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Städtische Knoten im transnationalen Verkehr

Die 13 urbanen Knoten des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) in Deutschland sind sehr wichtig, weil sie internationale, nationale und lokale Personen- und Güterverkehre vernetzen. Das Projektteam erhebt die Planungs- und Investitionstätigkeiten, die den Verkehr besser verknüpfen sollen. Gleichzeitig geht es um Herausforderungen, die in den urbanen Knoten und den dazugehörigen Metropolregionen damit verbunden sind. Strategien, mit denen sich die urbanen Knoten besser positionieren lassen - auch im Kontext der europäischen urbanen Knoten - erarbeitet das Projektteam zusammen mit den Akteuren der Knoten.

Projektstart: Februar 2017

Ausgangslage

Der städtische Raum ist meist Start- oder Zielpunkt für Personen- und Güterverkehre und dient häufig der Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Um die transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V) zu entwickeln, hat die europäische Politik Städten in ihrer Funktion als urbane Knoten und Schnittstelle zwischen großräumigen und kleinräumigen Verkehren eine besondere Bedeutung für die Gesamtentwicklung des europäischen Verkehrsnetzes zugewiesen. Die 2013 neu formulierte TEN-V-Politik verfolgt einen ganzheitlichen Netzplanungsansatz, in dem die von der EU definierten 88 urbanen Knoten des Kernnetzes voll integriert sind. Heute noch lückenhaft, soll es bis 2030 zu einem lückenlosen europäischen Verkehrsnetz zusammenwachsen. Auch auf städtischer Ebene gibt es ein zunehmendes Bewusstsein dafür, dass städtische, verkehrliche und infrastrukturelle Entwicklung direkt zusammenhängen und einander beeinflussen. Damit wird auch die EU-TEN-V-Politik zunehmend wichtiger für die städtische Ebene.

Ziel

Das Projektteam soll den aktuellen Entwicklungs- und Planungsstand der 13 urbanen Knoten des TEN-V-Kernnetzes in Deutschland (Berlin, Bielefeld, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig/ Halle, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart) erstmals einheitlich und umfassend in Bezug auf den transnationalen Verkehr zusammenfassen. Darauf aufbauend soll es Strategien formulieren, wie die Knoten die Chancen und Herausforderungen der TEN-V besser in ihre Planungen integrieren können. Übergeordnetes Ziel ist es, die urbanen Knoten in Deutschland besser im europäischen und internationalen Wettbewerb zu positionieren. Die Bearbeitung der Aufgabenstellung soll im Dialog mit den Akteuren des Bundes, der urbanen Knoten und weiteren Akteuren der jeweiligen Metropolregionen erfolgen. Darüber hinaus sollen auch Erfahrungen aus anderen europäischen Städten berücksichtigt werden. Folgende Leitfragen wird das Vorhaben beantworten:

  1. Wie gut setzen die urbanen Knoten in Deutschland derzeit ihre Schnittstellenfunktion um? Welche Strategien, Themen und Maßnahmen werden von ihnen verfolgt und umgesetzt? Und welche Herausforderungen stellen sich?
  2. Welche lokalen, regionalen und nationalen Strategien sind hilfreich, damit die deutschen städtischen Knoten im TEN-V besser positioniert sind, um mittel- bis langfristig ihre Rolle besser erfüllen zu können?
  3. Welche Ansätze (politisch, inhaltlich, organisatorisch) werden von anderen urbanen Knoten in den europäischen Mitgliedstaaten verfolgt? Welche davon sind auch für die urbanen Knoten in Deutschland interessant?

Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Kontakt

Dr. Rupert Kawka
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1314