Navigation und Service

Aktuelle Trends der Wohnungsbautätigkeit in Deutschland

Aktuelle Wohnungsmarktengpässe und damit verbundene Preissteigerungen sind nicht zuletzt das Resultat einer zu geringen Neubautätigkeit. Um wohnungspolitische Ansätze sinnvoll und wirksam gestalten zu können, ist ein fundiertes Wissen über Struktur und Trends des Wohnungsbaus wichtig. In der Studie wurde deshalb untersucht, wie sich der Wohnungsneubau in Deutschland derzeit gestaltet, welche Bedarfe bestehen, mit welchen Hemmnissen Investoren konfrontiert sind und welche Maßnahmen eine Ausweitung des nachfragegerechten Neubaus ermöglichen können.

Projektlaufzeit: Dezember 2014 – August 2016

Ausgangslage

Die seit 2008/09 auftretenden Wohnungsmarktengpässe sowie die damit verbundenen Preissteigerungen in den Wachstumsstädten sind auch und vor allem das Ergebnis einer quantitativ unzureichenden Neubautätigkeit. Von daher bleibt es eine wohnungspolitische Aufgabe, die Rahmenbedingungen für Wohnungsbauinvestitionen laufend zu überprüfen und zu verbessern. Dies setzt jedoch eine differenzierte Kenntnis des aktuellen Wohnungsbaus und der dahinter stehenden Investitionsbedingungen voraus.

Auskunft über den Wohnungsbau gibt in Deutschland vor allem die Bautätigkeitsstatistik, die jedoch gemessen an den wohnungspolitischen Informationsbedürfnissen unzureichend bleibt. Dies betrifft insbesondere die folgenden Themen bzw. Fragestellungen:

  • Segmentierung des Neubaus (z. B. Anfangsmieten, Verkaufspreise, Zielgruppen)
  • Qualitäten (Ausstattungen, Barrierefreiheit, energetische Standards) und Strukturen (Wohnungs- und Gebäudegrößen, Wohnungszuschnitte)
  • Bauformen und Projekttypen (z. B. Kleinprojekte und größere Wohnungsbauvorhaben)
  • Lagetypen (z. B. innerstädtische Differenzierungen)
  • Planverfahren (z. B. unterschiedliche Typen des Planungs- und Genehmigungsverfahrens)
  • Investoren-/Eigentümertypen (z. B. unterschiedliche Akteurstypen in den Bereichen Entwicklung, Bewirtschaftung und Nutzung; Grad der Renditeorientierung bzw. der Wohnungsversorgungsorientierung)

Ziel

Mit der Studie sollten die hier grob umrissenen Informationslücken geschlossen und entsprechende Politikempfehlungen formuliert werden. Im Zentrum stand die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten im Sinne einer hohen Wirksamkeit quasi Schlüsselstellen für ein flexibel auf Markt- und Nachfragesignale reagierendes Neubauangebot sind.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war Quaestio Forschung & Beratung, Bonn.

Zusatzinformationen

Kontakt

Alexander Schürt
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte
Tel.: +49 228 99401-2239