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Nutzungsmischung und die Bewältigung von Nutzungskonflikten in Innenstädten, Stadt- und Ortsteilzentren – Chancen und Hemmnisse

Attraktive Innenstädte, lebenswerte Stadtteilzentren und Ortskerne haben eine herausragende Bedeutung für die Zukunft der Städte. Eine stadtverträgliche Nutzungsmischung bildet einen wesentlichen Attraktivitätsfaktor für urbane und lebendige Zentren. Chancen, Hemmnisse und Herausforderungen für eine stadtverträgliche Nutzungsmischung in den zentralen Stadträumen wurden in der Studie analysiert, Erfolgsfaktoren herausgearbeitet, Lösungsansätze zur Überwindung von Hemmnissen und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Projektlaufzeit: September 2013 – März 2017

Ausgangslage

In den Stadtkernen, Stadtteil- und Ortsteilzentren ist eine stadtverträgliche Nutzungsmischung von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Innenentwicklung. Jedoch ist eine vielfältige und verträgliche Nutzungsmischung kein Selbstläufer. Angesichts des Nutzungswandels, veränderter Bedürfnisse und Ansprüche an zentrale Stadträume entstehen zudem neue Chancen, Hemmnisse und Herausforderungen für eine Nutzungsmischung in den Zentren.

Im Zuge des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels haben vielerorts Stadt- und Ortsteilzentren funktionale Substanz verloren. Sie sind teilweise mit umfangreichen Funktionsverlusten und Gebäudeleerständen konfrontiert. Aber so entstehen auch neue Raum- und Flächenpotenziale für andere Nutzungen und innovative Mischungen. In prosperierenden Innenstädten zeigen sich spezifische Potenziale zur Herausbildung von stadtverträglicher Nutzungsvielfalt. Zu beobachten sind hier jedoch auch Unverträglichkeiten zwischen den verschiedenen Nutzungen. Eine Herausforderung besteht zum Beispiel darin, Nutzungskonflikte zu bewältigen, die entstehen können, wenn gastronomische oder verkehrliche Nutzungen zur Lärmbelästigung der benachbarten Wohnnutzung führen.


Ziel

Stadtteilzentrum Große Bergstraße, Hamburg Stadtteilzentrum Große Bergstraße, HamburgStadtteilzentrum Große Bergstraße, Hamburg Quelle: Plan und Praxis Berlin

Mit dieser Studie wurden vorliegende Erkenntnisse in Literatur und Praxis zum Thema Nutzungsmischung ausgewertet. Dabei wurde der Blick auf den Gebietstyp der Stadt- und Ortsteilzentren gerichtet. Für die zentralen Stadträume sollten die städtebauliche Strategie der stadtverträglichen Nutzungsmischung beleuchtet sowie Chancen, Hemmnisse und Herausforderungen bei der Umsetzung analysiert werden. Es wurden lehrreiche Praxisbeispiele aufbereitet. Hauptziel war es, Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten, um Nutzungsvielfalt in den Zentren zu sichern und zu stärken, Lösungsansätze zur Überwindung von Hemmnissen und Konflikten zu identifizieren und praxisorientierte Handlungsempfehlungen abzuleiten. Des Weiteren wurden Hinweise für das städtebauliche Instrumentarium des Bundes gewonnen, insbesondere zur Städtebauförderung.

Auftragnehmer der Studie war Plan und Praxis GbR, Ingenieurbüro für Stadt- und Regionalplanung, Berlin.

Zusatzinformationen

Kontakt

Mechthild Renner
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2323
Bernd Breuer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2268