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Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik – Handlungsfelder, Potenziale und gute Beispiele von Stiftungen und anderen Non-Profit-Akteuren

Die gemeinwohlorientierte Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens werden ein strukturierter Überblick über die einschlägigen Marktteilnehmer, repräsentative Projekte und Beispiele von Stiftungen sowie weiteren relevanten Akteuren und deren wohnungspolitische Relevanz erarbeitet. Daraus werden Empfehlungen für die Unterstützung von Stiftungen und weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren durch Bund, Länder und Kommunen abgeleitet.

Projektstart: November 2017

Einladung zur Abschlussveranstaltung am 1. April 2019 in Berlin

Die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen möchten wir Ihnen bei der Abschlussveranstaltung am 1. April 2019 vorstellen. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung sind die Präsentationen von Beispielen und Interviews mit Expert/innen und Aktivist/innen aus Stiftungen, von Dachorganisationen und Hausprojekten. Für einen Blick über den bundesdeutschen Tellerrand sorgt die kommunale Stiftung zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen (PWG) der Stadt Zürich. Mit der Beauftragten für Wohnraum und barrierefreies Bauen der Stadt Tübingen diskutieren wir, wie Kommunen die gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik unterstützen können.

Mehr Informationen, das Programm und die Anmeldemodalitäten finden Sie im Veranstaltungsflyer:

Ausgangslage

Der Begriff "Gemeinwohl" gewinnt in der wohnungspolitischen Debatte generell wieder an Bedeutung. Hintergrund sind die zunehmend angespannten Wohnungsmärkte und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen Städten und Regionen mit entsprechenden sozialen Auswirkungen. Auch für Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderungen gibt es auf dem regulären Wohnungsmarkt Angebotsengpässe. Zudem differenzieren sich die Wohnwünsche aus: Gemeinschaftliches Wohnen, die Verbindung von Wohnen und Arbeiten oder auch Wohnformen mit sozialem oder kulturellem Anspruch werden zunehmend nachgefragt. Damit erlangen einerseits neue Akteure und Angebote im gemeinwohlorientierten bzw. Non-Profit-Sektor eine erhöhte Aufmerksamkeit; andererseits richtet sich das Interesse auch wieder auf die Stiftungen als Akteure. Das Engagement dieser beiden Gruppen bildet den wesentlichen Untersuchungsgegenstand des Forschungsvorhabens.

Ziel

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen strukturierten Überblick über die einschlägigen Marktteilnehmer, repräsentative Projekte von Stiftungen und weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren sowie deren wohnungspolitische Relevanz zu gewinnen. Aus der Analyse der Rahmenbedingungen und Instrumente werden Potenziale und Empfehlungen für die Wohnungspolitik von Bund, Ländern und Kommunen hergeleitet.

Es sollen Erkenntnisse über Stiftungen als Wohnungsmarktakteure gewonnen werden und dargestellt werden, welche Organisationsformen, wohnungsnachfragende Zielgruppen und "Geschäftsmodelle" sie charakterisieren. In Bezug auf weitere gemeinwohlorientierte Akteure werden anhand einer Analyse von Dachorganisationen, Hausgruppen, Projekttypen und Kooperationen wichtige Rahmenbedingungen und typische Projektkonstellationen identifiziert. Da es bereits aktuelle Studien zu den "klassischen" kommunalen Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften gibt, werden diese bewusst hier nicht vertieft betrachtet; sie spielen aber als Kooperationspartner bzw. als junge Wohnungsgenossenschaften im Rahmen der Fallbeispiele durchaus eine wichtige Rolle. Darüber hinaus werden Akteure und Hausprojekte aus dem europäischen Ausland einbezogen, um den Blick auf andere Stiftungs- und Finanzierungsmodelle zu richten, sowie auf Community Land Trusts.

Zusatzinformationen

Kontakt

Mathias Metzmacher
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2620
Fax: +49 228 9910 401-2620