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In der Regel Baukultur. Gestaltqualität in Regelverfahren

Trotz überzeugender Argumente wird der Planungswettbewerb nur bei einigen Vergaben für Planungsleistungen öffentlicher Auftraggeber in Deutschland eingesetzt. Ein Forschungsteam untersucht nun die Möglichkeiten, die unterschiedliche Planungsverfahren im Hinblick auf Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsbeteiligung bieten.

Projektstart: November 2017

Ausgangslage

Planungswettbewerbe bieten höchste Qualitätssicherheit bei größtmöglicher Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vergabe. Zudem führt die vergleichende Diskussion vieler verschiedener Entwürfe für dieselbe Aufgabe in einer Fachjury zu einem fundierten Erkenntnis- und Meinungsbildungsprozess. Die Einbindung aller Entscheidungsträger in den Beurteilungsprozess bereitet den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess optimal vor.

Die im Auftrag des BMUB 2013 durchgeführte Studie "Evaluierung der zeitlichen und monetären Aufwendungen für offene und nicht offene Planungswettbewerbe" belegt zudem, dass Planungswettbewerbe keine ausschlaggebenden negativen Auswirkungen auf die Planungs- und Bauzeit beziehungsweise auf die Planungs- und Baukosten zur Folge haben.

Dies sind überzeugende Argumente für den Planungswettbewerb. Für Planungsleistungen öffentlicher Auftraggeber wird er jedoch nur bei einigen Vergaben eingesetzt. Die Zahl der durchgeführten Wettbewerbe von Kommunen, Landkreisen, Ländern und des Bundes ist demnach gering und der Planungswettbewerb - insbesondere der offene – gilt viel mehr als Ausnahme denn als Regelverfahren.

Das Bild stellt eine Gruppe von Frauen und Männern während einer Jurysitzung eines Planungswettbewerbs dar. Die Gruppe befindet sich inmitten von Entwurfsplänen und stimmt zu einem der Entwürfe ab.Preisgerichtssitzung im Planungswettbewerb Quelle: C4C competence for competitions

Ziel

Das Forschungsteam untersucht die Möglichkeiten unterschiedlicher Planungsverfahren in Hinblick auf Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsbeteiligung und erhebt Daten zur Fortschreibung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Dabei fließen auch Erfahrungen aus konkurrierenden Verfahren privater Auftraggeberinnen und Auftraggeber ein.

Abschließend setzt das Forschungsteam die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen sowohl für die Auslegung und Anwendung des geltenden Vergaberechts als auch zur weiteren Gestaltung des Rechtsrahmens um.

Zusatzinformationen

Kontakt

Karin Hartmann
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-1219