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Städtebaulicher Förderbedarf 2007 bis 2013 in Deutschland

Über den künftigen Investitions- und Förderbedarf im Rahmen der gemeinsamen Städtebauförderung von Bund und Ländern besteht erhebliche Unsicherheit. Das Ziel des Projektes war eine Bedarfsschätzung für den Zeitraum 2007-2013. Der Umfang der notwendigen Investitionen wurde in verschiedenen Maßnahmebereichen differenziert nach alten und neuen Ländern dargestellt.
Projektlaufzeit: Dezember 2005 - Februar 2008

Ausgangslage

Seit 1971 stellt der Bund den Ländern Finanzhilfen für Investitionen in die Erneuerung und Entwicklung der Städte und Gemeinden bereit. Im Rahmen der gemeinsamen Städtebauförderung sind seitdem über 5.000 Maßnahmen in mehr als 2.300 Gemeinden gefördert worden. Für die Durchführung dieser Maßnahmen hat der Bund bisher rund 12 Milliarden Euro an Finanzhilfen gewährt.

Die Bundesregierung wurde vom Deutschen Bundestag im Jahr 2004 aufgefordert, einen städtebaulichen Bericht vorzulegen. Der Bericht sollte – vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und wirtschaftsstrukturellen Wandels – unter anderem auch eine Einschätzung über den künftigen Förderbedarf im Rahmen der gemeinsamen Städtebauförderung geben. In ihrem "Städtebaulichen Bericht 2004" machte die Bundesregierung allerdings geltend, dass eine solche Einschätzung sehr schwierig und mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sei. Angesichts der Vielfalt und am Subsidiaritätsprinzip orientierten Ausgestaltung der Städtebauförderung lägen auf Seiten des Bundes nur unzureichende Informationen über den künftigen Bedarf für städtebauliche Fördermaßnahmen vor. Auch verfüge der Bund über keinen vollständigen Überblick über den Bauzustand der Gebäude in Deutschland.


Zielsetzung

Aufgabe des Forschungsprojekts war die Abschätzung des städtebaulichen Investitions- und Förderbedarfs für den Zeitraum 2007-2019. Aus dem ermittelten Bedarf sollte der Umfang der notwendigen Investitionen in verschiedenen Maßnahmebereichen und differenziert nach alten und neuen Ländern ersichtlich sein.

Auf Anregung der Länder und der kommunalen Spitzenverbände wurde im Laufe des Projektes aufgrund der statistischen Unsicherheiten der ursprüngliche Prognosezeitraum bis 2019 auf 2013 verkürzt. Zudem wurde eine primäre Schätzung des städtebaulichen Investitionsbedarfs vereinbart, aus dem der Mittelbedarf für die Städtebauförderung anschließend in geeigneter Weise abgeleitet werden sollte.

Auftragnehmer des Projekts waren die Gesellschaft für Finanz- und Regionalanalysen (GEFRA), der Lehrstuhl Stadttechnik der BTU Cottbus, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH (IfS).

Zusatzinformationen

Kontakt

Michael Zarth
Referat I 1 - Raumentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2110
Martina Kocks
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-2321