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Kleingärten im Wandel – Innovationen für verdichtete Räume

In großen Städten und verdichteten Räumen steigt die Nachfrage nach Kleingärten und trifft zugleich auf einen zunehmenden Bedarf nach Baupotenzialen, Grün- und Freiräumen sowie Flächen für Naturschutz- und Klimabelange in diesen Kommunen. Die aktuelle Untersuchung widmet sich – vor dem Hintergrund einer aktuellen Bestandsaufnahme zum bundesdeutschen Kleingartenwesen insgesamt – speziell den Herausforderungen und Entwicklungsansätzen, die sich daraus für das Kleingartenwesen ergeben.

Projektstart: Juli 2017

Ausgangslage

Mit rund einer Million Gärten und einem oft Mehrfachen an Nutzern erfüllt das Kleingartenwesen wichtige städtebauliche, ökologische und soziale Funktionen. Die regional sehr differenzierten Entwicklungen und teils gegenläufigen Wachstumsdynamiken in der Bundesrepublik wirken sich auch auf das Kleingartenwesen aus: Eine wachsende Nachfrage nach Kleingärten, vorrangig in Großstädten und in verdichteten Räumen, führt zu einem Mangel an Kleingartenflächen. Parallel dazu steigt der Bedarf nach weiteren Baupotenzialen für Wohnungen und für die dazugehörige Infrastruktur. Das erhöht vielerorts auch den Druck auf Kleingartenflächen. In strukturschwachen Regionen und Kommunen mit sinkenden Einwohnerzahlen hingegen sind Kleingartenanlagen weiter von steigendem Leerstand betroffen, den es zu bewältigen gilt.

Gleichzeitig ergeben sich neue Anforderungen an Grün- und Freiflächen, zum Beispiel für den Erhalt ökologischer Vielfalt oder besser vernetzte Grün- und Freiräume. Hier sind neue Lösungsansätze gefragt und Kleingartenanlagen können dabei als Teil der Grünen Infrastruktur an Bedeutung gewinnen.

Ziel

Die Untersuchung soll Aufschluss geben, welche aktuellen und künftigen Entwicklungen sich im Kleingartenwesen generell und vor allem in den großen wachsenden Städten vollziehen. Dabei sind folgende Fragen zu beantworten: Wie reagieren das organisierte Kleingartenwesen und kommunale Verwaltungen auf neue Anforderungen? Welche Rahmenbedingungen und Unterstützungen sind nötig, um sich den Herausforderungen zu stellen? Mit welchen Instrumenten steuern die Kommunen diese Prozesse? Und welche Kooperationen gibt es? Zugleich sollen interessante und innovative Lösungen dargestellt und publik gemacht werden, um den Wissenstransfer zu fördern. Zu erwarten sind recht vielschichtige Ansätze. Diese unterscheiden sich je nach Themenfeld und der jeweiligen Ausgangs- und Problemlage der Kommune, aber auch innerhalb der jeweiligen Stadt- und Regionalverbände bzw. Kleingärtnervereine, die im Bundesverband der Gartenfreunde (BDG) organisiert sind.

Zusatzinformationen

  • Logo der Initiative Grün in der Stadt

Kontakt

Dr. Brigitte Adam
Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2325
Evi Goderbauer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2319