale Kooperationen zur Integration von Geflüchteten" verbindet die Frage, wie interkommunale Zusammenarbeit helfen kann, dem Aufgabenzuwachs kommunaler Akteure durch die Integration von Geflüchteten gerecht zu werden, mit der Frage, welche Folgen die sich verändernden finanziellen Rahmenbedingungen auf die Finanzierung der kommunalen Aufgaben haben können. Die in der ersten Phase entwickelten Leuchtturmprojekte sollen in einer zweiten Phase umgesetzt werden. Ein Leuchtturmprojekt soll bereits in der ersten Phase umgesetzt werden.

Ziel des Projektes ist es, Synergieeffekte und die damit verbundenen Effizienzgewinnen zu erzeugen. Dies soll durch die interkommunale Bündelung von Aufgaben und deren gemeinsamen Finanzierung geschehen. Dieses Ziel ist demnach die Antwort auf zwei Herausforderungen, die die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön, die kreisfreie Stadt Neumünster und die Landeshauptstadt Kiel gemeinsam haben: die Integration von geflüchteten Kindern und Erwachsenen. Die damit zusammenhängenden Themen inklusive der sich stetig verändernden Herausforderungen auf kommunaler Ebene sind zahlreich und haben in den letzten Jahren durch die Zunahme an Geflüchteten aus Kriegsgebieten in der Kiel Region und der Stadt Neumünster deutlich zugenommen.

Weiteres Ziel ist, finanzielle Möglichkeiten der Gebietskörperschaften und Nutzungsspielräume zu erkennen. Der oben skizzierte Aufgabenzuwachs erzeugt steigende Kosten und damit verbunden einen entsprechend erhöhten Finanzierungsbedarf.

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Coburger Land im Wandel - Verantwortungsgemeinschaftliche Steuerung in der kommunalen Integrationspolitik

  • Region: Landkreis Coburg
  • Bundesland: Bayern
  • Projektträger: Landkreis Coburg
  • Gebietsfläche: 590 km²
  • Einwohneranzahl: 86.715 Einwohner

Der aktuelle Zuzug von Flüchtlingen und die damit verbundenen Integrationsbemühungen stellen den Landkreis Coburg vor die Herausforderung, sehr schnell viele Menschen unterzubringen und zu integrieren. Die aufgrund des drängenden Bedarfs spontan geschaffenen Strukturen, Dienste, Einrichtungen etc. arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen und manchmal isoliert voneinander, was zu einem hohen Koordinationsaufwand und mitunter auch zu Mehrfachzuständigkeiten führt.

Mit der Teilnahme am Modellvorhaben "Lebendige Regionen" möchte der Landkreis die damit verbundenen Herausforderungen aufgreifen, systematisch integriert und strategisch analysieren und bearbeiten. Ziel ist es, einen "Masterplan Integration" zu entwickeln, der ein Strategie- und Finanzierungsmodell für die künftige umfassende Integration von Migranten im Landkreis Coburg beinhaltet. Dabei sollen Chancen, Potenziale und Herausforderungen von Migration analysiert und kommuniziert werden. Der Masterplan soll dem Landkreis und seinen Gemeinden sowie Ämtern künftig als strategische Handlungsgrundlage dienen, um den Integrationsprozess zu organisieren und zu finanzieren. Aus diesem Grund nehmen auch finanzwirtschaftliche Fragestellungen sowie die Suche nach alternativen Finanzierungsformen (bspw. Kommunalverein, Regionalbudgets, Regionalfonds, Crowdfunding) eine zentrale Rolle bei der Erarbeitung des Masterplans ein. Hierzu soll vor allem die finanzwissenschaftliche Begleitforschung eingebunden werden.

Das Thema steht im engen Zusammenhang mit den bisherigen Tätigkeiten des Landkreises in diesem Bereich (u.a. Konzept dezentrale Unterbringung). Es ist als Erweiterung zu den für die Regionalstrategie Daseinsvorsorge bearbeiteten Handlungsfeldern zu sehen, die alle Bereiche der Daseinsvorsorge (u.a. Gesundheit, Siedlungs- und Flächenmanagement, Bildung und Schulen) beinhalten.

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indeland – Raum schaffen durch Ressourceneffizienz – Mehr aus weniger machen

  • Region: interkommunaler Zusammenschluss des Kreises Düren, der Städte Eschweiler (StädteRegion Aachen), Jülich und Linnich sowie der Gemeinden Aldenhoven, Inden, Langerwehe und Niederzier
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Projektträger: Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH
  • Gebietsfläche: 416 km²
  • Einwohneranzahl: >150.000 Einwohner

Das Modellvorhaben "Raum schaffen durch Ressourceneffizienz – Mehr aus weniger machen" hat das Ziel, eine zukunftsfähige Regionalentwicklung im indeland zu fördern. Da der Tagebau Inden nach heutiger Planung spätestens 2030 schließt, ist ein tiefgreifender Strukturwandel im indeland mit weitreichenden Folgen für die kommunalen Finanzen absehbar. Daher gilt es besonders, die finanziellen Wirkungen und Kosten der Regionalentwicklung zu betrachten.

Unter dem Dach der Ressourceneffizienz werden im indeland gegenwärtig drei zentrale Regionalentwicklungsmaßnahmen umgesetzt: "Faktor X"-Siedlungen, Mobilstationen und interkommunale Gewerbegebiete. Im Modellvorhaben sollen diese drei Maßnahmen einer detaillierten finanzwissenschaftlichen Betrachtung unterzogen werden, um ihre langfristigen Effekte auf die kommunalen Finanzen zu bestimmen und Effektivitäts- und Effizienzsteigerungspotenziale zu identifizieren. Hierzu wird eine integrierte Konzeption entwickelt, die die finanziellen Einspar-, Ertrags- und Synergiepotenziale in der Regionalentwicklung sektorübergreifend aufzeigt. Darauf aufbauend werden die drei Einzelmaßnahmen bewertet und Optimierungsoptionen abgeleitet. Die Ergebnisse werden unter anderem in die Fortschreibung des Masterplans indeland 2030 einfließen.

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Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Kommunen im Gleichgewicht – Resiliente Strukturen sichern Zukunft

  • Region: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
  • Bundesland: Thüringen
  • Projektträger: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
  • Gebietsfläche: 1.034,63 km²
  • Einwohneranzahl: 109.278 Einwohner

Ziel des Modellvorhabens ist es im weitesten Sinn, die "Negativspirale" aus schwierigen kommunalen Haushaltslagen und sich in der Folge ergebender zunehmender Einschränkungen in der Wohn- und Lebensqualität zu durchbrechen. Dazu stehen im Modellvorhaben zwei strategische Ansätze im Mittelpunkt:

Ansatz 1 beschäftigt sich mit dem Handlungsfeld kommunale Haushalte. Ziel ist es, den Kommunen insbesondere Wege aufzuzeigen, wie sich die Ausgaben für Verwaltung optimieren und die Pflichtaufgaben erfüllen lassen und welche finanziellen Handlungsspielräume es für die freiwilligen Leistungen gibt, die maßgeblichen Einfluss auf Wohn- und Lebensqualität haben. Dazu werden Aufgaben und Ausgaben der Kommunen hinsichtlich Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit (Resilienz) geprüft. Kooperationsansätze werden im Modellvorhaben vorwiegend im Bereich der kommunalen Verwaltungen untersucht. Die in Thüringen anstehende Gebietsreform ist als besondere Rahmenbedingung zu beachten. Zur Konzepterstellung wird ein externer Dienstleister hinzugezogen.

Ansatz 2 verfolgt das Ziel, die "demografische Kurve" im positiven Sinn zu beeinflussen. Dabei wird der Trend der demografischen Entwicklung, insbesondere die Tatsache der natürlichen Bevölkerungsentwicklung, nicht in Frage gestellt, sondern es sollen im Gegenteil Chancen und Potenziale identifiziert werden. Mit dem Thema Leerstand wird ein alle Kommunen betreffendes Problem mit akutem Handlungsbedarf aufgegriffen, das insbesondere geeignet ist, greifbare Maßnahmen zu definieren.

Als konkretes Ergebnis des Modellvorhabens wird der Aufbau eines langfristig abgesicherten regionalen Leerstandsmanagements definiert. Das Leerstandsmanagement soll in Form einer interaktiven Datenverwaltung organisiert und im Idealfall an eine bestehende auf Landkreisebene agierende Struktur angedockt werden. Umsetzungsprojekte in Form von Nachnutzung, Sanierung und Abbruch sollen in regionalen und teilräumlichen Förderkonzepten prioritär vermerkt und unter Nutzung verschiedener Förder- und Finanzierungswege realisiert werden. Die überörtliche Betrachtungsweise stellt hier eine für die Modellregion neuartige Herangehensweise dar. Zur Konzepterstellung wird ein externer Dienstleister hinzugezogen.

Beide Ansätze bedingen einander. Damit die Menschen gern im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt leben, bedarf es neben geeignetem Wohnraum auch verlässlicher (langfristig finanzierbarer) und leistungsfähiger kommunaler Angebote zur Daseinsvorsorge. In beiden Handlungsfeldern setzt das Modellvorhaben auf interkommunale Kooperation mit den Gemeinden im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

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Wirtschaftsraum Spreewald – Mobilitätsmanagement für bessere Daseinsvorsorge und wirtschaftliche Entwicklung

  • Region: Teilgebiete der Landkreise Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz sowie die kreisfreie Stadt Cottbus
  • Bundesland: Brandenburg
  • Projektträger: Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH
  • Gebietsfläche: 3.127 km²
  • Einwohneranzahl: ca. 265.481 Einwohner

Die Wirtschaftsregion Spreewald ist eine zentrale Teilregion der Energieregion Lausitz und bildet sich aus der Stadt Cottbus, etwa der Hälfte des Landkreises Dahme-Spreewald und Teilgebieten der Landkreise Oberspreewald-Lausitz sowie Spree-Neiße. Die Region ist sehr stark vom demografischen Wandel betroffen, was sich vor allem auf die infrastrukturellen Angebote z. B. im ÖPNV auswirkt. Dies und die disperse Siedlungsstruktur erfordern ein hohes Maß an Mobilität. Diese beeinträchtigt zudem weiter das innerhalb der Wirtschaftsregion liegende UNESCO-Biospährenreservat. Insgesamt wirkt sich diese strukturelle Situation nicht nur auf die Erreichbarkeit der Einrichtungen der Daseinsvorsorge aus, sondern beeinflusst auch die Erreichbarkeit von touristischen Destinationen und Arbeitsplätzen negativ.

Vor diesem Hintergrund hat die Wirtschaftsregion Spreewald den Schwerpunkt Mobilität gewählt. Das geplante Vorhaben zielt darauf ab, ein Mobilitätsmanagement als regionalplanerische Strategie zur Sicherung der Mobilität zu entwickeln. Hierbei sollen die Aspekte Daseinsvorsorge, Fachkräftesicherung und Tourismus integriert betrachtet werden.

Das Vorhaben ordnet sich gut in über- und untergeordnete Strategien und Konzepte ein und führt Prozesse in der Region konsequent fort. So ist diesem Vorhaben ein breiter Beteiligungsprozess mit öffentlichen und privaten Akteuren vorausgegangen, die die Notwendigkeit eines gemeinsamen Mobilitätsmanagements erkannt haben. Dieser soll im Zuge der Bearbeitung fortgeführt werden. Zudem soll auf bestehende Modellprojekte innerhalb oder außerhalb der Region zurückgegriffen und die Übertragbarkeit der außerhalb durchgeführten Modellprojekte auf die Region geprüft werden. Hinzu kommt, dass die Strategie sowohl mit der Regionalplanung als auch der Landesmobilitätsstrategie abgestimmt werden soll.

Fragen der Finanzierung und die finanzielle Entwicklung sind in der Vorhabenbeschreibung bereits mitgedacht. Des Weiteren sollen neue Finanzierungsmodelle geprüft werden (Nutzerfinanzierung, bürgerschaftliches Engagement etc.), um eine nachhaltige Sicherung zu gewährleisten.

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Vernetzt denken, interkommunal handeln. Integrierte Lösungen für die Regiopolregion Bielefeld

  • Region: Interkommunaler Zusammenschluss der Stadt Bielefeld mit den angrenzenden Gemeinden Gütersloh, Herford, Bad Salzuflen, Halle/Westfalen, Steinhagen, Enger, Oerlinghausen, Leopoldshöhe, Spenge und Werther
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Projektträger: Stadt Bielefeld
  • Gebietsfläche: rd. 860 km²
  • Einwohneranzahl: rd. 670.000 Einwohner

Die Regiopolregion Bielefeld, ein 2016 gegründeter interkommunaler Zusammenschluss bestehend aus Bielefeld und 10 angrenzenden Gemeinden, möchte mit dem beantragten Modellvorhaben die strategische Zusammenarbeit der elf Gemeinden anbahnen und einüben. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks durch die umliegenden Metropolregionen und den angespannten kommunalen Haushaltslagen zielt das Modellvorhaben darauf ab, durch interkommunale Kooperation Synergien in der Erstellung öffentlicher Leistungen zu "heben", um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In einem kaskadischen Vorgehen sollen systematisch die Zielsetzungen, Handlungsansätze und konkrete Schlüsselprojekte der Kooperation bestimmt werden. Hierzu soll zunächst thematisch umfassend gestartet werden, jedoch schnell auf die für die regionale Entwicklung gewinnbringendsten Themenfeldern fokussiert werden. In thematischen Arbeitsgruppen soll herausgearbeitet werden, welche Formen der Verwaltungszusammenarbeit für welche Ziele besonderes effektiv und effizient sind. Es gilt also beispielsweise das Wo und Wie der interkommunalen Arbeitsteilung, Zusammenlegungen, gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Optimierungen von Abläufen zu untersuchen. Bei der Analyse und Beschlussfassung sollen die Arbeitsgruppen und der Steuerungskreis durch eine Projektassistenz und eine regionale Begleitforschung unterstützt werden, wofür der Großteil der Zuwendungsmittel veranschlagt wurde.

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Nachhaltiger Barnim

  • Region: Landkreis Barnim
  • Bundesland: Brandenburg
  • Projektträger: Landkreis Barnim
  • Gebietsfläche: 1.472 km²
  • Einwohneranzahl: 177.411 Einwohner

Das Modellvorhaben "Nachhaltiger Barnim" des Landkreises Barnim untergliedert sich in drei verschiedene Teilprojekte.

Das erste Teilprojekt beschäftigt sich mit der Erstellung einer integrierenden nachhaltigen Entwicklungsstrategie, die verschiedene vorhandene fachspezifische Konzeptionen unterschiedlicher kommunaler Leistungsbereiche aufgreifen und ergänzen soll, um im Ergebnis eine zukunftsorientierte und finanzwirtschaftlich stabile Handlungsgrundlage zu schaffen.

Die beiden Teilprojekte zwei und drei dienen der Entwicklung von Umsetzungsprojekten in den Bereichen Mobilität und Energie. Das zweite Teilprojekt zur Mobilitätssicherung strebt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte an. Diese sollen ein angemessenes Beförderungsangebot sicherstellen und insbesondere die Erreichbarkeit von Einrichtungen der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum verbessern.

Für das dritte Teilprojekt "Energiedialog" rückt das besondere Engagement des Landkreises Barnim in den Mittelpunkt, eine kommunal gesteuerte Energiewende umzusetzen. Das temporär vorherrschende Akzeptanz- und Partizipationslevel der Bevölkerung des Landkreises für diesen Prozess soll anhand einer Untersuchung festgestellt und mit geeigneten Maßnahmen, deren diesbezüglicher Beitrag bewertet werden soll, gesteigert werden.

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Kreis Bergstraße: Interaktive Kreisentwicklungsstrategie Bergstraße

  • Region: Kreis Bergstraße
  • Bundesland: Hessen
  • Projektträger: Kreis Bergstraße
  • Gebietsfläche: 720 km²
  • Einwohnerzahl: 263.822 Einwohner

Der Kreis Bergstraße weist eine sehr heterogene Struktur auf, sowohl naturräumlich als auch in Hinblick auf die Entwicklungsdynamik. Als Teil zweier großer Metropolregionen – Rhein-Main und Rhein-Neckar – muss sich der Kreis als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort strategisch positionieren. Bisher fehlt dem Kreis hierfür eine integrierte Entwicklungsstrategie, die im Rahmen des Modellvorhabens entwickelt werden soll. Diese soll fortlaufend als partizipativer und interaktiver Prozess gestaltet werden (Einbindung Wirtschaft, Zivilgesellschaft etc.) und mit neuen innovativen Wegen in Form einer Online-Plattform unterstützt werden. Dieser Prozess birgt nicht nur die Chance, neue Akteure einzubeziehen, sondern Abstimmungsprozesse im ländlich geprägten Raum schneller und damit effizienter zu gestalten. Die Nutzung einer Online-Plattform kann somit als weiterer Prozess der Verwaltungsmodernisierung betrachtet werden, der auch finanzwirtschaftliche Bedeutung haben kann. Als Pilotthemen werden Wohnen, Gesundheitsversorgung sowie Finanzen anvisiert.

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Region Stuttgart: Integration durch Information – neue Wege für die Regionalentwicklung

  • Region (Projektraum): Schönbuchlichtung mit 17 Gemeinden in der Region Stuttgart und Teile der Landkreise Böblingen und Esslingen
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Projektträger: Verband Region Stuttgart
  • Gebietsfläche (Projektraum): 422 km²
  • Einwohnerzahl (Projektraum): 246.553 Einwohner

Die hochverdichtete Region Stuttgart steht vor der großen Herausforderung, die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger zu erhalten sowie für den Zuzug von Fachkräften und für Unternehmen attraktiv zu bleiben. Die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur bedingen aller Wahrscheinlichkeit nach mittelfristig ein geringeres Steueraufkommen. Die Region Stuttgart möchte aus diesen Gründen eine präventive Standortpolitik betreiben. Im Rahmen des geplanten Vorhabens möchte die Region im Raum Schönbuch die Umsetzung des seit 2005 existierenden Landschaftsparks Region Stuttgart weiterführen. Hierfür soll mit Hilfe der Einbindung weiterer Akteure ein Konzept für Angebote im Bereich des Landschaftserlebens und der Umweltbildung entwickelt werden.

Vorgesehen ist ein Dreiklang aus baulichen Maßnahmen, (temporären) Bespielungen und Inszenierungen sowie einer aktiven Vermarktung. Diese Angebote sollen erlebnis- und handlungsorientiert sein – unabhängig von sprachlichen oder kognitiven Fähigkeiten der Nutzer. Bereits bei der Konzipierung der Angebote und Produkte werden in der ressortübergreifenden Steuerungsgruppe einmalige Kosten sowie Folgekosten mitberücksichtigt und auf alternative Finanzierungsmodelle hin geprüft. Als Projektpartner werden neben den Gemeinden im Schönbuch die Universität Tübingen und ggfs. das Virtual Dimension Center innerhalb eines Landschaftslabors eingebunden. Darüber hinaus werden - themengebunden - weitere Akteure involviert.

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Fachkräftesicherung in der Metropolregion Nürnberg

  • Region: 23 Landkreise und 11 kreisfreie Städte
  • Bundesland: Bayern
  • Projektträger: Geschäftsstelle des Europäische Metropolregion Nürnberg e.V.
  • Gebietsfläche: 21.800 km²
  • Einwohnerzahl: 3,5 Millionen Einwohner

Die Metropolregion Nürnberg ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 23 Landkreisen und 11 kreisfreien Städten sowie Unternehmen und Wirtschaftskammern. Die Region weist dabei alle unterschiedlichen Raumtypen auf: Wachstumspole in ländlichen Räumen, Stabilisierungsräume und Räume mit Metropolfunktion. Die regionale Willensbildung wird über eine praktizierte "multilevel governance" auf der Basis einer Stadt-Land-Partnerschaft realisiert.

Für das Modellvorhaben hat die Region das Schwerpunktthema Fachkräftesicherung gewählt. Denn in der Region laufen zwei parallele Prozesse ab: ökonomisches Wachstum und damit einhergehende höhere Arbeitskräftenachfrage trifft auf den demografischen Wandel und die damit einhergehende Schrumpfung des Fachkräftepotenzials. Diese Parallelität ist sowohl in den ländlichen als auch in den städtischen Räumen zu beobachten.

Vor diesem Hintergrund wird das Modellvorhaben dazu genutzt, zwei für die Stärkung des Fachkräftepotenzials in Stadt und Land wichtige vorhandene separate Konzepte zu verbinden, um eine integrierte Strategie zu entwickeln. Das ist erstens das Kommunikationskonzept und das wirtschaftliche, technische, wissenschaftliche Leitbild für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung ("WaBe"). Als neue Akteursgruppen eingebunden werden sollen dabei die in der Region stark vertretenen, aber oftmals unbekannten Weltmarktführer ("hidden champions"). Das ist zweitens das sich im Aufbau befindende Netzwerk kommunaler Bildungsmanager und -koordinatoren. Daneben wird das Modellvorhaben auch dazu genutzt, ein Netzwerk aus Kämmerern der Metropolregion aufzubauen, die Fragestellungen der kommunalen Finanzen auf metropolitaner Ebene behandeln.

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Region Halle - Intelligente und multifunktionale Infrastruktursysteme

  • Region: Landkreis Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Burgenlandkreis
  • Bundesland: Sachsen-Anhalt
  • Projektträger: Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH
  • Gebietsfläche: 429.600 ha
  • Einwohnerzahl: 512.000 Einwohner

Unter dem Dach Region Halle haben sich die Landkreise Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Burgenlandkreis zusammengeschlossen; sie haben bereits im Rahmen anderer Projekte erfolgreich kooperiert – u. a. im Regionalbudget. Mit dem Modellvorhaben "Intelligente und multifunktionale Infrastruktursysteme" soll dieser Prozess fortgeführt werden.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung innerhalb der Region verfolgt das Modellvorhaben das übergreifende Ziel, die kommunalen Daseinsvorsorge-Infrastrukturen, insbesondere in den ländlichen Teilräumen der Region, zu sichern.

Das Vorhaben ordnet sich in informelle Prozesse der Regionalentwicklung sowie in die bestehenden Zielstellungen der Landes- und Regionalplanung ein. So soll nach Maßgabe des Regionalentwicklungsplans – zur Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge und gleichwertiger Lebensverhältnisse – insbesondere der ländliche Raum in seiner Versorgungsfunktion gestärkt werden. Dies erfordert die Entwicklung innovativer Ansätze und neuartiger Formen der Versorgung in den betroffenen Teilregionen.

Im Rahmen des Modellvorhabens werden daher zwei Projekte initiiert, die jeweils einen unterschiedlichen Lösungsansatz verfolgen: die multifunktionale Nutzung öffentlicher (Bildungs-)Infrastrukturen und die Erschließung zusätzlicher Einnahmequellen durch die Sammlung und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten. Die beiden Projekte werden von einer Studie zu der aktuellen und künftigen kommunalen Finanzsituation flankiert, in der gemeinsam mit den Finanzakteuren ebenfalls Lösungsansätze für die kommunale Handlungsfähigkeit erarbeitet werden sollen.

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Zusatzinformationen

  • Logo MORO Lebendige Regionen

Kontakt

Dr. Jana Hoymann
Referat I 1 - Raumentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2133
Michael Zarth
Referat I 1 - Raumentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2110