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Potenzialanalyse altersgerechte Wohnungsanpassung

Konzept

Arbeitsschritte

Zunächst wurden in einer deutschlandweiten Status-quo-Beschreibung die verschiedenen Einflussfaktoren zur Entwicklung der Pflegebedürftigen sowie deren Versorgung im jeweiligen Pflegesetting (ambulant vs. stationär) dargestellt. In diesem Zusammenhang wurden folgende Inputparameter berücksichtigt: 

  • Bevölkerungsentwicklung
  • Wohnsituation und bauliche Anforderungen
  • Pflege- und Hilfsbedarf der Betroffenen
  • Pflegesetting und Wohnungswechsel
  • Kosten der Pflege bzw. Ausgabenentwicklung der Pflegekassen sowie der öffentlichen Hand
  • Einkommenssituation der Pflegebedürftigen 

Die verschiedenen Inputparameter waren anschließend Gegenstand eines deutschlandweiten Basisszenarios, in dem - ausgehend von der gegenwärtigen Situation - ermittelt wurde, wie sich diese in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden. 

Ausgehend vom skizzierten Basisszenario wurde schließlich in einem Entlastungsszenario überprüft, inwiefern sich durch entsprechende Maßnahmen auf Ebene der verschiedenen Inputparameter eine Verlagerung in die stationäre Pflege verhindern bzw. verzögern lässt. Dabei wurden insbesondere die Potenziale einzelner altersgerechter Umbaumaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Kosten bewertet. 

Expertenworkshop 

Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, Zwischenergebnisse der Studie "Potenzialanalyse altersgerechte Wohnungsanpassung" vorzustellen und das entsprechende Thesenpapier mit den anwesenden Expertinnen und Experten zu diskutieren. Im Rahmen des Expertengesprächs wurden die Rückmeldungen der Experten aus den Bereichen Wohnungs- und Pflegewirtschaft, Wohnberatung und der Wissenschaft aufgenommen und im weiteren Bearbeitungsprozess berücksichtigt. 

Schriftliche Befragung von zehn Beispielregionen 

Durch die Befragung sollte für einzelne Regionen beispielhaft dargestellt werden, wie sich diese der Herausforderung steigender Zahlen von Pflegebedürftigen stellen, die zu einer stark steigenden Belastung der kommunalen Haushalte durch die "Hilfe zur Pflege" führen werden. Die regionale Ebene der Untersuchung waren Kreise und kreisfreien Städte. 

Die Untersuchung erfolgte in drei Schritten. Im ersten Schritt wurden Regionen anhand verschiedener Indikatoren ausgewählt, um möglichst unterschiedliche Regionen in Demographie, Verschuldung und Siedlungsstruktur zu erfassen. Dabei sollte das gesamte Spektrum möglicher Reaktionen auf die genannten Herausforderungen berücksichtigt werden. Im zweiten Schritt wurden die Regionen mit einem einfachen Fragebogen nach ihren Einschätzungen und Plänen befragt. Im dritten Schritt wurden die Einschätzungen der zehn ausgewählten Regionen hinsichtlich einiger Kennziffern mit dem Ergebnis von szenarienhaften Berechnungen verglichen, die Prognos eigenständig für die Regionen aufgestellt hat. Aus dem Unterschied zwischen der "Selbstwahrnehmung" der Regionen und der "Fremdwahrnehmung" bei den Kennziffern wurde deutlich, inwieweit die künftige Betroffenheit und der sich daraus aufbauende Handlungsdruck bei den Regionen "spürbar" sind. 

Die Ergebnisse der bundesweiten Entwicklung wurden in den ausgewählten Beispielregionen diskutiert und die regionalen Besonderheiten dem bundesweiten Trend gegenübergestellt. Die Ergebnisse der Studie mündeten in konkreten Handlungsempfehlungen für die relevanten staatlichen Entscheidungsträger auf bundesweiter sowie kommunaler Ebene.

Zusatzinformationen

Kontakt

Verena Lihs
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2213