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Wettbewerb: Erfolgreich vernetzt in Europa – gemeinsam Städte und Regionen gestalten

Wettbewerb

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Kommunen und Regionen in Europa sehen sich – trotz ihrer Unterschiede - häufig ähnlichen Chancen und Herausforderungen gegenüber. Viele von ihnen nutzen bereits den Erfahrungsaustausch mit lokalen und regionalen Verwaltungen anderer Ländern und profitieren von europäischer Zusammenarbeit zu den unterschiedlichsten Themen.

Im Rahmen der "Modellvorhaben der Raumordnung" lobte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) den bundesweiten Wettbewerb "Erfolgreich vernetzt in Europa - gemeinsam Städte und Regionen gestalten" aus. Er stellte erstmalig Kommunen und Regionen in den Fokus, die gemeinsam mit anderen europäischen Kommunen und Regionen Projekte umsetzen und dadurch ihre Entwicklung vor Ort fördern.

Zur Teilnahme eingeladen waren bundesweit Kommunen und Regionen jeder Größe, die mit europäischen Partnern Projekte und Aktivitäten mit raumentwicklungspolitischer Relevanz (z. B. in den Bereichen Daseinsvorsorge und (soziale) Infrastruktur, Energie und Klimawandel, Mobilität und Verkehr etc.) durchführen.


Ergebnisse

Die eingesendeten Beiträge zeigten, dass nicht nur zahlreiche Großstädte, sondern auch viele mittelgroße bis kleine Kommunen intensive Arbeitsbeziehungen mit Ihresgleichen aus anderen Ländern pflegen und vom gegenseitigen Austausch und gemeinsamer Aufgabenbewältigung profitieren. Insbesondere die von der Fachjury ausgewählten Gewinner des Wettbewerbs demonstrieren die Vielfalt der Ansätze und Themen, die in europäischer Zusammenarbeit angegangen werden. Folgende Kommunen/Regionen wurden von der Fachjury als Gewinner benannt:

  1. Die nordhessische Kleinstadt Gudensberg konnte in der Größenkategorie 1 (< 49.000 Einwohner) mit einem deutsch-ukrainischen Projekt überzeugen. Aus einer humanitären Hilfsaktion entwickelten sich vielzählige soziale Initiativen zur transnationalen Zusammenarbeit. Die Kooperation von Bürgern, Vereinen und der Stadt bewertet die Jury als vorbildlich und demokratiestärkend. Das Beispiel aus Gudensberg zeigt auch, dass mit wenig Mitteln große Effekte erzielt werden können und europäische Zusammenarbeit auch für Kleinstädte sehr lohnenswert ist, denn Gudensberg zählt lediglich 9.693 Einwohner (2017, ohne Zweitwohnsitz).

    Steckbrief Gudensberg



  2. Der Natur- und Geopark Vulkaneifel wurde in der Größenkategorie 2 (50.000 - 99.999 Einwohner) als Gewinner ermittelt. Der Natur- und Geopark trägt nach Einschätzung der Jury, durch aktive Nutzung seiner naturräumlichen Besonderheiten und seines europäischen Netzwerkes zu einer nachhaltigen Regional- und Landschaftsentwicklung bei und weist großes Zukunftspotential in Richtung nachhaltiger Entwicklung und Tourismus auf.

    Steckbrief Vulkaneifel

  3. Eine gemeinsame Auszeichnung erhielten der Landkreis Lörrach (Größenkategorie 3: 100.000 - 499.999 Einwohner) zusammen mit der kreisangehörigen Stadt Weil am Rhein. Insbesondere das "3-Land-Konzept", das gemeinsamen Planungsvorhaben der Region Dreiländereck (Deutschland, Schweiz, Frankreich) zugrunde liegt, hat die Jury beeindruckt. Die Region hat mit dem Konzept Pionierarbeit für grenzüberschreitende Planung geleistet.

    Steckbrief Lörrach
    Steckbrief Weil am Rhein

  4. Die Landeshauptstadt München wurde in der Größenkategorie 4 (> 500.000 Einwohner) als Gewinner ausgezeichnet. Überzeugend fand die Jury neben der Vielfalt der Projekte und Partnerländer, die übertragbaren Ansätze, die Potenziale zur wirtschaftlichen Entwicklung und gleichsam zur Verbesserung der Lebensqualität aller Bürger ausloten. Die Münchener Ansätze sind für schnell wachsende Städte gut übertragbar, welche z.B. nachhaltige Mobilitätslösungen suchen, um Randgebiete besser einzubinden.

    Steckbrief München


Öffentliche Auszeichnungs- und Vernetzungsfeier

Die Gewinner des Wettbewerbs wurden am 28. November 2018 in Berlin vom BMI, BBSR und der Jury im Ernst-Reuter-Haus geehrt. Neben der Preisverleihung diente die Auszeichnungsfeier vor allem dem Austausch und der Vernetzung untereinander.

Eine Fotodokumentation der Veranstaltung finden Sie hier:

Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Kontakt

Sina Redlich
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2336