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Kleinräumige Standortuntersuchung beim Güterverkehr für eine verbesserte integrierte Netzplanung

Der bisherige Ansatz zur Klassifizierung und Ausweisung von Standorträumen des Güterverkehrs in Deutschland als Erweiterung der Raumwirksamkeitsanalyse (RWA) im Rahmen der BVWP-Methodik erfolgt bisher auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte. Ziel des Projektes ist es, die Standortraumausweisung räumlich auf die Gemeindeverbundebene herunterzubrechen und damit auch Grundlagen und einen methodischen Beitrag für die bessere Berücksichtigung des Güterverkehrs bei der Verkehrsnetzplanung mit den Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN 2008) zu schaffen.

Projektstart: November 2017

Ausgangslage

In den RIN 2008 wird das System der Zentralen Orte angewendet, welches als Grundlage zur Ermittlung der Bedeutung zwischengemeindlicher Verbindungen (siehe RIN 2008, Kapitel 3.2.1) dient.

Für den Güterverkehr existiert kein verbindlich eingeführtes, mit den Zentralen Orten vergleichbares, funktional und hierarchisch gegliedertes System wichtiger Orte auf der Ebene von Gemeinden bzw. Gemeindeverbünden (LAU1).

Vorschläge aus wissenschaftlichen Studien liegen jedoch vor. Für die Raumwirksamkeitsanalyse und die integrierte Verkehrsnetzplanung würde eine solche funktionale Gliederung einen wichtigen methodischen Beitrag leisten.

Ziel

Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer periodisch fortschreibbaren Methode, die die Standortorträume des Güterverkehrs kleinräumig funktional gliedert. Diese Methode soll sowohl Ergebnisse für die Raumwirksamkeitsanalyse, Erreichbarkeitsanalysen und für eine Erweiterung der RIN 2008 auf die Netzplanung des Güterverkehrs liefern.

Darüber hinaus können die "Zentralen Orte" des Güterverkehrs auch einen Beitrag zu der Analyse von Wertschöpfungsketten leisten. Zudem können aus den identifizierten Standorten Schlussfolgerungen für den Logistikimmobilienmarkt abgeleitet werden.

Die Methodik wird in der räumlichen Auflösung und der Differenzierung möglichst vergleichbar zu dem etablierten System der Zentralen Orte aufgebaut, so dass eine direkte Verknüpfung der Verkehrsnetzplanung mit der Raumplanung auch im Güterverkehr möglich wird.

Zusatzinformationen

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Kontakt

Dr. Bernd Buthe
Referat I5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2332