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MORO "Regionale Landschaftsgestaltung"

Konzept

Forschungskonzeption

Die Forschungskonzeption basiert auf den Ergebnissen der MORO-Vorstudie "Regionale Landschaftsgestaltung", die wesentliche Fragen und Aspekte ausführlich thematisiert. Die Ergebnisse der Vorstudie stehen zum Download auf der BBSR-Website unter Vorstudie Regionale Landschaftsgestaltung.

Die Forschungsfeldkonzeption ist die Arbeitsgrundlage für die ausgewählten Modellvorhaben, die seit Juli/ August 2017 Steuerungsinstrumente und -mechanismen zur regionalen Landschaftsgestaltung auf Bundesebene ausloten und sich mit innovativen Ansätzen der räumlichen Planung und Raumentwicklung auseinander setzen. Darüber erarbeitet die Forschungsassistenz Expertisen zu übergreifenden Fragen und speist diese in den Prozess ein. In regelmäßigen Abstand tauschen sich die Modellvorhaben in Querschnittsworkshops aus.

Die fünf ausgewählten Modellvorhaben und eine "assoziierte Partnerregion" haben ihre Arbeit im Juli/ August 2017 aufgenommen. Die assoziierte Partnerregion bearbeitet spezifische, grenzübergreifende Fragstellungen der regionalen Landschaftsgestaltung.

Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren sollen die Modellregionen Vorschläge erproben und erarbeiten, wie sich die regionale Landschaftsgestaltung als Planungsaufgabe und Umsetzungsstrategie verstetigen lässt. Daran sind sachlich-inhaltliche Methoden und Lösungsansätze, (Planungs-)Instrumente und Verfahren, Governance- und Managementstrukturen, Kooperations- und Beteiligungsprozesse, Projektstrukturen und Finanzierungsmechanismen gekoppelt.

Aus dem Forschungsfeld sollen Erkenntnisse für die raumentwicklungspolitischen Zuständigkeiten des Bundes sowie für Rechtssetzungen und Förderpolitiken in diesem Bereich gewonnen werden. Zudem sollen Erkenntnisse für alle raumrelevanten Sektorpolitiken, die im Zusammenhang mit der regionalen Landschaftsgestaltung gesehen werden können, erzielt werden.

Forschungsleitfragen

Das Forschungsfeld soll folgende übergeordneten Leitfragen beantworten:

  • Ziele der Landschaftsgestaltung: Welche Ziele der Sicherung und Entwicklung von Landschaften und deren Qualitäten sind – vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse – für Raumordnung und Landschaftsplanung handlungsleitend?
  • Strategien, Instrumente und Maßnahmen: Was kann die räumliche Planung zur Steuerung des Landschaftswandels leisten? Und welche Gestaltungsoptionen und Rolle hat sie dabei? 
    Welche Instrumente waren bereits erfolgreich, welche sind künftig einzusetzen?
  • Grundlagen: Welche Grundlagen braucht die räumliche Planung, um landschaftliche Belange (Landschaften, Landschaftsbilder und Landschaftswandel) besser in Strategien und Instrumente einbinden zu können?
  • Gute Beispiele: Welche guten und lehrreichen Beispiele zur regionalen Landschaftsgestaltung gibt es? Was sind hier Erfolgsfaktoren?
  • Akteure und Strukturen: Welche Potenziale für regionale Landschaftsgestaltung liegen in einer verstärkten Zusammenarbeit von räumlicher Planung mit anderen Fachpolitiken, wie der Land- und Forstwirtschaft sowie dem Natur- und Landschaftsschutz? Wie könnte diese Zusammenarbeit und Vernetzung verankert und verstetigt werden?


An die Modellregionen richten sich darüber hinaus die folgenden Fragen:

  • Status-quo-Analyse: Wie wird das Thema bzw. das Schutzgut Landschaft in der Regionalplanung und der Landschaftsrahmenplanung behandelt? Was hemmt eine intensivere Auseinandersetzung mit Landschaft im Rahmen der räumlichen Planung? Wie können diese Hemmnisse überwunden werden?
  • Landschaft in der Regionalentwicklung: Welche Initiativen zur Regionalentwicklung gibt es in der Region und welche Rolle spielt das Thema Landschaft in diesem Zusammenhang? Welche Strategien für eine stärker akteursorientierte Planung werden bislang in der Region verfolgt? Welche erweisen sich als geeignet?
  • Leitbilder und Zielvorstellungen: Liegen bereits (regionale) Leitbilder und Zielvorstellung zur Landschaftsentwicklung vor? Wenn nein, wie werden diese im Vorhaben erarbeitet? Wie werden diese Leitbilder in die Regionalplanungen eingebunden? Welche Leitbilder/Leitbildkonzepte und Zielvorstellungen sind zweckmäßig?
  • Strategien und Konzepte: Wie können Strategien und Konzepte zur regionalen Landschaftsgestaltung aussehen? Wie lassen sie sich finanzieren?
  • Informelle Instrumente: Gibt es partizipative Strategien auf regionaler Ebene? Wie werden die Modellregionen in diese Prozesse eingebunden? Welche Prozesse der Koordination, Kooperation und Partizipation werden projektbegleitend initiiert? Welche Vorgehensweisen sind sinnvoll?
  • Steuerungswirkung: Wie kann der Bund regionale Akteure befähigen, Landschaftsentwicklung im Sinne von Raum- und Landschaftsplanung zu steuern?

Die Ansätze, die nun in den Modellvorhaben erprobt werden, sind breit gefächert. Es werden verschiedene thematische Schwerpunkte gesetzt:

  • Land- und Forstwirtschaft als Partner einer regionalen Landschaftsgestaltung
  • "Grüne Infrastruktur" als Impulsgeber für ein naturnahes Landschaftsnetz
  • Neue Strategien für urbane Kulturlandschaften
  • Integration von technischer (Energie)Infrastruktur in die Landschaft
  • Wettbewerbe als Instrument für mehr Innovation in der regionalen Landschaftsgestaltung
  • Integration neuer Methoden der Landschafts(bild)bewertung in die Raumentwicklung und räumliche Planung

Die Forschungsfeldkonzeption gibt hierzu weitere Erläuterungen und steht zum Download bereit:

Zusatzinformationen

  • Logo Modellvorhaben der Raumordnung - Landschaftsgestaltung

Kontakt

Gisela Beckmann
Referat I 6 – Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2305
Dr. Fabian Dosch
Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2160