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Anwendung und Überprüfung eines Orientierungs- und Handlungsrahmens zur zukunftsfähigen Entwicklung historischer Städte in den neuen Ländern

Anhand ausgewählter ostdeutscher Städte zeigt die Studie, wie der Wohnungsleerstand in historischen Ortskernen trotz schlechter finanzieller Lage der kommunalen Haushalte und angesichts zukünftig drohender Hochwasserereignisse durch Abbruch und Sanierung behoben werden kann.
Projektlaufzeit: Mai 2002 - Mai 2003

Die rund 1,3 Mio. leer stehenden Wohnungen in den ostdeutschen Ländern, darunter ein relativ hoher Anteil aus der Zeit vor 1990, sind im Jahr 2002 überwiegend für die Innenstädte und historischen Altsstadtkerne ein Problem.

Um dem Problem aus wohnungswirtschaftlicher Sicht schnell und effizient zu begegnen, sollten die bereitgestellten Fördermittel des Programms Stadtumbau Ost zunächst vorrangig und konzentriert für den Abriss von leer stehenden Wohnungen eingesetzt werden, während sich die Maßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfelds auf die folgenden Jahre konzentrieren sollten.

Im Rahmen des Bundeswettbewerbs 2001 "Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen" entstanden in den Städten vielfältige Stadtumbauideen als Grundlage für einen Stadtumbau von längerfristiger Dauer.

Das Forschungsprojekt

Inwieweit das Stadtumbauprogramm und die damit ausgelösten Herangehensweisen insbesondere vor dem Hintergrund einer vielfach desolaten finanziellen Situation nicht weniger Kommunen den komplexen Prozess einer nachhaltigen Erhaltung, Gestaltung und weitere Stärkung der Innenstädte und Ortskerne, beeinflussen, war Gegenstand dieses Forschungsprojektes. Aktuelle Aspekte der Stadtentwicklung und Entwicklungsprobleme sowie die Schäden in den vom Augusthochwasser 2002 betroffenen Städten machten die Ergänzung eines bereits erarbeiteten Orientierungs- und Handlungsrahmens erforderlich.

Dabei wurde deutlich, dass es notwendig ist, die Zielsetzungen aller Programmbereiche der Städtebauförderung insbesondere auch des Programmbereiches Städtebaulicher Denkmalschutz mit der Förderung von Maßnahmen des Stadtumbaus in den ostdeutschen Ländern und den Maßnahmen eines vorbeugenden Hochwasserschutzes zusammenzuführen, um möglichst konzentriert integrativ-ganzheitliche Strategien zu fördern.

Bei der Durchführung des Vorhabens wurden das BBR und das BMVBW vom Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner (bei Berlin) unterstützt.

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Manfred Fuhrich

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