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Nachdenken über die Stadt von übermorgen

Stadtentwicklungspolitik muss neben aktuellen Aufgaben auch langfristige Entwicklungen in den Blick nehmen. Mit dem Projekt "Nachdenken über die Stadt von übermorgen" werden zentrale Treiber und Trends in der Stadtentwicklung untersucht und ihre Auswirkungen auf die urbanen Räume beleuchtet.

Projektstart: Dezember 2016

Ausgangslage

In den vergangenen Jahren ist die Zukunft der Städte zu einem Gegenstand unterschiedlichster Forschungsaktivitäten und zu einem allgegenwärtigen Topos in der öffentlichen Debatte geworden. Die meisten Forschungen beziehen sich auf einzelne, in sich jeweils komplexe Entwicklungen. Sie untersuchen eher implizit die Wirkung aktuell auszumachender Trends auf "die Stadt" bzw. auf unterschiedliche räumliche Konstellationen.

Viele Städte machen sich selbst auf den Weg, sich robust für zukünftige Entwicklungen aufzustellen und nehmen dabei in der Regel das "Morgen" in den Blick – einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren, der von heute aus gut vorstellbar und für die Stadtentwicklungspolitik relevant ist.

Die vielfältigen Aktivitäten und Diskussionsbeiträge zur Zukunft der Städte, die von unterschiedlichsten Akteuren ins Gespräch gebracht werden, haben ein unübersichtliches Feld von "Zukunftserzählungen" entstehen lassen, das kaum noch Orientierung bieten kann: Alles scheint für die Zukunft relevant zu sein, einige ökonomisch getriebene Entwicklungen werden zu beinahe unumstößlichen Trends erklärt.

Welche heute bereits absehbaren und in den nächsten Jahren erst neu aufkommenden Trends wirklich Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung von Städten haben werden – also sozusagen "übermorgen" Wirkung entfalten könnten, wird wenig untersucht, zumal sich langfristige Prognosen in der Vergangenheit vielfach als falsch herausgestellt haben. Dennoch gilt es, sich durch eine umfassende Betrachtung weiter in die Zukunft reichender Veränderungen bereits heute auf mögliche fernere Zukünfte besser vorzubereiten.

Ziel

Das Forschungsvorhaben "Stadt von übermorgen" wird also zum einen aktuell diskutierte Trends dahingehend untersuchen, wie sie auf das "System Stadt" übermorgen wirken könnten. Wissend, dass die Komplexität – und Unterschiedlichkeit – dieses Systems keine einfachen Schlüsse zulässt. Zum anderen will es Orientierung herstellen – indem es die Zukunftserzählungen und die Trends, die für die Stadt von übermorgen relevant sind, beschreibt und ordnet sowie Entwicklungspfade aufzeigt, die diese Trends in unterschiedlichen Stadttypen auslösen können.

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Marion Klemme
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 22899 401-2120