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Mittel- und langfristige Sicherung mineralischer Rohstoffe in der landesweiten Raumplanung und in der Regionalplanung

Unsere Gesellschaft ist ein Großverbraucher mineralischer Rohstoffe. Wir benötigen sie für den Bau von Straßen und Gebäuden, aber zum Beispiel auch für Computerchips und Solarzellen. Die Rohstoffwirtschaft sichert die Rohstoffversorgung und ist zudem ein wichtiger Baustein in industriellen Wertschöpfungsketten. Allerdings sind mineralische Rohstoffe standortgebunden und ungleich im Raum verteilt. Die Sicherung heimischer mineralischer Rohstoffe trägt daher im besonderen Maße dazu bei, Wirtschaftsleistung und regionale Versorgung zu gewährleisten und zu entwickeln. Mit dieser Vorstudie griff der Bund den Forschungsbedarf im Bereich der Rohstoffsicherung auf.

Projektlaufzeit: Dezember 2015 – Januar 2017

Ausgangslage

Da eine Fachplanung "Rohstoffsicherung" in Deutschland im originären Sinne nicht existiert, nimmt die Raumordnung eine besonders wichtige Rolle für die planungsrechtliche Sicherung von Rohstoffvorkommen sowie die Flächenvorsorge für die Rohstoffgewinnung wahr. Aufgrund der besonderen Bedeutung heimischer mineralischer Rohstoffe für Wirtschaft und Regionen ist die Rohstoffsicherung eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand in Deutschland. Bund und Länder weisen in den Leitbildern und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland (MKRO 2016: 16) explizit auf die Bedeutung von Bodenschätzen hin: "Der Abbau von Rohstoffen soll auch in Zukunft mit konkurrierenden Nutzungsansprüchen, wie etwa der Siedlungsentwicklung oder der Gestaltung von Kulturlandschaften, abgestimmt und auf geeigneten Flächen durch Raumordnungspläne gesichert werden. Zum Schutz der Naturgüter und für die raumverträgliche Nutzung standortgebundener Bodenschätze bedarf es weiterhin einer vorsorgenden räumlichen und zeitlichen Koordination". Für Raumforschung und Planungspraxis ist damit auch der Auftrag verbunden, sich der Rohstoffsicherung mit Blick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen verstärkt zu widmen. Hier setzte das MORO-Vorhaben an.

Ziel

Die MORO-Vorstudie sollte Wege aufzeigen, wie die Landes- und Regionalplanung eine mittel- und langfristige Sicherung mineralischer Rohstoffe im Spannungsfeld unterschiedlicher und teilweise widerstreitender Interessen mittel- und langfristig sichern kann. Im Wesentlichen ging es darum, die Positionen der verschiedenen Akteure zu identifizieren, einen Überblick zur aktuellen Situation der Rohstoffsicherung in den Raumordnungsplänen zu gewinnen, Konfliktlinien aufzuzeigen und Lösungsansätze zu dokumentieren. Im Sinne einer nachhaltigen Raumentwicklung war das Ziel, Ansätze für eine methodisch belastbare Herleitung raumordnerischer Aussagen und Festlegungen zu erarbeiten. Auf dieser Basis sollte ein zukünftiges MORO-Forschungsfeld konzipiert werden.

Auftragnehmer des Projekts war das Saarbrücker Büro agl Hartz – Saad – Wendl, Projektleitung Andrea Hartz in Kooperation mit plan + risk consult, Mark Fleischhauer.

Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Kontakt

Dr. Brigitte Zaspel-Heisters
Referat I 1 - Raumentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2106
Dr. Matthias Furkert
Referat I 1 - Raumentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2134

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