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Kleingärten im Wandel – Innovationen für verdichtete Räume

In großen Städten und verdichteten Räumen steigt die Nachfrage nach Kleingärten und trifft dort zugleich auf einen zunehmenden Bedarf an Bauflächen, Grün- und Freiräumen sowie Flächen für Naturschutz- und Klimabelange. Die Untersuchung widmete sich – vor dem Hintergrund einer aktuellen Bestandsaufnahme zum bundesdeutschen Kleingartenwesen – speziell den Herausforderungen und Entwicklungsansätzen, die sich daraus für das Kleingartenwesen ergeben.

Projektlaufzeit: Juli 2017 – Mai 2019

Ausgangslage

Mit rund einer Million Gärten und einem oft Mehrfachen an Nutzern erfüllt das Kleingartenwesen wichtige städtebauliche, ökologische und soziale Funktionen. Die regional sehr differenzierten Entwicklungen und teils gegenläufigen Wachstumsdynamiken in der Bundesrepublik wirken sich auch auf das Kleingartenwesen aus: Eine wachsende Nachfrage nach Kleingärten, vorrangig in Großstädten und in verdichteten Räumen, führt zu einem Mangel an Kleingartenflächen. Parallel dazu steigt der Bedarf an weiteren Baupotenzialen für Wohnungen und für die dazugehörige Infrastruktur. Das erhöht vielerorts den Druck auch auf Kleingartenflächen. In strukturschwachen Regionen und Kommunen mit sinkenden Einwohnerzahlen hingegen sind Kleingartenanlagen weiter von steigendem Leerstand betroffen, den es zu bewältigen gilt. Gleichzeitig ergeben sich insgesamt neue Anforderungen an Grün- und Freiflächen, zum Beispiel für den Erhalt ökologischer Vielfalt oder besser vernetzte Grün- und Freiräume. Hier sind neue Lösungsansätze gefragt, und Kleingartenanlagen können dabei als Teil der grünen Infrastruktur an Bedeutung gewinnen.

Ziel

Die Untersuchung widmete sich – neben einer aktuellen Bestandsaufnahme zum deutschen Kleingartenwesen insgesamt – speziell den Herausforderungen und Entwicklungsansätzen für das Kleingartenwesen in großen, wachsenden Städten. Gerade dort steigt die Nachfrage nach Kleingärten und trifft zugleich auf einen zunehmenden Bedarf nach Baupotenzialen für Wohnen, Infrastruktur und Gewerbe, nach Grün- und Freiräumen sowie Flächen für Naturschutz- und Klimabelange. Nachzugehen war den Fragen, ob und welche Veränderungen sich im Kleingartenwesen angesichts der wachsenden Bevölkerungsentwicklung zeigen und wie Kommunen und Kleingärtnerorganisationen auf den zunehmenden Nachfrage- und Nutzungsdruck reagieren, welche Strategien verfolgt und welche innovativen Lösungen entwickelt werden, um das Kleingartenwesen angesichts der vielfältigen Herausforderungen fit für die Zukunft zu machen.

Auftragnehmer des Projekts war Weeber+Partner Institut für Stadtplanung und Sozialforschung/ W+P GmbH.

Zusatzinformationen

  • Logo der Initiative Grün in der Stadt

Kontakt

Dr. Brigitte Adam
Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2325
Evi Goderbauer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2319