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Nationale Strategien europäischer Staaten zur Anpassung an den Klimawandel aus Perspektive der Raumordnung/Raumentwicklung

Mehrere europäische Staaten haben in den vergangenen Jahren auf nationaler Ebene Strategien zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt. Diese Strategien unterscheiden sich z.T. erheblich voneinander. Ziel der Vergleichsstudie ist es, einen Überblick und eine systematische Einordnung unterschiedlicher nationaler Ansätze zur Entwicklung von Strategien zum Klimawandel aus der Perspektive der Raumordnung bzw. Raumentwicklung zu erarbeiten.
Projektlaufzeit: November 2009 - April 2010

Anlass und Ausgangslage

Die Rolle der Raumordnung und Raumentwicklung bei der Anpassung an den Klimawandel ist gegenwärtig von der europäischen über die nationale bis zur regionalen - und letztlich auch bis zur lokalen - Ebene Gegenstand verschiedener Studien und Modellvorhaben. Auch wenn bereits herausgearbeitet werden konnte, dass der Raumordnung eine nicht unerhebliche Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel zukommt, besteht nach wie vor eine gewisse Offenheit, was die Wahl, Weiterentwicklung und Neuentwicklung geeigneter Instrumente der Raumordnung und Raumentwicklung bezüglich der Klimaanpassung angeht. Ein Blick über die nationalen Grenzen hinweg vermag hier Anregungen für den Aktionsplan zur Deutschen Anpassungsstrategie, insbesondere aber auch für die laufenden Modellvorhaben im Rahmen der Forschungsprogramme "Modellvorhaben der Raumordnung (MORO)" und "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)" zur Anpassung an den Klimawandel zu geben.

Darüber hinaus wird die räumliche Dimension der Klimaanpassung auf europäischer Ebene in der Territorialen Agenda der EU thematisiert. Dort heißt es unter der territorialen Priorität 5: "(23) Gemeinsame, regionsübergreifende und integrierte Ansätze zum Umgang mit Umweltrisiken, zur Vermeidung und Minimierung von Treibhausgasemissionen sowie Strategien zum Umgang mit den regional unterschiedlichen Folgen des Klimawandels müssen erarbeitet werden. Hierzu ist die Politik des territorialen Zusammenhalts auch im Hinblick auf die Folgen regional differenzierter Anpassungsstrategien an den Klimawandel weiter zu entwickeln und zu intensivieren." Unter der portugiesischen Ratspräsidentschaft wurde ein Arbeitsprogramm zur Umsetzung der Territorialen Agenda verabschiedet. Eine der Arbeitsgruppen (TCUM 1) befasst sich mit den Folgen des Klimawandels und möglichen vorsorglichen Anpassungsstrategien im europäischen, nationalen und regionalen Rahmen und wird von Deutschland geleitet. Für diese Arbeitsgruppe ist es von besonderem Interesse, die bestehenden nationalen Anpassungsstrategien hinsichtlich der Bedeutung, der Raumordnung geschenkt wird, zu berücksichtigen und dabei auch im Auge zu behalten, inwieweit sich die Anpassung an den Klimawandel bereits in der jeweiligen nationalen Planungspraxis widerspiegelt.

Die Ergebnisse der Studie sollen somit in die Umsetzung der Territorialen Agenda der Europäischen Union als auch die laufenden MORO- und ExWoSt-Modellvorhaben zur Anpassung an den Klimawandel einfließen.

Zielsetzung und Gegenstand

Ziel der Vergleichsstudie ist es, einen Überblick und eine systematische Einordnung unterschiedlicher nationaler Ansätze zur Entwicklung von Strategien zum Klimawandel aus der Perspektive der Raumordnung bzw. Raumentwicklung zu erarbeiten.

Gegenstand der Untersuchung waren die Inhalte sowie der Entwicklungs- und Umsetzungsstand nationaler Anpassungsstrategien in den Mitgliedstaaten der EU.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war plan + risk consult, Dortmund.

Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

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Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung