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Aktivierungsstrategien zur Inwertsetzung städtebaulicher Brachenpotenziale (Brachflächenrecycling)

Das zentrale flächenpolitische Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme. In diesem Projekt wurden rechtliche, planerische und marktwirtschaftliche Instrumente analysiert und dokumentiert, die eine Inwertsetzung untergenutzter und "perforierter" Siedlungsflächen erleichtern.
Projektlaufzeit: November 2003 - Oktober 2005

Das zentrale flächenpolitische Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Reduzierung der Inanspruchnahme von Freiraumflächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke von 129 ha pro Tag (2000) auf 30 ha pro Tag (2020).

Die Bundesregierung verfolgt durch ein abgestimmtes Maßnahmenbündel die Vorgabe zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme. Eine dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtete Flächenhaushaltspolitik zielt damit - neben der Reduzierung neuer Flächeninanspruchnahme - insbesondere auf die Ausschöpfung vorhandener Nutzungspotenziale (zum Beispiel von Brachflächen), um eine Neuinanspruchnahme von Flächen im Außenbereich zu vermeiden und die Suburbanisierung zu bremsen. Diese Qualitätssteuerung setzt sowohl auf eine konsequente Innenentwicklung als auch auf eine Aufwertung von Siedlungsflächen.

Im Projekt wurden solche rechtlichen, planerischen und marktwirtschaftlichen Instrumente auf den verschiedenen Ebenen der räumlichen Planung analysiert und dokumentiert, mit welchen eine Inwertsetzung städtischer Brachen gelingen kann. Vor allem stadtwirtschaftliche Aspekte, wie zum Beispiel die Frage, welche Rolle die Bodenpreise in diesem Zusammenhang spielen, sollten berücksichtigt werden.

Der Schwerpunkt des Projekts lag auf der Untersuchung unterschiedlicher Akteurskonstellationen beim Brachflächenrecycling. Hierzu wurden sechs Fallstädte näher untersucht.

Auftragnehmer des Ressortforschungsprojektes war das IfS, Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik, Berlin.

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Fabian Dosch
Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2160

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